Montag, 31. Juli 2017

Ziele, Wünsche und Träume einer Autorin

Inspiriert von einem Vlog-Beitrag der Schreibdilettanten Marcus Johanus und Axel Hollmann bin ich ins Grübeln geraten. Was genau sind eigentlich die Ziele, die ich mit dem Schreiben verfolge? Warum tue ich mir das überhaupt an? Wieso setze ich mich nicht gemütlich vor den Fernseher und lasse mich berieseln oder lese die Millionen Bücher anderer Autor*innen, die es schon gibt?

Zunächst war meine spontane Antwort: Weil ich Geschichten erzählen will. Aber ist das wirklich alles? Gibt es nicht viele verschiedene Ziele, die man mit ein und derselben Handlung verfolgt? Abhängig davon, wie kurz- oder langfristig, wie realistisch oder utopisch das Ziel sein darf? Herausgekommen bei meinen Überlegungen ist Folgendes: 

Wie weit ein Ziel entfernt ist, hängt von der
Wahrscheinlichkeit ab, es zu erreichen.
Foto (c) Pixabay

Unmittelbares Ziel:

Das am nächsten gelegene Ziel, das ich mit dem Schreiben verfolge, ist natürlich meine Geschichte zu schreiben. Ich möchte sie anderen Menschen erzählen, die Figuren zum Leben erwecken und hoffe dabei, dass sie meine Leser*innen genauso zu faszinieren verstehen wie mich. Die Angst, nicht verstanden zu werden, dabei zu versagen, es eben nicht in die Worte fassen zu können, die eine Geschichte lesenswert machen, fährt immer mit. Also ist ein weiteres unmittelbares Ziel das Bekämpfen dieser Angst und die Fähigkeit, sich trotz aller Zweifel und Rückschläge nicht einschüchtern zu lassen, den eigenen Traum weiter zu verfolgen.


Kurzfristiges Ziel:

Kurzfristig, also über den Zeitraum von vielleicht 3-4 Jahren, würde ich es gerne schaffen, Fans dafür zu gewinnen, mit den Bo'othi zu fiebern, wie ich einst mit den Protagonisten in meinen Lieblingsbüchern mitgefiebert habe. Eine Fanbase, die ungeduldig auf das neue Buch wartet und sich vielleicht sogar auf ein neues Abenteuer aus meiner Fantasiewelt einlässt, wenn die Geschichte der Bo'othi fertig erzählt ist. Ich freue mich über jede Rückmeldung, über jeden Namen, den ich regelmäßig auftauchen sehe, wenn ich mich auf den sozialen Medien oder meinem Blog umschaue. Fans geben mir das, was kein Geld der Welt geben kann: Den Glauben an meine eigenen Geschichten.


Auch wenn man manchmal das große Ziel aus den Augen verliert,
solange man einen Schritt vor den anderen setzt,
kommt man ihm Stück für Stück näher.
Foto (c) Pixabay

Langfristiges Ziel:

Ein hoffentlich nicht allzu langfristiges Ziel ist daraus entstanden, dass ich recht früh erkennen musste, dass das Hobby Schreiben nicht umsonst ist. Im Gegenteil, man investiert nicht nur viel Zeit, sondern auch viel Geld. Ein erklärtes Ziel von mir ist es daher, mit den Büchern irgendwann so viel zu verdienen, dass sich die Ausgaben durch die Einnahmen decken. Es heißt, um erfolgreich zu sein, muss man am Anfang bereit sein, Verluste zu machen und ich gebe zu, dass es Momente gibt, in denen mich die Hoffnung verlässt, je aus diesem Stadium herauszukommen. Aber die positiven Rückmeldungen von Leser*innen haben es bis jetzt noch immer geschafft, mir wieder Mut zu machen und dran zu bleiben. Geduld gehört dazu, Ziele zu erreichen.

"Only if you have been in the deepest valley, can you ever know
how magnificent it is to be on the highest mountain."
Richard M. Nixon
Foto (c) Pixabay


Utopisches Ziel:

Und zu guter Letzt gibt es natürlich auch noch ein so weit entferntes Traumziel, dass man sich eigentlich nicht traut, es auszusprechen, denn das könnte albern oder gar arrogant wirken. Anders als vielleicht angenommen, ist es nicht mein vorrangiges Ziel vom Schreiben leben zu können. Dieser Gedanke würde mir sogar Angst machen, denn das Wissen, dass ich Fantasie aufbringen MUSS, um den Tisch zu decken, das schüchtert mich eher ein. 

Mein Traum ist es, eines Tages in einer echten Bestsellerliste aufzutauchen. Meine Bücher in aller Munde zu wissen, meine Bo'othi in einer Verfilmung oder in einer Serie wiederzufinden. Den Traum, der sich einst für J. K. Rowling erfüllte, wird sicher jede*r Autor*in insgeheim träumen. Wobei es ja nicht umsonst heißt "careful what you wish for" - eine kleine Prise Angst würde auch hier wieder mitschwingen: Möchte ich wirklich berühmt sein? Zum Glück muss ich mit diesem Thema sehr lange und vermutlich nie auseinandersetzen. 

Aber träumen ist erlaubt. Denn aus Träumen werden Bücher und aus Büchern werden vielleicht Erfolge. 

Kleine Mädchen träumen davon, Prinzessinnen zu sein,
und egal wie weit der Weg dorthin auch sei, sie glauben an ihre Träume.
Höre nie auf, ein kleines Mädchen zu sein. Träume!
Foto (c) Pixabay

Hier geht's übrigens zu dem Vlog "Schreibziele" der Schreibdilettanten, auf den ich mich beziehe.


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