Samstag, 25. März 2017

Zehn Autorentypen - Eine nicht ganz ernst zu nehmende Liste

... eine nicht ganz ernst zu nehmende Liste




Der Experte
Egal ob er ein Sachbuch oder einen Roman schreibt, er schreibt über ein Thema, in dem er über Expertenwissen verfügt. Da kann die Beschreibung über das neue Raumschiff auch mal zwanzig Seiten lang sein.



Der Romantiker
Die laue Brise streichelt sanft über die Haut, das Vögelchen zwitschert eine überschwängliche Melodie, das Meer glitzert im Sonnenuntergang oder am Horizont malt die aufgehende Sonne eine farbenfrohes Bild. Wortgewaltig umschreibt der Romantiker die Umgebung und verleiht ihr emotionales Gewicht.



Der Philosoph
In seinen Texten findet sich gerne die Suche nach dem Selbst oder die Frage nach unserer Existenz, nicht selten auch die vermeintliche Antwort. In langen Schachtelsätzen und unvermittelt eingesetzten Adjektiven fordert er den Leser zum Nachdenken heraus.



Der Entertainer
Dem Entertainer geht es nicht um eine gewählte Ausdrucksweise oder ungewöhnliche Wortspielereien, sondern um den Inhalt seiner Geschichte. Mit klarer Sprache und ohne Schnörkel vermittelt er, was er vor seinen eigenen Augen entstehen lässt. Seine Texte liest man, ohne zu merken, dass man liest. Kopfkino!



Der Experimentierfreudige
Dieser Autor legt sich nicht fest. Nach dem Krimi schreibt er einen Liebesroman, versucht sich dann an einem Kinderbuch und lässt sich als nächstes auf einen Agententhriller ein. Er will alles einmal ausprobiert haben und testet sich selbst. Ob er sich je auf ein Genre festlegt, ist ungewiss, denn er lässt sich nicht gern in Schubladen stecken.



Der Genre Autor
Er bleibt seinem Genre treu. Oft schreibt er gleich eine ganze Buchreihe, womit die Frage, ob er auch andere Genres schreiben könnte oder wollte, leicht abgeschmettert werden kann. Er hat selbst viel in diesem Genre gelesen, weiß, wie Geschichten dieser Art aufgebaut werden und kann darum aus dem Bauch heraus schreiben



Der Killer
Dinge beim Namen zu nennen schreibt sich der Killer auf die Fahne. Er redet nicht lange um den heißen Brei herum. Egal ob es in der Szene um Sex, Mord oder Qualen geht, es wird ausgesprochen. Der verzagte Schwenk aufs Nachttischchen ist ihm zuwider. Man findet ihn oft, aber nicht immer, in den Genres Krimi, Thriller oder Horror.



Der Professor
Egal wie banal die Geschichte sein mag, er recherchiert jedes Detail. Er besitzt Listen, Pinterest Boards und Bücherregale voller Sachbücher, die ihm für seine Recherchen zu Themen wie "wie oft regnet es in San Diego", "welche Farbe hat die Bettwäsche im Memorial Hospital in Santa Juanita" oder "von wem stammt das Zitat 'leben und leben lassen'". Seine Bücher zu lesen, bildet weiter.



Der Wissenschaftler
Er will er selbst erleben, was seine Protagonisten fühlen. Er nimmt Stunden auf dem Schießplatz, ehe er seinem Protagonisten eine Waffe in die Hand gibt, läuft tagelang mit verbundenen Augen umher, bevor er die Protagonistin erblinden lässt und nimmt an einem 15-tägigen Ausflug auf dem Planwagen quer durch die USA teil, ehe er seine Protagonisten in den Wilden Westen ziehen lässt. 



Der Fantast
Alles kann, nichts muss ist das Motto des Fantasten. Meine Geschichte, meine Regeln. Egal ob Naturgesetze oder Logik dagegensprechen, seine Fantasie würde dieser Autor niemals zu zügeln versuchen. Was nicht passt, wird passend gemacht und die Wendungen und Ereignisse in seinen Büchern kann niemand vorausahnen.






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