Montag, 6. Februar 2017

Buchrezension: Meister der Zeit von Ann-Merit Blum

Meister der Zeit von Ann Merit Blum

Genre: Romantischer Steampunk
Seitenzahl: 230 Seiten
Erhältlich als Kindle E-Book

Klappentext: 
Ein Roman voller Magie, geschäftig tickender Uhren und halsbrecherischer Kutschfahrten

Endlich ist es soweit: Leona heiratet ihre Liebe seit Kindertagen: Alexander, den brillantesten Studenten ihres Vaters. Während der Hochzeitsfeier wird ihr eine silberne Taschenuhr zugespielt. Als Leona den Deckel der Uhr öffnet, erscheint Leutnant Teck, gekleidet wie ein Offizier des 18. Jahrhunderts und mit dem Charme einer längst versunkenen Zeit. Er behauptet, ein Uhrmacher habe seine Seele an die Uhr gebunden.
Während ihr frischgebackener Ehemann zunehmend misstrauisch wird, versucht Leona, mehr über Uhren herauszufinden und Leutnant Teck aus seiner misslichen Lage zu befreien. Sie lernt den geheimnisvollen Meister Fabrizius kennen, unter dessen Anleitung sie schließlich selbst eine Uhr konstruiert. Sie ahnt nicht, dass sie damit ihr Schicksal besiegelt.

Der erste Eindruck
Immer häufiger las ich in letzter Zeit von dem Genre "Steampunk", das mir bis dato völlig unbekannt war. Natürlich kenne ich Filme aus diesem Genre und die Dampfmaschinen-Romantik war mir schon ein Begriff, aber wie das in Büchern umgesetzt wird, wusste ich nicht. Wollte es aber kennenlernen und bat in einschlägigen Leseforen um Empfehlungen. Herausgekommen dabei ist dieses Buch, wobei mich die Idee mit den an Uhren gebundene Seelen und das hübsche Cover überzeugten.

Das Leseerlebnis
Der Schreibstil ist herrlich einfach und flüssig, trotz der der historischen Epoche angepasster Ausdrucksweise kann man problemlos folgen. Besonders gereizt hat mich der philosophische Ansatz zum Thema "Was ist Zeit eigentlich" hat mir gut gefallen und mich so manches Mal zum Nachdenken gebracht. Richtig gut gefallen haben mir die Hauptprotagonistin Leona und ihre Freundin Amalie, die trotz des zeitlichen Settings starke Frauen sind, die wissen, was sie wollen, ohne dabei unglaubwürdig zu erscheinen. Auch Leutnant Teck schafft es, sich sympathisch ins Herz des Lesers zu schleichen, auch wenn seine aus seiner eigenen Zeit übrig gebliebene gepuderte Perücke wenig sexy auf mich wirkte. Aber die habe ich mir dann einfach weggedacht. ;) 
Ein winziger Kritikpunkt meinerseits sind die fehlenden Absätze zwischen verschiedenen Szenen. Besonders am Ende, wenn die Geschichte in einem spannenden Wettrennen mit der Zeit  zwischen zwei, teilweise sogar drei Personengruppen hin und her springt, fällt das auf. Die Szenen gehen ohne sichtbare Trennung ineinander über und manchmal dauerte es ein oder zwei Zeilen, ehe ich begriff, dass ich die Personen im aktuellen Abschnitt gewechselt hatte. Eine einfache Zeilenschaltung hätte hier schon geholfen. Das ist aber auch die einzige Kritik, die ich anbringen kann, das E-Book ist ansonsten qualitativ sehr gut gemacht. Die Spannung in der Geschichte lässt zu keiner Zeit nach und ich habe das Buch in wenigen Sitzungen durchgelesen. Das Ende ist kein Cliffhanger, lässt aber trotzdem genügend Fragen offen, um Lust auf Band 2 zu machen, den ich auf jeden Fall auch lesen möchte. 

Fazit
Dieses Buch wurde mir als Einstieg in das Genre Steampunk empfohlen und ich kann die Aussage nur unterstützen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, wie darin Fantasy, Geschichte und Philosophie verwoben werden. Definitive Kaufempfehlung!  

Aktuelles über die Autorin findet Ihr auf: 

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(c) Pixabay
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