Montag, 9. Januar 2017

#Autorenwahnsinn Tag 05: Mein Schreibprogramm


Nach einer Idee von www.schreibwahnsinn.de


Tag 05:
Mein Schreibprogramm

Die meisten Autoren scheiden sich in zwei Gruppen: Scrivener und Papyrus Nutzer. Einige wenige nutzen exotischere Programme. Und dann gibt es noch die "Unbekehrten", solche wie mich: Wir halten an Altbekanntem fest und schreiben alles, was es zu schreiben gibt mit Word (wahlweise Open Office Writer). Meistens löst das reine Erwähnen dieses Programms Kopfschütteln und Belehrungen aus, weil doch die vorgenannten Programme so viel besser sind. Anfangs habe ich mich auch noch verunsichern lassen und habe sowohl Scrivener als Vollversion als auch Papyrus in der Testversion installiert. Und trotzdem schreibe ich noch immer mit Word und daran wird sich auch nichts ändern.

Warum?

Erstens: Ich schreibe schon seit ewigen Zeiten mit Word. In der Lehre, in allen beruflichen Stationen, privat und dienstlich, überall ist Word. Darum kenne ich mich mit Word auch aus und muss nicht erst lernen, welche Knöpfe wo zu finden sind und wozu man sie benutzt. Ich fühle mich also bei Word Zuhause.

Zweitens: Im Gegenzug dazu muss man sich mit Schreibprogrammen wie Scrivener und Papyrus erst einmal auseinandersetzen, um zu lernen, wie sie funktionieren. Das kostet Zeit und Mühe, die ich eigentlich viel lieber mit dem Schreiben verbringe.

Drittens: Spätestens im Lektorat bin ich wieder zurück bei Word, denn die meisten Lektoren arbeiten damit, meine auch. Ja, ich weiß, man kann aus den Schreibprogrammen Word-Dokumente generieren. Aber ehrlich - wenn ich das ohnehin machen muss, kann ich auch gleich dabei bleiben.

Viertens: Ich kann auf allen PCs, an denen ich arbeite, mit Word arbeiten. Die Schreibprogramme sind auf ein Gerät beschränkt.

Fünftens: Das Argument, dass Programme wie Scrivener oder Papyrus extra Features wie z. B. eine Timeline oder den Duden Korrektur mitbringen. Die Timeline habe ich getestet, aber ich brauche eine Timeline, die nicht auf dem PC ist, sondern analog auf einem Blatt Papier. Sie hängt in der Regel neben mir an der Wand, sodass ich ohne herumzuklicken gleich alles im Blick habe. Den Duden Korrektor gibt es mittlerweile auch wieder als Word-App.

Sechstens: Ich arbeite mit meinen Manuskripten in der Cloud von Microsoft, so habe ich immer und überall Zugriff darauf. Außerdem bin ich seit einem Einbruch bei mir Zuhause ein gebranntes Kind, bei dem mein PC inklusive sämtlicher Sicherungs-Festplatten gestohlen wurde. In der Cloud kann ich meine Daten unabhängig von Geräten speichern und MS Office arbeitet prima mit OneDrive zusammen, so dass ich auch nicht aus Versehen das Speichern vergessen kann.

Siebtens: Dank Johann-Christian Hanke habe ich auch den Buchsatz durchaus professionell mit Word hinbekommen. Word kann mehr, als viele dem Programm zutrauen.

Natürlich hat auch Word seine Nachteile, das streite ich selbstverständlich nicht ab. Aber für mich persönlich überwiegen die Vorteile und somit bleibt alles so wie es ist.

Word for President!

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