Dienstag, 4. Oktober 2016

Buchblogger im Interview: Rohan de Rijk - 04.10.2016

Immer wieder Dienstags:
Buchblogger im Interview

Ich bin nach wie vor auf der Suche nach interessierten Buchbloggern, die mir immer wieder Dienstags hier Rede und Antwort stehen möchten. Meldet euch gerne bei mir!

Allen anderen wünsche ich viel Spaß mit Antworten auf Fragen, die Ihr so oder so ähnlich noch nie gestellt habt. 
Heute im Interview Ralf Niemietz über seinen Blog
Rohan de Rijk


Fragen rund um den Blog

?Wie heißt dein Blog und was bedeutet der Name für dich?
Mein Blog heißt: Rohan de Rijk. Der Name ist mein Pseudonym, unter dem ich meine Kurzgeschichten, Romane, Gedichte und den Bildband veröffentliche.

?Unter welcher Adresse (URL) ist dein Blog zu finden?
www.rohan-de-rijk.de

www.rohan-de-rijk.de


?Seit wann bloggst du schon?
Ich habe 2016 angefangen.

?Hast oder hattest du noch andere Blogs?
Nein, das ist meine Feuertaufe.

?Worum geht es auf deinem Blog?
Ich versuche, den Spagat zwischen einem klassischen Blog und einer Web-Site zu schaffen. Dies bedeutet, Themen, die mich bewegen, und Informationen über mich als Schriftsteller unter einen digitalen Hut zu bekommen.

?Dein Blog fällt im Vergleich zu den üblichen Blogs, die ich hier vorstelle aus dem Rahmen. Du bist nicht der "typische Buchblogger", sondern bezeichnest dich selbst als Schriftsteller, Blogger und Künstler. Erzähl uns, was du uns durch deinen Blog mitteilen willst. Wie sieht der potentielle Leser deiner Artikel aus?
Ich habe den Blog nach meinem Künstlernamen, Rohan de Rijk, benannt. Für mich war es wichtig, beides auf einer Site darzustellen (Blog und Web-Site). Da ich nicht möchte, dass sich Blog-Artikel und die Infos über mich als Schriftsteller über mehrere Web-Sites zerfasern. Der potentielle Leser interessiert sich für das Schreiben, aber auch, wie andere, in diesem Fall ich, mit der Materie „Wort“ umgehen. 

?Wie viele Follower hast du und ist dir die Zahl wichtig? 
Ich weiß es nicht. Ich habe auch keine Statistik für den Blog. Ich finde es wichtiger, wenn sich Leser an mich wenden, das andere sind nur Zahlen.

?Was tust du, um deinen Blog bekannter zu machen? 
Im Moment schreibe ich nur meinen Facebook-Freunden, dass ein neuer Artikel im Blog steht. Es ist ein wenig wenig, aber ich oute mich: Ich bin faul.

?Hast du eine Strategie, einen eigenen Stil oder eine Besonderheit auf deinem Blog, die die anderen nicht haben? 
Ich denke, dass ich ein gutes Gespür für Grafiken habe, als gelernter Medien-Designer bin ich vorbelastet. Gute Texte und gute Grafiken sind für mich das beste Rezept für einen erfolgreichen Blog. Die Schönheit der Worte und Grafiken sind wie eine gute Komposition, nur wenn alles stimmt, kann Harmonie entstehen.

?Veranstaltest du auf deinem Blog hin und wieder besondere Aktionen wie Gewinnspiele, Blogtouren oder vielleicht was ganz anderes? 
Nein bis jetzt noch nicht. Aber das ist heute, mal schauen, was morgen wird.

?Hast du Bloggerkollegen, mit denen du gemeinsame Aktionen planst oder geplant hast? 
Nein, im Moment bin ich noch Blog-Eremit.

?Wie viel Zeit steckst du am Tag/in der Woche in deinen Blog? 
Leider viel zu wenig. Schätze, es sind ein bis zwei Stunden die Woche. Sorry Blog.

?Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft - für deinen Blog oder darüber hinaus? 
Ich hätte gerne ein bisschen mehr Meer.

Über dich: 

?Wer ist der Mensch oder sind die Menschen hinter dem Blog? Magst du uns ein Foto von dir zeigen? 
Groß. Sensibel. Feinfühlig. Ich mag es auch einmal, im übertragenen Sinne, nach oben zu schauen. Dort, wo niemand hinsieht, verbergen sich Schätze.

"Dort wo niemand hinsieht, verbergen sich Schätze" - Ralf Niemietz


?Welchen Beruf übst du im richtigen Leben aus? 
Im richtigen Leben bin ich Software-Berater für das Land Nordrhein-Westfalen.

?Hast du neben dem Lesen und dem Bloggen noch Zeit und Lust für andere Hobbies? 
Wenn ich nicht schreibe, lese oder blogge, dann verbringe ich Zeit mit meiner Familie. Und manchmal greife ich noch zur Gitarre und spiele ein wenig Heavy Metal.

?Print oder E-Reader?
Beides.

?Fernseher oder Radio?
Fernsehen zu Hause und Radio im Auto.

?Serie oder Film? 
Beides. Ok, eher Serien, ich schlafe immer vor dem Fernsehen ein und bei den Serien muss man nicht immer so lange vorspulen, bei dieser kleinen Box von einem ehemals Buchhändler.

?Zelt oder Luxushotel? 
Im Sommer Zelt, im Winter Luxushotel.

?Du machst eine Auslandsreise in ein Land, dessen Sprache du nicht sprichst und vergisst dein Buch mitzunehmen. Deutsche Bücher vor Ort gibt es nicht zu kaufen. Was tust du? 
Ich glaube, ich würde mir etwas mit ganz vielen Bildern kaufen, ein Comic.

?Was möchtest du uns sonst noch erzählen? Gibt es eine Anekdote oder ein Geheimnis, das du ausplaudern möchtest? 
Ja, da gibt es viele, aber eine kurze Anekdote habe ich: Der Nachname von meinem Pseudonym stammt von einer niederländischen Lastwagenaufschrift.

Über das Lesen:

?Wie viel liest du am Tag? 
Es ist unterschiedlich. Mal gar nicht und bei einem guten Buch können es auch schon einmal 200 Seiten sein.

?Was kostet dich dein Hobby Lesen monatlich? 
Habe ich noch nie nachgerechnet, aber der Kühlschrank ist immer voll, also scheine ich es nicht zu übertreiben.

?Wo liest du am liebsten? 
Im Garten, auf dem Sofa: Hauptsache es ist gemütlich.

Ralf mag's gemütlich.

?Welches Genre bevorzugst du und weichst du auch mal davon ab? 
Ich liebe Horror und Autobiografien. Ja ich weiche auch manchmal ab, aber eins werde ich nie machen: Groschenromane mit Weißkitteln lesen.

?Was war das letzte Buch, das dich richtig gefesselt hat? 
„Unterwegs“ von Jack Kerouac. Besonders gefallen hat mir die Art, wie er das Buch geschrieben hat. Kerouac hat das Buch auf einer einzigen Schriftrolle geschrieben. Er hat die Blätter aneinander geklebt, so dass er nicht von dem Papierwechsel abgelenkt wurde (einige Quellen sprechen auch von aneinandergeklebten Faxrollen.)

?Welches Buch möchtest du unbedingt noch / als nächstes lesen? 
„Der Fänger im Roggen“ von J. D. Salinger.

?Was machst du, wenn dir ein Buch überhaupt nicht gefällt? 
Ich gebe dem Buch erst einmal eine Chance und warte, wie sich die Geschichte entwickelt. Ansonsten stelle ich es zurück zu seinen Kumpels ins Bücherregal.

?Wie sehr stören dich schlecht lektorierte Bücher, deren Story dir trotzdem gefällt? 
Ein Schriftsteller sollte sich die Mühe machen, sein Buch auf Herz und Nieren zu prüfen. Das Netz ist voll von Lektoren und Testlesern. Sicherlich, es kostet Geld. Aber alle Mühe ist umsonst, wenn man am falschen Ende spart.

?Was ist schlimmer? Rechtschreibfehler oder Logik-/Plotfehler? Und wie sehr stört das eine oder andere deinen Lesefluss? 
Beides. Ich kenne es aus meiner eigenen Praxis, es schleichen sich Fehler ein, weil man irgendwann blind für seine eigenen Texte wird. Man suggeriert dem Leser, dass man sich keine Mühe gegeben hat. Und wer Geld bezahlt, hat ein Recht darauf, dass sich der Schriftsteller, Lektor und Verlag Mühe geben.

?Magst du Leseproben zu Büchern oder reichen dir Klappentext und Cover? Was muss in einer Leseprobe drin stehen, damit du den Rest des Buches lesen willst? 
Ich bekenne mich zum zweiten Mal zu meiner Faulheit. Der Klappentext und das Cover müssen bei mir die Neugierde wecken, sonst wandert das Buch wieder ins Regal. 

Autoren und Verlage:

?Hast du Lieblingsautoren/Lieblingsverlage? 
Mein Lieblingsautor ist Stephen King. Als Mensch ist er bescheiden geblieben und arbeitet seit Jahren hart.

?Liest du auch Indiebücher, also Autoren aus Kleinverlagen oder Selfpublisher? 
Ja, aber selten.

?Die meisten Indies sind nicht im normalen Buchladen zu finden. Wie wirst du auf sie aufmerksam? 
Meistens auf Amazon, oder einer meiner Facebook-Freunde hat einen Titel herausgebracht, der mich interessiert.

?Was hältst du von Buchwerbung? Welche nervt, welche spricht dich an? 
Werbung gehört zum Verkaufen. Aber sie sollte gut gemacht sein und mit Bedacht eingesetzt werden. Viel kann manchmal zu viel sein.

?In den Sozialen Medien gibt es täglich Gewinnspiele rund um Bücher. Denkst du, der Markt ist übersättigt oder bringt das dem einzelnen Buch tatsächlich mehr Aufmerksamkeit?
Gewinnspiele gehören wie die Werbung dazu. Für mich hören die Gewinnspiele immer mit dem „Like“ oder „Kommentar“ auf. Ich finde, man sollte mit dem Gewinner in den Sozialen Medien interagieren. Dies wäre z. B. der Beweis, dass das Gewinnspiel auch stattgefunden hat.

Zum Abschluss möchte ich dir für dieses Interview ganz herzlich danken! Es war spannend und interessant, mal etwas mehr über dich zu erfahren. 

Ralfs Schatztruhe


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