Samstag, 29. Oktober 2016

Warum stehen Frauen auf Blutsauger?

Vor einiger Zeit erhielt ich eine Mail von einem Leser. Einem männlichen Leser. Ich gebe zu, als ich Verlorener Stern herausbrachte, hatte ich nie damit gerechnet, dass überhaupt je ein Mann dieses Buch lesen würde. Die meisten Männer, die ich kenne, finden Geschichten wie die rund um meine Bo’othi zu kitschig, zu romantisch, Mädchenkram eben. Umso überraschter war ich, als ich feststellte, dass ich mit Verlorener Stern trotz allem männliche Leser begeistern konnte.

Zunächst einmal vorab für alle, die meine Bücher noch nicht kennen und die nicht wissen, wer oder was die Bo’othi sind: Sie sind - keine - Vampire. Um es mit ihren eigenen Worten zu sagen:

"Wir sind Träger Alter Seelen des Bo’othi Volks.
Erst die Fantasie Unwissender machte Vampire aus uns."

Trotz allem, die Bo’othi trinken das Blut der Menschen. Nicht zum Vergnügen, auch nicht aus Aggression oder Lust. Aber im Blut der Menschen wird die Energie des Sternenlichts gespeichert und in Notsituationen kann diese Tatsache einem Bo’othi das Leben retten. Die meisten von ihnen vermeiden es, in solche Situationen zu geraten, aber wie das Leben so spielt, irgendwann sind alle Möglichkeiten vertan und es bleibt nur ein Ausweg.

Aber zurück zu meinem Leser, nennen wir ihn "Holger".  Der hat gerade die Novelle SternRegen gelesen und ist erschrocken, denn das Thema Bluttrinken spielt hier eine größere Rolle als in Band 1. Holger hat nun Angst, dass aus den Bo’othi doch noch "echte" Mädchenbücher werden und er fragt, was es denn eigentlich sei, was Frauen am Bluttrinken so fasziniere.

Zum einen konnte ich ihn beruhigen. Nein, die Bo’othi bleiben, was sie sind, sie werden nicht zu blutrünstigen Vampiren, die sich blutbesudelt in den Laken wälzen und Menschen leer trinken. Die Novelle ist ja sozusagen ein Roman unter dem Mikroskop, auf engstem Raum und in kürzester Zeit muss es spannend, dramatisch, gefährlich und auch romantisch werden. Da bot sich das Thema einfach an. Band 2 wird wieder mehr wie Band 1, das Bluttrinken kommt vor, wird immer vorkommen, aber es ist nicht Hauptbestandteil der Geschichte.

"Es gibt keine Vampire. Wir fanden eher zufällig heraus, dass Menschenblut
unser Leben retten kann. Eigentlich trinken wir die Energie unserer Heimatsterne."

Aber was ist es denn nun, was wir Frauen an allem Vampirähnlichen und an der Tatsache, dass diese Wesen unser Blut trinken, so mögen? Ich habe mir ein paar Gedanken darüber gemacht - ohne dabei einen Anspruch auf Wissen zu haben. Ich habe de facto keine Ahnung, ich kann nur aus meinem eigenen, persönlichen Empfinden heraus sprechen, das ich als Leserin und Autorin dabei habe:

Blut ist für mich per se nichts Ekelhaftes, es ist auch nicht zwingend mit Gewalt verbunden. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes unser Lebenssaft, das, was unser Leben, Atmen, Denken und Träumen überhaupt erst möglich macht. Wir Frauen bluten monatlich und beim ersten Mal, wir gebären unter Blut unsere Kinder, kurzum, wir bluten fast unser ganzes Leben, es gehört für uns dazu. Und dabei hat es nichts mit dem Tod zu tun, nichts mit Splatter-Horror oder Gefahren. Unser Blut (oder das der Protagonistin, in die wir uns hineinversetzen) steht für Leben. Wenn ein Vampir es trinkt, schenken wir Leben. Gleichzeitig lassen wir eine Intimität zu, die normalerweise zu Fremden nicht entsteht. Niemand von uns zögert, das eigene Blut vom verletzten Finger abzulecken, bei der Wunde am Finger eines Fremden aber schon. Denn dazu gehört Vertrauen, Liebe, die Bereitschaft, denjenigen ganz nah an sich ranzulassen. Der Fremde oder dessen Blut könnte für mich gefährlich sein, lasse ich es trotzdem zu?

Für mich ist es das Bild, die Metapher, die das Blut somit darstellt. Wie groß ist das Vertrauen, das ich für den anderen empfinde? Wie groß ist meine Risikobereitschaft?

Ist das Blutsaugen an sich sexy? Nein, für mich nicht. Es ist eher die mystische, bildhafte Sprache, die mich anspricht und darum wird es bei den Bo’othi auch immer wieder solche Szenen geben. Denn dieses Volk wurde aus der Idee der Vampire heraus geboren, sie bilden das Fundament für meine Geschichten.

Dienstag, 25. Oktober 2016

Buchblogger im Interview: Meine Bücherecke - 25.10.2016

Immer wieder Dienstags:
Buchblogger im Interview

Ich bin nach wie vor auf der Suche nach interessierten Buchbloggern, die mir immer wieder Dienstags hier Rede und Antwort stehen möchten. Meldet euch gerne bei mir!

Allen anderen wünsche ich viel Spaß mit Antworten auf Fragen, die Ihr so oder so ähnlich noch nie gestellt habt. 
Heute im Interview Jana Klimke über ihren Blog
Meine Bücherecke


Fragen rund um den Blog

?Wie heißt dein Blog und was bedeutet der Name für dich?
Meiner Seite habe ich den Namen ‚Meine Bücherecke‘ gegeben. Der Name war einfach da, ganz aus dem Nichts. Vielleicht schwang damals mein Wunsch mit, irgendwann wirklich eine kleinere oder größere Bücherecke zu haben, wo es nur meine Bücher in Regalen und einen gemütlichen Lesesessel gibt, wer weiß …

?Unter welcher Adresse (URL) ist dein Blog zu finden?
Meine Facebookseite findet man unter folgender Adresse:
https://www.facebook.com/MeineBuecherecke/

?Dein Blog ist nur auf Facebook zu finden. Planst du es dabei zu belassen oder willst du später auch auf eine der Blogger-Plattformen umsatteln?
Ich möchte bei Facebook bleiben. Den schnellen und unkomplizierten Austausch mit anderen Lesern finde ich bei FB echt gut! Man kann sehr unkompliziert Beiträge erstellen und planen und sich sehr gut mit anderen vernetzen und austauschen. Mit einem Blog wäre man ein Stück weiter in den Weiten des Internets vernetzt, aber mir reicht es so vollkommen, wie es im Moment ist. :)

?Stößt du manchmal auf Unverständnis für deine Entscheidung, bei Facebook zu bloggen?
Unverständnis darüber, dass ich nur bei Facebook blogge? Nein. In der Hinsicht habe ich noch nichts mitbekommen.
Oder Unverständnis in meinem Umfeld, dass ich generell blogge? Auch nicht. Mein Freund findet es sogar gut, dass ich mein Hobby auch so ausleben kann – auch, wenn er mich am Wochenende manchmal ein wenig leidend ansieht, wenn ich Beiträge vorbereite.  

https://www.facebook.com/MeineBuecherecke/


?Seit wann bloggst du schon?
Ich habe meine Seite am 02. September 2014 ins Leben gerufen.

?Hast oder hattest du noch andere Blogs?
Nein.

?Worum geht es auf deinem Blog?
Bücher <3 Ich stelle Rezensionen vor, mache Leselisten, zeige Neuzugänge, Rezensionsexemplare und Wanderbücher. Daneben poste ich ab und zu Zitate oder andere Dinge, die mit Büchern und/oder dem Lesen zu tun haben.

?Du stellst interessante Fragen und animierst die Besucher deines Blogs zum Mitmachen. Wo nimmst du die Ideen für die Fragen her und wie schaffst du es, die Leute dazu zu bewegen, aktiv zu werden?
Die meisten Fragen suche ich mir selbst aus. Die einmal wöchentliche Tagesfrage (immer dienstags) übernehme ich vom Blog Schlunzen Bücher und ihrer wöchentlichen Dienstags-Aktion ‚Gemeinsam Lesen‘. Bei der Aktion habe ich auch ein paar Mal mitgemacht; da ich meine Beiträge (wenn es geht) immer ein paar Tage bis eine Woche vorher vorbereite, waren die ersten Fragen dementsprechend nicht mehr aktuell, weswegen ich nur noch die letzte Frage übernehme.
Ich freue mich immer sehr, wenn ich einen Daumen bei einem meiner Beiträge sehe oder sogar jemand etwas dazu geschrieben hat! Aber ich bitte niemanden um Likes oder Kommentare.

?Wie viele Follower hast du und ist dir die Zahl wichtig?
Aktuell zählt meine Seite 637 ‚Gefällt mir‘-Angaben. Natürlich freue ich mich immer riesig, wenn ich sehe, dass wieder ein Däumchen dazugekommen ist. Die Zahl an sich ist mir aber nicht wichtig: Wichtig sind mir die Menschen dahinter, von denen ich mit einigen schon enger ins Gespräch gekommen bin. Es gibt einige, die sich fast immer zu Wort melden, was ich riesig nett finde! Bei manchen Seiten, die weit über tausend Follower haben, bin ich (das gebe ich ehrlich zu) manchmal ein kleines bisschen neidisch, weil sie natürlich eine viel größere Reichweite und weit mehr Austausch haben. Das legt sich aber immer sehr schnell wieder; Neid liegt mir einfach nicht.

?Was tust du, um deinen Blog bekannter zu machen?
Ich teile Rezensionen in verschiedenen Gruppen bei Facebook. Manchmal mache ich auch auf Aktionen aufmerksam, an denen ich teilgenommen habe, wie den Top Ten Thursday, den Sub Destroyer oder die SuB-Aktion vom Blog Annas Bücherstapel.

?Hast du eine Strategie, einen eigenen Stil oder eine Besonderheit auf deinem Blog, die die anderen nicht haben?
In meinem Post Lesewochenende, den es jeden Freitag gibt, erzähle ich immer ein wenig davon, was ich am Wochenende machen möchte und welches Buch mich dabei begleitet. Am Anfang eines Monats stelle ich mein Kaufverbot-Ergebnis vor: Ob ich es geschafft habe, mir keine Bücher zu kaufen, wie viel ich gelesen habe und was davon SuB-Bücher, Rezensionsexemplare und Wanderbücher waren, und wie meine aktuelle SuB-Höhe ist. Außerdem stelle ich noch einen ausführlichen Monatsrückblick und meine persönlichen Monatshighlights vor.

?Veranstaltest du auf deinem Blog hin und wieder besondere Aktionen wie Gewinnspiele, Blogtouren oder vielleicht was ganz anderes?
Seit ungefähr zwei Monaten habe ich auf meiner Seite eine neue Kategorie eingeführt, die ‚Schreibwerkstatt‘ heißt. Hier stelle ich euch Schnipsel meiner aktuellen Schreibprojekte vor (aktuell Kurzgeschichten). Auch möchte ich, wenn ein Projekt fertig ist, ein paar Angaben und den Link zur Internetseite dazu schreiben, wo man die Geschichte dann lesen kann. Wer möchte, kann sich meine literarischen Ergüsse gerne durchlesen und mir auch gerne seine Meinung dalassen. :)

?Hast du Bloggerkollegen, mit denen du gemeinsame Aktionen planst oder geplant hast?
Keine Bloggeraktionen, aber seit ein paar Wochen plant die Steampunk-Autorin Anja Bagus mit einigen Autoren (ich bin auch dabei) etwas ganz Tolles :) Das darf ich euch natürlich noch nicht verraten…

?Wie viel Zeit steckst du am Tag/in der Woche in deinen Blog?
Das ist sehr unterschiedlich. Ich sitze nicht jeden Tag an Beiträgen, dafür habe ich keine Zeit und abends auch nicht mehr unbedingt Lust zu. Rezensionen versuche ich, relativ zeitnah zu schreiben, um alles aufschreiben zu können, was mir während des Lesens aufgefallen ist. Den Rest erledige ich mittlerweile meistens am Wochenende an einem Tag.

?Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft – für deinen Blog oder darüber hinaus?
Ein Wunsch für meinen Blog? Oh, da fällt mir nichts ein. Ich freue mich, wenn ich weiterhin Ideen und Anregungen habe und euch ein wenig an meiner Liebe für das geschriebene Wort teilhaben lassen kann.

Über dich: 

?Wer ist der Mensch oder sind die Menschen hinter dem Blog? Magst du uns ein Foto von dir zeigen?
Mein Name ist Jana, ich bin noch 24 Jahre alt, komme aus NRW  und habe meinen Bachelor in den Fächern Geschichte und Antike Kultur gemacht.

?Welchen Beruf übst du im richtigen Leben aus?
Seit Februar 2016 arbeite ich für das Historische Archiv der Stadt Köln; mein Berufswunsch ist es, als Archivarin in einem oder mehreren Archiven zu arbeiten.

?Hast du neben dem Lesen und dem Bloggen noch Zeit und Lust für andere Hobbies?
Vor einigen Monaten habe ich Puzzles wieder für mich entdeckt. Ich liebe es, abends oder am Wochenende vor einem unfertigen Puzzle zu sitzen, Teile zu sortieren und zu suchen und dabei Musik zu hören. Ich kann dabei auch Filme hören, die ich schon kenne.
Daneben gehe ich sehr gerne schwimmen. Möchte Ende des Jahres oder nächstes Jahr auch wieder einen Verein suchen, um regelmäßig im Wasser zu sein.

?Print oder E-Reader?
Ganz klar Prints! Einen Reader werde ich mir wohl niemals zulegen, da bin ich einfach nicht der Typ für. Wenn mich dann doch mal Rezensions-Anfragen mit E-Books erreichen, drucke ich mir das E-Book aus und lese es analog.

Nein, das ist nicht Jana ... Aber es liest wohl genauso gerne gedruckte Bücher.


?Fernseher oder Radio?
Auf der Arbeit hören wir meistens Radio, was ich ganz schön finde. So bekommt man auch was vom Weltgeschehen mit. Zuhause habe ich bisher kein Radio gehört, der Fernseher ist aber auch nur noch selten an. Abends nutze ich meine Freizeit lieber zum Lesen, Schreiben oder Puzzlen.

?Serie oder Film?
Schwierig… Ich habe ein paar Serien, die ich gerne gucke und die ich mir dann auch auf DVD hole (Sherlock, Hannibal, Die Tudors,…). Viele Filme sprechen mich nicht an und meistens schaue ich dann, wenn ich fernsehe, etwas, was ich schon kenne.

?Zelt oder Luxushotel?
Wenn ich mal Geld übrig habe, würde ich mir gerne eine Woche in einem Luxushotel gönnen.

?Du machst eine Auslandsreise in ein Land, dessen Sprache du nicht sprichst und vergisst dein Buch mitzunehmen. Deutsche Bücher vor Ort gibt es nicht zu kaufen. Was tust du?
Da ich davon ausgehe, dass man in fast jedem Land auf der Erde irgendwo englischsprachige Bücher auftreiben kann, ist das für mich kein Problem.

Über das Lesen:

?Wie viel liest du am Tag?
Das ist sehr unterschiedlich. Unter der Woche nehme ich mein aktuelles Buch immer mit zur Arbeit und lese in der Bahn und manchmal auch ein bisschen in der Mittagspause. Ansonsten auch mal abends vor dem Schlafengehen. Am Wochenende ist es mal mehr, mal weniger. Eine bestimmte Seitenanzahl pro Tag lese ich nicht.

Janas Schätze

?Was kostet dich dein Hobby Lesen monatlich?
Auch das ist sehr unterschiedlich. Da ich seit Januar ein Buchkaufverbot habe und mir nie so viel auf einmal kaufe, kann ich das nicht beantworten.

?Wo liest du am liebsten?
Mein liebster Leseplatz ist in meinem Bett, gefolgt von der Couch.

?Welches Genre bevorzugst du und weichst du auch mal davon ab?
Ich lese sehr querbeet. Ein Lieblingsgenre an sich habe ich eigentlich nicht, da ich auch immer wieder gerne Neues ausprobiere. Womit ich tatsächlich weniger anfangen kann, sind ‚neumodische‘ Liebesromane. Dann doch lieber einen Klassiker.

?Was war das letzte Buch, das dich richtig gefesselt hat?
Im Fantasy-Bereich fällt mir da sofort „Das Lied der Dunkelheit“ von Peter V. Brett ein. Da hat mich besonders das letzte Drittel sehr begeistert! Auch der historische Roman „Stadt der tausend Könige“ von Andreas Otter hat es in die Reihe meiner Lieblingsbücher geschafft. Und von den ersten drei Bänden der „Dunklen Turm“-Reihe von Stephen King, die ich bis jetzt kenne, war ich auch sehr angetan.

?Welches Buch möchtest du unbedingt noch / als nächstes lesen?
In naher Zukunft möchte ich mit der „Dunklen Turm“-Reihe von Stephen King weitermachen, also mit Band 4 von 7. Da ich mir die Reihe ausgeliehen habe, möchte ich sie möglichst zeitnah wieder zurückgeben. Ansonsten schaue ich immer ein wenig, welche Bücher von meinem SuB sich für verschiedenen Challenges eignen, an denen ich teilnehme.

?Was machst du, wenn dir ein Buch überhaupt nicht gefällt?
Wenn ein Buch mir überhaupt nicht zusagt, breche ich es ab.

?Das Buch ist handwerklich einwandfrei, aber entgegen deiner Erwartung gefällt dir die Story nicht. Wie gehst du damit um?
Wenn mir die Handlung absolut nicht gefällt, breche ich das Buch ab.

?Wie sehr stören dich schlecht lektorierte Bücher, deren Story dir trotzdem gefällt?
Ein wenig störend ist es schon, wenn ich wiederholt auf Rechtschreib-, Grammatik- und Zeichensetzungsfehler stoße. Ein Buch habe ich aufgrund dessen aber noch nicht abbrechen müssen. Wenn es aber so ist, merke ich das auch in meiner Rezension an.

?Was ist schlimmer? Rechtschreibfehler oder Logik-/Plotfehler? Und wie sehr stört das eine oder andere deinen Lesefluss?
Beides stört mich persönlich, aber Logik-/Plotfehler finde ich schlimmer. Wenn ich merke, dass die Handlung nicht gut durchdacht wurde, finde ich das immer sehr schade.

?Magst du Leseproben zu Büchern oder reichen dir Klappentext und Cover? Was muss in einer Leseprobe drin stehen, damit du den Rest des Buches lesen willst?
Ab und zu lese ich gerne mal in Leseproben rein, ich frage auch in Buchhandlungen nach, ob sie welche da haben. Ich finde es schön, wenn die Leseproben den Anfang der Geschichte beinhalten, weil ich die ersten Sätze immer sehr wichtig für die Geschichte finde. Auf Cover achte ich eher weniger.

Über Rezensionen:

?Autoren sehnen sich nach Lesern, die Rezensionen schreiben. Du machst das und dafür danke ich dir im Namen aller Autoren. Was hat dich dazu gebracht, damit anzufangen? 
Ich habe durch verschiedene Buchgruppen bei Facebook mitbekommen, dass viele Leute eine Facebookseite und/oder einen Blog haben, wo sie ihre gelesenen Bücher besprechen und bewerten. Da ich auch immer gerne mit anderen über Bücher und alles, was damit zusammenhängt, spreche, habe ich mir auch eine Facebookseite eingerichtet. 

Bücher, überall Bücher!

?Worauf achtest du beim Verfassen deiner Rezensionen?
Ich achte sehr auf Sachlichkeit und Höflichkeit. Wenn es etwas gab, was mir nicht gefallen hat, bringe ich das zur Sprache, aber nicht beleidigend oder unhöflich. Auch bin ich niemand, der das Ende einer Geschichte verrät oder spoilert (zumindest gebe ich mir hier große Mühe). 
Worauf ich überhaupt nicht eingehe (wie viele der Blogger), ist das Buchcover. Da dieses vom Verlag gestaltet wird und der Autor da nicht so viel Mitsprachrecht hat, sehe ich das nicht als so essentiell an. Natürlich ist das Cover neben dem Titel das Erste, das ins Auge fällt – für mich ist das Cover aber nicht wichtig. 

?Was ist für dich eine gute Rezension? Gehört spoilern dazu oder geht das gar nicht? 
Eine gute Rezension beinhaltet für mich eine Inhaltsangabe und eine relativ ausführliche, dabei aber nicht spoilernde Meinung. Für mich kommt es auch auf die ‚Größe‘ des Spoilers an – wichtige Inhaltsaspekte oder gar das Ende möchte ich vor dem Lesen nicht wissen. Wenn ich so was in einer Rezension lese, finde ich das sehr schade. 

?Was hältst du von der durch Amazon ausgelösten Manie, ein Buch unter fünf Sternen gar nicht mehr anzuschauen? Wie denkst du, kann man das Bewertungssystem dort wieder fairer gestalten?
Ich gebe ganz ehrlich zu – das Bewertungssystem von Amazon beachte ich überhaupt nicht. Ich stelle auch selbst nur ganz selten Rezensionen dort online. Meistens nur von Rezensionsexemplaren. Das ganze Gehasche nach den Sternen finde ich auch nicht so toll.
Allerdings weiß ich nicht, wie man ein Bewertungssystem fairer gestalten sollte. Die Idee mit den Sternen ist grundlegend ja gar nicht mal so verkehrt – allerdings muss man sich bei Rezensionen auch immer vor Augen führen, dass das alles subjektive Meinungen sind. 

?Veröffentlichst du auch Rezensionen außerhalb deines Blogs? 
Nein. Nur bei Rezensionsexemplaren mache ich eine Ausnahme.

?Wie wirst du auf die Bücher aufmerksam, die du rezensierst? 
Die meisten Bücher, die ich rezensiere, liegen auf meinem SuB. Auf Rezensionsexemplare werde ich auf Facebook durch eine Gruppe aufmerksam, wo Rezensionsexemplare wandern (Name: Rezensionsexemplare auf Wanderschaft), oder durch Werbung von Autoren. Bei der Steampunkfantasy-Reihe von Anja Bagus habe ich bei einer Leserunde mitgemacht. Den historischen Roman „Stadt der tausend Könige“ von Andreas Otter habe ich bei einem Gewinnspiel des Autors gewonnen.

?Bewirbst du dich bei Verlagen/Autoren um Rezensionsexemplare? 
Bei Verlagen: Nein. 
Bei Autoren habe ich mich noch nie direkt beworben. Bis jetzt sind einige Autoren auf mich und meine Seite zugekommen und haben mich auf ein Rezensionsexemplar angesprochen. Das finde ich immer sehr nett, und wenn ich Zeit habe (sofort oder in näherer Zukunft), nehme ich das Angebot auch immer gerne an.

Autoren und Verlage:

?Hast du Lieblingsautoren/Lieblingsverlage? 
Auf Verlage achte ich beim Buchkauf nicht. 
Autoren, von denen ich viel lese, sind unter anderem Kai Meyer, Stephen King und J.R.R. Tolkien. 

?Liest und rezensierst du Bestseller/bekannte Autoren? 
Ich lese und rezensiere Bücher ganz unabhängig davon, ob sie bekannt sind oder ich die Autoren kenne. Wovon ich die Finger lasse, sind Hype-Bücher – also Werke, die auf den Markt kommen und dann gefühlt von allen gelesen werden. Manchmal landen diese Jahre später auf meinem SuB.

?Liest du auch Indiebücher, also Autoren aus Kleinverlagen oder Selfpublisher? 
Wenn ich ein Buch interessant finde, dann lese ich es. Für mich ist es nicht wichtig, ob ein Roman in einem großen Verlag oder einem kleinen erscheint oder ob der Autor es in Eigenregie herausgebracht hat. Für mich zählt der Inhalt des jeweiligen Werkes. 

?Die meisten Indies sind nicht im normalen Buchladen zu finden. Wie wirst du auf sie aufmerksam? 
Auf Facebook in diversen Büchergruppen kann man viel über Indies in Erfahrung bringen. 

?Was hältst du von Buchwerbung? Welche nervt, welche spricht dich an? 
Bewusst achte ich eher weniger auf Buchwerbung. Wenn ich auf ein Buch in den Sozialen Netzwerken aufmerksam werde, dann durch ein Bild oder den Klappentext. Buchtrailer beispielsweise sehe ich mir nicht an. 

?In den Sozialen Medien gibt es täglich Gewinnspiele rund um Bücher. Denkst du, der Markt ist übersättigt oder bringt das dem einzelnen Buch tatsächlich mehr Aufmerksamkeit?
Hm… Ich finde, das ist eine gute Möglichkeit, um nicht so bekannten Büchern einem neuen Leserkreis zugänglich zu machen. Bei bekannten Büchern sehe ich das ein bisschen anders. Außerdem sieht es für mich auch so aus, als würden viele Gewinnspiele dafür genutzt, neue Follower zu gewinnen (was an sich ja keine schlechte Sache ist). 

Zum Abschluss möchte ich dir für dieses Interview ganz herzlich danken! Es war spannend und interessant, mal etwas mehr über dich zu erfahren. Vielleicht magst du uns zum Abschied ein Foto deines Bücherregals zeigen, falls vorhanden? Oder irgendetwas anderes, das du uns gerne zeigen möchtest?  
Vielen Dank, dass ich mich dem Interview stellen durfte :) Anbei noch ein paar Bilder meiner Bücherregale und des Lesestapels neben meinem Bett.

Der SuB wartet neben dem Bett geduldig auf seinen Einsatz.


Dienstag, 18. Oktober 2016

Buchblogger im Interview: buch-leben - 18.10.2016

Immer wieder Dienstags:
Buchblogger im Interview

Ich bin nach wie vor auf der Suche nach interessierten Buchbloggern, die mir immer wieder Dienstags hier Rede und Antwort stehen möchten. Meldet euch gerne bei mir!

Allen anderen wünsche ich viel Spaß mit Antworten auf Fragen, die Ihr so oder so ähnlich noch nie gestellt habt. 
Heute im Interview Caro und Jasmin über ihren Blog
buch-leben


Fragen rund um den Blog

?Wie heißt euer Blog und was bedeutet der Name für euch?
Unser Blog heißt „buch-leben“ – weil Bücher von uns zum Leben einfach dazugehören!

?Unter welcher Adresse (URL) ist euer Blog zu finden?
http://buch-leben.blogspot.de

?Seit wann bloggt ihr schon?
Wir haben erst Ende März mit dem bloggen angefangen, sind aber mit Leib und Seele dabei!

?Habt oder hattet ihr noch andere Blogs?
Wir sind zu zweit: Caro und Jasmin. Caro hatte bereits einen Blog zu den Themen Handarbeiten und Büchern, Jasmin ist aber kompletter Neuling.

?Worum geht es auf eurem Blog?
Wir bloggen über alles rund um das Buch. Wir beide haben ganz unterschiedliche Lesevorlieben, deswegen sind bei uns die unterschiedlichsten Genres vertreten. Natürlich schreiben wir aber auch über Lesungen oder andere Aktionen.

?Wie viele Follower habt ihr und ist euch die Zahl wichtig?
Derzeit haben wir knapp 91 Follower auf dem Blog und über 600 auf Facebook. Es wäre gelogen, wenn wir sagen würden, dass wir uns nicht über steigende Leserzahlen freuen :)

?Was tut ihr, um euren Blog bekannter zu machen? 
Wir versuchen ein möglichst breites Publikum anzusprechen, sodass für jeden Leser etwas dabei ist. Außerdem beteiligen wir uns an Aktionen wie „Gemeinsam Lesen“ und natürlich gibt es auch das ein oder andere Gewinnspiel.

?Habt Ihr die Zuständigkeiten für den Blog untereinander aufgeteilt oder macht jeder von euch alles, was gerade ansteht?
Wir haben feste Blogtage: Caro bloggt am Donnerstag, Jasmin am Samstag. Am Dienstag machen wir alle beim „Gemeinsamen Lesen“ mit. An den übrigen Tagen kann jeder mal was schreiben, das ist bei uns zum Glück sehr unkompliziert.

?Gibt es auch mal Unstimmigkeiten über Design oder die Meinung zu einem Buch? Wie geht Ihr damit um?
Beim Design gibt es eigentlich keine Unstimmigkeiten. Unser Blog war zuerst ziemlich grün – dann hat sich Jasmin aber einfach mal ausgetobt und zum Glück hat das neue Design dann allen gefallen. Meinungen zum Buch können natürlich unterschiedlich ausfallen, es wäre schlimm wenn es anders wäre. Allerdings gibt es auch nicht zu häufig Überschneidungen bei den Büchern, die wir lesen.

?Habt ihr eine Strategie, einen eigenen Stil oder eine Besonderheit auf eurem Blog, die die anderen nicht haben?
Puh, das ist eine schwere Frage. Wir denken, das Besondere ist wirklich, dass wir zu zweit bloggen und dabei so unterschiedlich sind. Eine ausgefeilte Strategie haben wir nicht.

?Veranstaltet Ihr auf eurem Blog hin und wieder besondere Aktionen wie Gewinnspiele, Blogtouren oder vielleicht was ganz anderes? 
Gewinnspiele machen wir regelmäßig – einfach weil wir uns freuen, wenn sich andere über einen Preis freuen :) Eine Blogtour haben wir schon mitgemacht und haben auf alle Fälle Lust, wieder mal bei einer mitzuwirken.

?Habt ihr Bloggerkollegen, mit denen Ihr gemeinsame Aktionen plant oder geplant habt?
Noch nicht, aber wir sind gerade dabei, einige Kontakte zu anderen Bloggern aufzubauen. Und hoffentlich entwickelt sich dann daraus die ein oder andere Aktion.

?Wie viel Zeit steckt Ihr am Tag/in der Woche in euren Blog?
Das ist ziemlich unterschiedlich – je nachdem, wer wann wie viel Zeit hat. Aber insgesamt sind es sicher zwei bis drei Stunden am Tag.

?Was ist euer größter Wunsch für die Zukunft - für euren Blog oder darüber hinaus?
Wir würden uns freuen, wenn wir noch mehr Leser gewinnen und vielleicht auch die ein oder andere Kooperation mit Autoren ergibt. Das wäre schön!

Über euch: 

?Wer sind die Menschen hinter dem Blog? Mögt Ihr uns ein Foto(s) von euch zeigen?
Wir sind Caro und Jasmin, beide Mitte 20 und wohnen verteilt auf Thüringen und Bayern.

http://buch-leben.blogspot.de

?Welchen Beruf übt Ihr im richtigen Leben aus?
Caro ist in den letzten Zügen ihres Lehramtstudiums, Jasmin ist mit dem Studium fertig und steckt mitten in ihrem Referendariat, das im September begonnen hat.

?Habt Ihr neben dem Lesen und dem Bloggen noch Zeit und Lust für andere Hobbies?
Caro macht ganz viel Handarbeiten, zum Beispiel Fimo-Figuren. Jasmin züchtet hobbymäßig Russische Steppenschildkröten.

?Print oder E-Reader?
beides

?Fernseher oder Radio?
Fernseher

?Serie oder Film?
Film

?Zelt oder Luxushotel?
Luxushotel

?Ihr macht eine Auslandsreise in ein Land, dessen Sprache Ihr nicht sprecht und vergesst euer Buch mitzunehmen. Deutsche Bücher vor Ort gibt es nicht zu kaufen. Was tut Ihr?
Geniale Frage :) Einen eReader kaufen (den gibt es dort hoffentlich) und gaaanz viele ebooks herunterladen...

?Was möchtet Ihr uns sonst noch erzählen? Gibt es eine Anekdote oder ein offenes Geheimnis, das Ihr ausplaudern möchtet?
Es ist kein Geheimnis, aber vielleicht noch eine Besonderheit: Jasmin und Caro kennen sich seit sechs Jahren durch das Studium.

Den ganzen Tag schön aussehen ...

Über das Lesen:

?Wie viel lest Ihr am Tag?
Ca. 1-2 Stunden, wenn es passt aber auch gerne mehr

?Was kostet euch euer Hobby Lesen monatlich?
30-50 Euro

?Wo lest Ihr am liebsten?
Auf der Couch und im Bett, aber auch in Bus und Bahn

?Welches Genre bevorzugt Ihr und weicht Ihr auch mal davon ab?
Jasmin liest am liebsten Thriller, aber auch gern mal einen Liebesroman oder was Historisches. Caro bekommt nicht genug von Fantasy und Jugendbüchern.

?Was war das letzte Buch, das euch richtig gefesselt hat?
Jasmin wurde als letztes von „Fremdes Leben“ von Petra Hammesfahr gefesselt und konnte es kaum aus der Hand legen. Für Caro war es „Unendlich wir“ von Amy Harmon.

?Welches Buch möchtet Ihr unbedingt noch / als nächstes lesen?
Unsere Wunschlisten sind kilometerlang. Genau festlegen können wir uns da jetzt gar nicht...

?Was macht Ihr, wenn euch ein Buch überhaupt nicht gefällt?
Weiterlesen. Irgendwie hofft man ja, dass es noch besser wird und man möchte dem Buch auch eine Chance geben. Abbrechen tun wir sehr, sehr selten. Da muss das Buch schon super schlecht sein.

?Das Buch ist handwerklich einwandfrei, aber entgegen eurer Erwartung gefällt euch die Story nicht. Wie geht Ihr damit um?
Da sind wir natürlich enttäuscht, aber Geschmäcker sind nun mal verschieden. Wir lesen das Buch zu Ende und schreiben dann eine ehrliche Rezi.

?Wie sehr stören euch schlecht lektorierte Bücher, deren Story euch trotzdem gefällt?
Jasmin und Caro sind a relativ pingelig. Wir haben beide Germanistik studiert und da springt uns jeder Rechtschreib- oder Grammtikfehler gleich ins Auge. Das stört dann schon den Lesefluss.

?Was ist schlimmer? Rechtschreibfehler oder Logik-/Plotfehler? Und wie sehr stört das eine oder andere euren Lesefluss?
Logikfehler sind deutlich schlimmer. Allerdings stören Rechtschreibfehler extrem den Lesefluss, also am besten keins von beiden.

?Mögt Ihr Leseproben zu Büchern oder reichen euch Klappentext und Cover? Was muss in einer Leseprobe drin stehen, damit Ihr den Rest des Buches lesen wollt? 
Leseproben lesen wir selten, wir lassen uns eher vom Cover und vom Klappentext überzeugen. Schade bei Leseproben ist häufig, dass schon wichtige Dinge vorweggenommen werden.

... und rumstehen ...

Über Rezensionen:

?Autoren sehnen sich nach Lesern, die Rezensionen schreiben. Ihr macht das und dafür danke ich euch im Namen aller Autoren. Was hat euch dazu gebracht, damit anzufangen? 
Das hat sich mehr oder weniger mit der Zeit ergeben. Durch das Lesen sind wir auf diverse Bücherforen gestoßen, um uns dort mit anderen auszutauschen. Und dann hat man sich an der ein oder anderen Rezi versucht. Mit der Zeit wurde das dann immer „professioneller“.

?Worauf achtet Ihr beim Verfassen eurer Rezensionen?
Wir achten darauf, dass wir unsere Meinung auch immer begründen. Also warum gefällt uns beispielsweise die Sprache des Autors gut oder schlecht. Auch versuchen wir auf viele verschiedene Punkte wie Inhalt, Aufbau, Sprache etc. einzugehen, um möglichst viel abzudecken. Natürlich ist unsere Meinung subjektiv. Deswegen versuchen wir auch das immer herauszustellen.

?Was ist für euch eine gute Rezension? Gehört spoilern dazu oder geht das gar nicht? 
Eine gute Rezension muss ehrlich sein. Wenn einem das Buch nicht gefällt, dann ist das auch okay, wenn man es so schreibt – mit einer Begründung versteht sich. Spoilern gehört manchmal einfach dazu, weil man manchmal ein Beispiel braucht, um etwas zu verdeutlichen. Wenn es gekennzeichnet ist, ist es auch kein Problem.

?Veröffentlicht Ihr auch Rezensionen außerhalb eures Blogs? 
Ja, wir sind auf anderen Plattformen wie lovelybooks, goodreads und der Lesejury unterwegs und veröffentlichen auch dort unsere Rezis.


... So ein Buch-Leben hat schon was... 

?Wie werdet Ihr auf die Bücher aufmerksam, die Ihr rezensiert? 
Am liebsten beim Stöbern in der Buchhandlung um die Ecke. Aber auch durch andere Blogs und Rezensionen in Foren.

?Bewerbt Ihr euch bei Verlagen/Autoren um Rezensionsexemplare? 
Wir machen öfter bei Gewinnspielen und Leserunden mit und freuen uns, wenn wir ein Exemplar bekommen. Das ein oder andere Mal fragen wir aber auch schon mal direkt beim Verlag an.

Autoren und Verlage:

?Habt Ihr Lieblingsautoren/Lieblingsverlage? 
Nein, da sind wir für alles offen.

?Lest und rezensiert Ihr Bestseller/bekannte Autoren? 
Ja, auf jeden Fall. 

?Lest Ihr auch Indiebücher, also Autoren aus Kleinverlagen oder Selfpublisher? 
Ja, auch das. Wir sind wie gesagt in dieser Beziehung sehr breit aufgestellt und immer offen für neues.

?Die meisten Indies sind nicht im normalen Buchladen zu finden. Wie werdet Ihr auf sie aufmerksam? 
Meistens durch Empfehlungen aus Bloggerkreisen oder dadurch, dass wir junge Autoren auf Facebook entdecken und ihnen folgen.

?Was haltet Ihr von Buchwerbung? Welche nervt, welche spricht euch an? 
Jasmin nerven Leseproben in Buchhandlungen oder auf Messen, weil sie die eh nie liest. Cool finden wir aber Buchtrailer oder andere, innovative Aktionen, um auf ein Buch aufmerksam zu machen. Buchwerbung ist deswegen auf jeden Fall erwünscht!

?In den Sozialen Medien gibt es täglich Gewinnspiele rund um Bücher. Denkt Ihr, der Markt ist übersättigt oder bringt das dem einzelnen Buch tatsächlich mehr Aufmerksamkeit?
Wir haben selbst noch vor einiger Zeit an vielen Gewinnspielen auf Facebook teilgenommen, aber es verliert für uns langsam seinen Reiz. Es gibt so viele und – das ist nicht böse gemeint – ist es mittlerweile mehr Masse als Klasse. Nichtsdestotrotz wollen wir nicht darauf verzichten und werden auch mal wieder eins auf Facebook veranstalten.

Zum Abschluss möchte ich euch für dieses Interview ganz herzlich danken! Es war spannend und interessant, mal etwas mehr über euch zu erfahren. 

Samstag, 15. Oktober 2016

Buchrezension Witchboy II - Stadt der Hexen von Romana Grimm

Witchboy 2 - Stadt der Hexen

Genre: Paranormaler Jugendroman
Seitenzahl: ca. 667 Seiten
Erhältlich als Print und E-Book bei Amazon

Klappentext: 
Mit knapper Not hat es der junge Hexer Seth Morgan geschafft, die magische Quelle seiner neuen Heimatstadt zu beschützen. Doch ein normaler Teenager zu sein ist ihm nicht vergönnt, denn kurz darauf sorgt die Zerstörung einer benachbarten High School dafür, dass fremde Schüler nach Blackwood Springs kommen. Ihre Ankunft wird von Träumen und schrecklichen Vorkommnissen begleitet, sodass Seth sich fragen muss, ob der Kampf um die Quelle wirklich vorbei ist. Fieberhaft sucht er nach Antworten, doch als er endlich herausfindet, was seine Gegner planen, versinkt Blackwood Springs bereits im Chaos und er und seine Freunde müssen um ihr Leben fürchten ...

Der erste Eindruck
Das Cover passt hervorragend zum Cover des ersten Teils und greift nicht nur Elemente aus dem Buch auf, sondern zieht auch durch die tolle Farbgebung die Blicke auf sich. Für das Genre Jugendbuch perfekt ausgewählt.

Das Leseerlebnis
Der Schreibstil der Autorin ist sehr detailreich, was man grundsätzlich mögen sollte. Ich hatte an einigen Stellen durchaus "Stephen King"-Momente, denn wie der Meister wechseln sich Spannung und Action und vermeintlich nebensächliche Handlungen ab. Ich gebe zu, dass es für mich persönlich an manchen Stellen zu viele Details gab und ich ganz gerne auf die ein oder andere Schulstunde von Seth verzichtet hätte. 

Dieses Buch ist der zweite Band einer Trilogie, Band 1 habe ich vor längerer Zeit schon gelesen und auch damals hat mich die fantasievolle Geschichte des jungen Hexers Seth in ihren Bann gezogen. Die Autorin verfügt über das Talent, fantastische Elemente mit Dingen des Alltags zu verbinden. Ihre Charaktere haben alle Ecken und Kanten und wirken authentisch, nicht nur aufgrund ihrer logischen Handlungsweise, sondern auch wegen der zielsicher verwendeten sprachlichen Feinheiten. Ihre Jugendlichen sprechen ihrem Alter angepasst genau wie die Erwachsenen sich schon an ihrer "Stimme" erkennen lassen. 

Fazit
Seth stolpert augenrollend und atemlos durch sein Leben, das in diesem Buch noch einmal kräftig auf den Kopf gestellt wird. Dachte man schon beim ersten Teil, mehr kann der arme Kerl nicht ertragen, so war man schief gewickelt. Mehr geht immer und so hofft und bangt man mit Seth und seinen Freunden, dass sie ihre Abenteuer unbeschadet überstehen. So ganz gelingt das nicht, wie das fulminante Ende zeigt, aber es gibt ja noch Teil 3 in dem wir drauf hoffen können, dass Seth vielleicht endlich seinen Frieden mit seinen Fähigkeiten als Hexe machen kann. Ich bin schon gespannt, wie es weitergeht und empfehle dieses Buch allen Freunden umfangreicher und detailverliebter Bücher für jung und alt. 



Aktuelles über die Autorin und ihre Bücher findet Ihr auf: 

Blog
Facebookseite
Twitter
Amazon Autorenseite

Witchboy 1 - Stadt der Geister
Witchboy 3 - Stadt der Wölfe


(c) Pixabay
Rezensionen sind Seelenfutter für Autoren, sie sind nicht nur wichtig, um Bücher für potentielle Leser/-innen sichtbarer zu machen, sondern sie sorgen auch für die nötige Motivation, weiterzuschreiben. Rezensionen, die ich auf diesem Blog veröffentliche, erscheinen außerdem bei Amazon, Goodreads und Lovelybooks sowie auf allen meinen Social Media Kanälen.

Dienstag, 11. Oktober 2016

Buchblogger im Interview: Lisas Bücherleben - 11.10.2016

Immer wieder Dienstags:
Buchblogger im Interview

Ich bin nach wie vor auf der Suche nach interessierten Buchbloggern, die mir immer wieder Dienstags hier Rede und Antwort stehen möchten. Meldet euch gerne bei mir!

Allen anderen wünsche ich viel Spaß mit Antworten auf Fragen, die Ihr so oder so ähnlich noch nie gestellt habt. 
Heute im Interview Lisa Helmus über ihren Blog
Lisas Bücherleben


Fragen rund um den Blog

?Wie heißt dein Blog und was bedeutet der Name für dich?
Mein Blog heißt „Lisas Bücherleben“ und was eigentlich nur ein fixer (superunkreativer) Platzhalter war, wurde auf einmal zur festen Adresse und mittlerweile steht der Name sogar auf meinen Visitenkarten.

?Unter welcher Adresse (URL) ist dein Blog zu finden?
Mich findet man hauptsächlich unter http://lisasonnenschein.blogspot.de/, aber auch auf Facebook und Youtube

?Seit wann bloggst du schon?
Ich habe im Juli 2015 wirklich mit meinem eigenen Blog angefangen, bin also seit gut einem Jahr dabei – bei Youtube war ich ein bisschen früher dran.

?Hast oder hattest du noch andere Blogs?
Im eigentlichen Sinne nur den einen – bei Nickypaulas Bücherwelt (Blog und Youtube) bin ich aber auch eine von sechs Mädels, die regelmäßig  Videos aufnehmen und Quatsch zusammen machen ;)

?Worum geht es auf deinem Blog?
Überraschung – um Bücher ;)! Ich bin dabei aber ein echter Allrounder, bei mir findet man gleich nach der Rezension zum angesagten Jugendbuch den tiefgehenden Roman oder auch mal einen Klassiker. Kürzlich habe ich auch mal nicht ganz ernst gemeint ein Fachbuch aus der Pädagogik rezensiert, solche Verrücktheiten können auch immer mal wieder auf dem Blog landen.

?Ich mag das Design und die Farben deines Blogs sehr. Ganz unten werden immer andere tolle Fotos eingeblendet, die zu Flickr verlinkt sind. Gibt es da eine Verbindung zu den Büchern, die du liest, oder ist das zufallsgeneriert?
Die Bilder unten auf meinem Blog sind tatsächlich Fotos, die mein Freund in seiner Freizeit macht. Wenn man sie anklickt, landet man direkt auf seinem Flickr-Profil. Sie stehen also in Zusammenhang mit meiner Freizeit (meistens gehen wir dann doch zusammen in den Zoo oder den Urlaub^^), haben aber nicht wirklich mit meinem Leseverhalten zu tun.

http://lisasonnenschein.blogspot.de/


?Wie viele Follower hast du und ist dir die Zahl wichtig?
Das ist eine schwierige Frage, die ich so gar nicht beantworten kann. Mein Blog ist noch auf dem von Nickypaulas Bücherwelt verlinkt – darüber schauen auch immer mal wieder Leser vorbei. So richtig feste Abonnentenzahlen habe ich nur auf Facebook, da sind es gut 370 Follower mittlerweile. Die Zahl ist mir absolut nicht wichtig, solange ich zu meinen Beiträgen wenigstens ein bisschen Feedback bekomme. Da könnten es auch fünf Leser sein, die sich aber regelmäßig mit mir austauschen.

?Was tust du, um deinen Blog bekannter zu machen?
Ich bin niemand, der anderen Leuten ständig irgendwelche Links unter die Nase reibt. Wenn jemand fragt, bekommt er meine Karte oder einen Link (früher oder später lande ich in einem Gespräch ohnehin immer bei Büchern^^) und wenn ich was Besonderes schreibe, teile ich es auch schonmal in der ein oder anderen Gruppe. Ich käme aber nicht auf die Idee, Hashtags zu verwenden, oder alle meine Rezensionen dreimal zu teilen.

?Hast du eine Strategie, einen eigenen Stil oder eine Besonderheit auf deinem Blog, die die anderen nicht haben?
Ich bin vielseitig. Ich bin nicht die klassische „Uuh, schaut mal, mein Frühstück mit Buch und rein zufällig hatte ich noch diese Plastikblume daneben“-Bloggerin. Wenn ich Fotos poste, zeigen sie etwas Besonderes (müssen sie auch, weil meine Kameraqualität echt erbärmlich ist^^). Außerdem versuche ich meinen Beiträgen und besonders meinen Rezensionen immer ein bisschen Unterhaltungswert beizumischen. Ich bewerte nicht nach Kategorien oder immer demselben Schema. Und dann ist da natürlich auch noch meine Einhornliebe…!

?Veranstaltest du auf deinem Blog hin und wieder besondere Aktionen wie Gewinnspiele, Blogtouren oder vielleicht was ganz anderes?
Mit Blogtouren habe ich bisher keine guten Erfahrungen gemacht – außerdem nervt es mich selber, wenn ich jeden Tag einen Post zur selben Blogtour absetzen muss. Gewinnspiele gibt es allerdings immer mal wieder, bei mir muss allerdings immer eine kleine Bedingung erfüllt werden. „Like und kommentiere“ ala „Ich springe mal in den Lostopf“ finde ich ganz furchtbar. Davon abgesehen denke ich mir meine Besonderheiten ganz spontan aus, was eben so passiert in meinem Leben :).

?Hast du Bloggerkollegen, mit denen du gemeinsame Aktionen planst oder geplant hast?
Da ist natürlich Nicky mit ihren Mädels – mittlerweile habe ich aber auch ein Mini-Netzwerk aufgebaut und like und kommentiere immer mal wieder bei altbekannten Gesichtern. Ich bin aber eigentlich ganz froh, mein eigenes Ding drehen zu können. Dafür habe ich meinen Blog ja auch ursprünglich ins Leben gerufen.

?Wie viel Zeit steckst du am Tag/in der Woche in deinen Blog?
Das ist wirklich unmöglich zu sagen (ich bin eh echt schlecht im Schätzen)! Mehr als gut für mein Studium wäre auf jeden Fall ;)!

?Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft - für deinen Blog oder darüber hinaus?
Ich nehme, was da kommt. Im Moment denke ich ziemlich viel über meine berufliche Zukunft nach und wünsche mir da etwas Klarheit – im Bezug auf den Blog bin ich froh, wenn meine Leser so lieb und treu bleiben, wie sie sind!

Über dich: 

?Wer ist der Mensch oder sind die Menschen hinter dem Blog? Magst du uns ein Foto von dir zeigen?
Hachja, die Fotos… Irgendwie habe ich immer nur gnadenlos unaktuelle Varianten von mir selbst da – das beiliegende ist da noch am nächsten dran^^

Gnadenlos unaktuell und immer fröhlich - Lisa Helmus ;)


?Welchen Beruf übst du im richtigen Leben aus?
Ich bin Masterstudentin der Germanistischen Linguistik – mittlerweile im dritten Semester.

?Hast du neben dem Lesen und dem Bloggen noch Zeit und Lust für andere Hobbies?
Mein Freund ist mein Lieblingshobby! :) Er hält mich auf Trab und sorgt immer wieder für Tagesausflüge und Kinobesuche, leckeres Essen und verrückte Ideen. Davon ab bin ich aber eine begeisterte Bäckerin und lasse es mir nicht nehmen, für jeden Geburtstag etwas Neues und Spektakuläres zu zaubern.

?Print oder E-Reader?
Print! E-Books lese ich wirklich nur, wenn es a) noch kein Print von dem Buch gibt b) ich im Urlaub bin und tonnenweise Bücher brauche oder c) das Buch ein Rezensionsexemplar ist und kein Print vergeben wird.

?Fernseher oder Radio?
Radio – es geht nichts über die richtige Musik, wenn man in der Küche steht und den Kochlöffel schwingt!

?Serie oder Film?
Film – diese ständige Warterei macht mich wahnsinnig. Ist übrigens dasselbe bei Buchreihen; ich bin lieber am Ende, wenn ich am Ende bin ;)!

?Zelt oder Luxushotel?
Zelt – Luxushotels finde ich langweilig.

?Du machst eine Auslandsreise in ein Land, dessen Sprache du nicht sprichst und vergisst dein Buch mitzunehmen. Deutsche Bücher vor Ort gibt es nicht zu kaufen. Was tust du?
So passiert bei meinem Auslandssemester in der Türkei. Ich habe mir einfach englische Bücher von meiner Mitbewohnerin geliehen – ich hatte aber auch eine dermaßen krasse Reizüberflutung, dass ich zum Lesen gar nicht groß gekommen bin. Halb so wild also.

?Was möchtest du uns sonst noch erzählen? Gibt es eine Anekdote oder ein Geheimnis, das du ausplaudern möchtest?
Es gibt zwei Anekdötchen über mein Leseverhalten:
1) Ich muss immer wissen, wie viele Seiten ein Buch hat, um abschätzen zu können, wie viel ich noch vor mir habe.
2) Ich kann die Selbstdarsteller unter den Autoren nicht leiden – ich würde kein Buch kaufen, auf dessen Cover der Autorenname größer abgedruckt ist als der Titel oder auf dem etwas ala „Soundsooft schon verkauft“ oder „Der Erfolg aus den USA“ steht.

Über das Lesen:

?Wie viel liest du am Tag?
Das ist stark abhängig von meinem aktuellen Arbeitspensum an der Uni. Wenn ich den Tag im Fernbus verbringe und außer Lesen nichts zu tun habe, können es so 700 Seiten schon werden. Es gibt aber auch viel zu viele Tage, an denen ich gar nicht lese.

?Was kostet dich dein Hobby Lesen monatlich?
*Räusper* Das weiß nur die NSA^^

?Wo liest du am liebsten?
Auf meiner Couch zusammengefaltet (ehrlich, ich nehme immer die merkwürdigsten Positionen ein, wenn ich in einem Buch versunken bin).

?Welches Genre bevorzugst du und weichst du auch mal davon ab?
Es gibt eigentlich nur drei Genres, die ich so gar nicht mag – superkitschige Romantikbücher, Erotik und Krimis (da gibt es aber Ausnahmen). Ansonsten kann ich mich echt auf ALLES einlassen.

?Aus der Rubrik "Über mich" kann ich sehen, wir haben eine ähnliche Lese-History. Anne Rice und Stephen King haben auch mich lange begleitet. Welcher Anne Rice Vampir war dein Favorit? 
Das ist ja wohl hoffentlich keine ernst gemeinte Frage? Ich war soooo verknallt in Lestat! Er ist so souverän, stolz und gleichzeitig weiß er aber selber nicht so richtig, was er in dieser Welt noch soll. Eine unfassbar tolle Romanfigur und für mich als Philosophiestudentin ein leuchtendes Vorbild ;). Aber es ist wirklich ewig her, dass ich diese Bücher gelesen habe. Ich war 14 als ich mit Anne Rice in Berührung kam.

Nickypaulas Bücherwelt - ein Gemeinschaftsprojekt auf Youtube

?Was war das letzte Buch, das dich richtig gefesselt hat?
Das ist schwer zu beantworten, weil ich wirklich nicht leicht zu begeistern bin. Aber ich glaube es war „Die Krankheitensammlerin“ von Kia Kahawa – ein wahnsinnig tolles Spagat-Buch zwischen Witz und Ernst des Lebens. Es geht um Selbstzweifel und wie man damit umgehen kann (Wow, das klingt echt supertrocken… Mir fällt aber grade keine bessere Umschreibung ein, ohne zu Spoilern). Ich bin gespannt, was von dieser Autorin noch kommt.

?Welches Buch möchtest du unbedingt noch / als nächstes lesen?
Ja. :P Nein, mal im Ernst – da gibt es einfach zu Viele grade.

?Was machst du, wenn dir ein Buch überhaupt nicht gefällt?
Ich lese es bis zum Schluss und ärgere mich dann^^ Ich breche keine Bücher ab, das ist mir bis jetzt nur zweimal passiert und das ist echt ewig her.

?Das Buch ist handwerklich einwandfrei, aber entgegen deiner Erwartung gefällt dir die Story nicht. Wie gehst du damit um?
(Hier würde ich mich wiederholen)

?Wie sehr stören dich schlecht lektorierte Bücher, deren Story dir trotzdem gefällt?
Das kommt ganz drauf an, WIE schlecht lektoriert sie sind^^. Ich kann über Rechtschreibfehler hinwegsehen, aber nicht, wenn in jedem Satz einer ist. So oder so werde ich ein Buch bis zum (bitteren?) Ende durchziehen.

?Was ist schlimmer? Rechtschreibfehler oder Logik-/Plotfehler? Und wie sehr stört das eine oder andere deinen Lesefluss? 
Ich bin eher schlecht darin, Plotfehler zu finden. WENN ich aber welche finde, werde ich schon mal ziemlich biestig (weil sie dann schon echt dramatisch sein müssen). Rechtschreibfehler stören mich wie gesagt nur bei Häufungen. Viel schlimmer als die beiden Sorten sind aber Ausdruckssachen – wenn Redewendungen falsch formuliert oder umgestellt werden oder zum Beispiel moderne Floskeln in mittelalterlich angehauchten Fantasybüchern zu finden sind. Da muss ich dann wirklich das Buch erstmal zuklappen.

?Magst du Leseproben zu Büchern oder reichen dir Klappentext und Cover? Was muss in einer Leseprobe drin stehen, damit du den Rest des Buches lesen willst?
Ich hab’s wirklich versucht, aber ich bin einfach kein Leseprobenmensch. Das gibt mir nichts. Da hole ich mir lieber auf Verdacht hin gleich das komplette Buch. Am wichtigsten zur Buchauswahl ist mir der Klappentext, der muss wirklich stimmen.

Über Rezensionen:

?Autoren sehnen sich nach Lesern, die Rezensionen schreiben. Du machst das und dafür danke ich dir im Namen aller Autoren. Was hat dich dazu gebracht, damit anzufangen?
Das war mal wieder Nicky. Die Gute hat mich einfach vor die Kamera gesetzt und mich meine Lieblingsbuchreihe rezensieren lassen (übrigens meine Krimi-Ausnahme: Die Montalbano-Bücher von Andrea Camilleri). Und schriftlich hatte ich irgendwann genau so viel Spaß daran :).

?Beim Lesen deiner Rezensionen fällt mir deine lockere Art auf, mit der du deine Meinung gleichzeitig witzig, aber wo nötig auch kritisch rüberbringst. Planst du die Rezension, oder schreibst du drauf los, was dir einfällt.
Dankeschön! :)
Ich schreibe absolut drauflos. Ich schreibe meine Rezensionen auch nicht in festen Kategorien oder vergebe Sterne. Ich schreibe darüber, was mir aufgefallen ist und was ich erwähnenswert finde und der Leser kann sich dann selber überlegen, wie schwer er diesen Punkt gewichtet und ob das Buch was für ihn ist.

?Worauf achtest du beim Verfassen deiner Rezensionen?
Möglichst objektiv zu bleiben. Ich kann ja nur von mir selbst und meinem Leseerlebnis schreiben – ich weiß aber, wenn mich ein Punkt gestört hat, dass ich da evtl. empfindlich bin (zum Beispiel reagiere ich sehr allergisch auf kitschige, klischeehafte Liebesgeschichten in Büchern). Das sage ich dazu, um nicht unfair zu werden und versuche immer, meine Kritik (so vorhanden) möglichst genau aufzudröseln, um nachvollziehbar zu bleiben. Meckern kann jeder, mir ist die Begründung dazu aber wichtig.

?Was ist für dich eine gute Rezension? Gehört spoilern dazu oder geht das gar nicht?
NIEMALS! Eine gute Rezension ist für mich absolut spoilerfrei (die Handlungsbeschreibung geht bei mir nie über den Klappentext hinaus) und was für mich auch gar nicht geht, ist das Copy-and-Pasten von Klappentexten oder sowas. Ich versuche, jede Rezension individuell an mein Leseerlebnis anzupassen und ich finde, das verdient auch eine eigene Inhaltsangabe.

?Was hältst du von der durch Amazon ausgelösten Manie, ein Buch unter fünf Sternen gar nicht mehr anzuschauen? Wie denkst du, kann man das Bewertungssystem dort wieder fairer gestalten?
Ich fürchte auf Amazon ist wirklich Hopfen und Malz verloren… Ich käme nie auf die Idee, einen Buchkauf von den Bewertungen dort abhängig zu machen. Das Problem dabei ist natürlich, dass man als Rezensentin eigentlich daran angepasst bewerten müsste. Dagegen wehre ich mich aber standhaft und für mich ist eben eine 4-Sterne-Rezension immer noch verdammt gut und kein Grund, ein Buch nicht zu kaufen.

Lisas Bücherleben bei Facebook


?Veröffentlichst du auch Rezensionen außerhalb deines Blogs?
Na klar – meine Rezensionen gehen im Normalfall auf Youtube, Facebook, Lovelybooks und Amazon hoch. Es sei denn natürlich, es ist anders gewünscht.

?Wie wirst du auf die Bücher aufmerksam, die du rezensierst?
Durch begeisterte Kommentare von Freunden, Empfehlungen, Anfragen von Autoren oder einfach durch das Stöbern im Bloggerportal der Randomhouse Verlagsgruppe. Eine Hype-Käuferin bin ich aber ganz und gar nicht.

?Bewirbst du dich bei Verlagen/Autoren um Rezensionsexemplare?
Bei Autoren habe ich mich tatsächlich noch nie beworben (ich gehe da über den Verlag), verschiedene Verlage habe ich aber natürlich schon angeschrieben und eigentlich nie schlechte Erfahrungen gemacht :).

Autoren und Verlage:

?Hast du Lieblingsautoren/Lieblingsverlage? 
Ich liebe Cornelia Funke! Aber von Lieblingsverlagen kann ich nicht sprechen, dafür ist das Angebot dort einfach zu vielfältig.

?Liest und rezensierst du Bestseller/bekannte Autoren? 
Klar, wenn sie mir unter die Finger kommen^^.

?Liest du auch Indiebücher, also Autoren aus Kleinverlagen oder Selfpublisher? 
Auch das gerne – für viele Blogger ist das Cover ja ein wichtiger Faktor zum Buchkauf. Ich bin da nicht so, deswegen habe ich schon sehr viele Perlen gefunden.

?Die meisten Indies sind nicht im normalen Buchladen zu finden. Wie wirst du auf sie aufmerksam? 
Indem sie mich anschreiben – ich reagiere aber auch sehr gerne auf „Gibt es hier Blogger, die mein Buch rezensieren würden“-Posts auf Facebook, wenn mich der Klapptentext anspricht.

?Was hältst du von Buchwerbung? Welche nervt, welche spricht dich an? 
Ich bin nicht genervt von Buchwerbung, solange sie mir nur einmal am Tag über den Weg hüpft. Sehr sympathisch war mir kürzlich ein Brief auf speziellem „Buchbriefpapier“. Die ersten Worte des Autors waren „Schreiben heißt auch immer Hausieren“, als müsste er sich entschuldigen. Anschließend gab es eine kurze Vorstellung von Autor und Buch. Das war wirklich eine tolle Aktion und das Buch steht mittlerweile in meinem Regal^^.

?In den Sozialen Medien gibt es täglich Gewinnspiele rund um Bücher. Denkst du, der Markt ist übersättigt oder bringt das dem einzelnen Buch tatsächlich mehr Aufmerksamkeit?
Ich habe nichts gegen Gewinnspiele und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein gewonnenes Buch zu den anderen gestellt und nie wieder angerührt wird. Also bringen wird das dem Autor schon etwas (ich bin mal optimistisch^^). Was mich nur nervt, ist diese Lemming-Mentalität. Wenn ich ein Gewinnspiel starte, darf ich erwarten, dass wenigstens der Text bis zum Schluss gelesen wird. Wenn ich auf eine Gewinnspielfrage ala „Wo liest du am liebsten“, die wirklich nicht schwer zu beantworten wäre, also als Antwort in den Kommentaren lese: „Danke für das tolle Gewinnspiel, ich hüpfe für alle drei Bücher in den Lostopf“, macht mich das wirklich traurig… Dann wähle ich eben nur zwischen drei Leuten meinen Gewinner aus.

?Zum Abschluss möchte ich dir für dieses Interview ganz herzlich danken! Es war spannend und interessant, mal etwas mehr über dich zu erfahren. Vielleicht magst du uns zum Abschied ein Foto deines Bücherregals zeigen, falls vorhanden? Oder irgendetwas anderes, das du uns gerne zeigen möchtest?  
Vielen Dank für die tollen Fragen an mich! Ich habe wirklich noch ein bisschen was über mich selbst gelernt ;). Ein Bild von meinem Bücherregal ist wahrscheinlich keine gute Idee *Chaos und Zerstörung*, aber ich schicke mal ein Bild von Käthe mit, meinem pummeligen Seitenmaskottchen. Einhörner für alle!

Käthe ist nicht pummelig, sie ist nur zu klein für ihr Gewicht!




Dienstag, 4. Oktober 2016

Buchblogger im Interview: Rohan de Rijk - 04.10.2016

Immer wieder Dienstags:
Buchblogger im Interview

Ich bin nach wie vor auf der Suche nach interessierten Buchbloggern, die mir immer wieder Dienstags hier Rede und Antwort stehen möchten. Meldet euch gerne bei mir!

Allen anderen wünsche ich viel Spaß mit Antworten auf Fragen, die Ihr so oder so ähnlich noch nie gestellt habt. 
Heute im Interview Ralf Niemietz über seinen Blog
Rohan de Rijk


Fragen rund um den Blog

?Wie heißt dein Blog und was bedeutet der Name für dich?
Mein Blog heißt: Rohan de Rijk. Der Name ist mein Pseudonym, unter dem ich meine Kurzgeschichten, Romane, Gedichte und den Bildband veröffentliche.

?Unter welcher Adresse (URL) ist dein Blog zu finden?
www.rohan-de-rijk.de

www.rohan-de-rijk.de


?Seit wann bloggst du schon?
Ich habe 2016 angefangen.

?Hast oder hattest du noch andere Blogs?
Nein, das ist meine Feuertaufe.

?Worum geht es auf deinem Blog?
Ich versuche, den Spagat zwischen einem klassischen Blog und einer Web-Site zu schaffen. Dies bedeutet, Themen, die mich bewegen, und Informationen über mich als Schriftsteller unter einen digitalen Hut zu bekommen.

?Dein Blog fällt im Vergleich zu den üblichen Blogs, die ich hier vorstelle aus dem Rahmen. Du bist nicht der "typische Buchblogger", sondern bezeichnest dich selbst als Schriftsteller, Blogger und Künstler. Erzähl uns, was du uns durch deinen Blog mitteilen willst. Wie sieht der potentielle Leser deiner Artikel aus?
Ich habe den Blog nach meinem Künstlernamen, Rohan de Rijk, benannt. Für mich war es wichtig, beides auf einer Site darzustellen (Blog und Web-Site). Da ich nicht möchte, dass sich Blog-Artikel und die Infos über mich als Schriftsteller über mehrere Web-Sites zerfasern. Der potentielle Leser interessiert sich für das Schreiben, aber auch, wie andere, in diesem Fall ich, mit der Materie „Wort“ umgehen. 

?Wie viele Follower hast du und ist dir die Zahl wichtig? 
Ich weiß es nicht. Ich habe auch keine Statistik für den Blog. Ich finde es wichtiger, wenn sich Leser an mich wenden, das andere sind nur Zahlen.

?Was tust du, um deinen Blog bekannter zu machen? 
Im Moment schreibe ich nur meinen Facebook-Freunden, dass ein neuer Artikel im Blog steht. Es ist ein wenig wenig, aber ich oute mich: Ich bin faul.

?Hast du eine Strategie, einen eigenen Stil oder eine Besonderheit auf deinem Blog, die die anderen nicht haben? 
Ich denke, dass ich ein gutes Gespür für Grafiken habe, als gelernter Medien-Designer bin ich vorbelastet. Gute Texte und gute Grafiken sind für mich das beste Rezept für einen erfolgreichen Blog. Die Schönheit der Worte und Grafiken sind wie eine gute Komposition, nur wenn alles stimmt, kann Harmonie entstehen.

?Veranstaltest du auf deinem Blog hin und wieder besondere Aktionen wie Gewinnspiele, Blogtouren oder vielleicht was ganz anderes? 
Nein bis jetzt noch nicht. Aber das ist heute, mal schauen, was morgen wird.

?Hast du Bloggerkollegen, mit denen du gemeinsame Aktionen planst oder geplant hast? 
Nein, im Moment bin ich noch Blog-Eremit.

?Wie viel Zeit steckst du am Tag/in der Woche in deinen Blog? 
Leider viel zu wenig. Schätze, es sind ein bis zwei Stunden die Woche. Sorry Blog.

?Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft - für deinen Blog oder darüber hinaus? 
Ich hätte gerne ein bisschen mehr Meer.

Über dich: 

?Wer ist der Mensch oder sind die Menschen hinter dem Blog? Magst du uns ein Foto von dir zeigen? 
Groß. Sensibel. Feinfühlig. Ich mag es auch einmal, im übertragenen Sinne, nach oben zu schauen. Dort, wo niemand hinsieht, verbergen sich Schätze.

"Dort wo niemand hinsieht, verbergen sich Schätze" - Ralf Niemietz


?Welchen Beruf übst du im richtigen Leben aus? 
Im richtigen Leben bin ich Software-Berater für das Land Nordrhein-Westfalen.

?Hast du neben dem Lesen und dem Bloggen noch Zeit und Lust für andere Hobbies? 
Wenn ich nicht schreibe, lese oder blogge, dann verbringe ich Zeit mit meiner Familie. Und manchmal greife ich noch zur Gitarre und spiele ein wenig Heavy Metal.

?Print oder E-Reader?
Beides.

?Fernseher oder Radio?
Fernsehen zu Hause und Radio im Auto.

?Serie oder Film? 
Beides. Ok, eher Serien, ich schlafe immer vor dem Fernsehen ein und bei den Serien muss man nicht immer so lange vorspulen, bei dieser kleinen Box von einem ehemals Buchhändler.

?Zelt oder Luxushotel? 
Im Sommer Zelt, im Winter Luxushotel.

?Du machst eine Auslandsreise in ein Land, dessen Sprache du nicht sprichst und vergisst dein Buch mitzunehmen. Deutsche Bücher vor Ort gibt es nicht zu kaufen. Was tust du? 
Ich glaube, ich würde mir etwas mit ganz vielen Bildern kaufen, ein Comic.

?Was möchtest du uns sonst noch erzählen? Gibt es eine Anekdote oder ein Geheimnis, das du ausplaudern möchtest? 
Ja, da gibt es viele, aber eine kurze Anekdote habe ich: Der Nachname von meinem Pseudonym stammt von einer niederländischen Lastwagenaufschrift.

Über das Lesen:

?Wie viel liest du am Tag? 
Es ist unterschiedlich. Mal gar nicht und bei einem guten Buch können es auch schon einmal 200 Seiten sein.

?Was kostet dich dein Hobby Lesen monatlich? 
Habe ich noch nie nachgerechnet, aber der Kühlschrank ist immer voll, also scheine ich es nicht zu übertreiben.

?Wo liest du am liebsten? 
Im Garten, auf dem Sofa: Hauptsache es ist gemütlich.

Ralf mag's gemütlich.

?Welches Genre bevorzugst du und weichst du auch mal davon ab? 
Ich liebe Horror und Autobiografien. Ja ich weiche auch manchmal ab, aber eins werde ich nie machen: Groschenromane mit Weißkitteln lesen.

?Was war das letzte Buch, das dich richtig gefesselt hat? 
„Unterwegs“ von Jack Kerouac. Besonders gefallen hat mir die Art, wie er das Buch geschrieben hat. Kerouac hat das Buch auf einer einzigen Schriftrolle geschrieben. Er hat die Blätter aneinander geklebt, so dass er nicht von dem Papierwechsel abgelenkt wurde (einige Quellen sprechen auch von aneinandergeklebten Faxrollen.)

?Welches Buch möchtest du unbedingt noch / als nächstes lesen? 
„Der Fänger im Roggen“ von J. D. Salinger.

?Was machst du, wenn dir ein Buch überhaupt nicht gefällt? 
Ich gebe dem Buch erst einmal eine Chance und warte, wie sich die Geschichte entwickelt. Ansonsten stelle ich es zurück zu seinen Kumpels ins Bücherregal.

?Wie sehr stören dich schlecht lektorierte Bücher, deren Story dir trotzdem gefällt? 
Ein Schriftsteller sollte sich die Mühe machen, sein Buch auf Herz und Nieren zu prüfen. Das Netz ist voll von Lektoren und Testlesern. Sicherlich, es kostet Geld. Aber alle Mühe ist umsonst, wenn man am falschen Ende spart.

?Was ist schlimmer? Rechtschreibfehler oder Logik-/Plotfehler? Und wie sehr stört das eine oder andere deinen Lesefluss? 
Beides. Ich kenne es aus meiner eigenen Praxis, es schleichen sich Fehler ein, weil man irgendwann blind für seine eigenen Texte wird. Man suggeriert dem Leser, dass man sich keine Mühe gegeben hat. Und wer Geld bezahlt, hat ein Recht darauf, dass sich der Schriftsteller, Lektor und Verlag Mühe geben.

?Magst du Leseproben zu Büchern oder reichen dir Klappentext und Cover? Was muss in einer Leseprobe drin stehen, damit du den Rest des Buches lesen willst? 
Ich bekenne mich zum zweiten Mal zu meiner Faulheit. Der Klappentext und das Cover müssen bei mir die Neugierde wecken, sonst wandert das Buch wieder ins Regal. 

Autoren und Verlage:

?Hast du Lieblingsautoren/Lieblingsverlage? 
Mein Lieblingsautor ist Stephen King. Als Mensch ist er bescheiden geblieben und arbeitet seit Jahren hart.

?Liest du auch Indiebücher, also Autoren aus Kleinverlagen oder Selfpublisher? 
Ja, aber selten.

?Die meisten Indies sind nicht im normalen Buchladen zu finden. Wie wirst du auf sie aufmerksam? 
Meistens auf Amazon, oder einer meiner Facebook-Freunde hat einen Titel herausgebracht, der mich interessiert.

?Was hältst du von Buchwerbung? Welche nervt, welche spricht dich an? 
Werbung gehört zum Verkaufen. Aber sie sollte gut gemacht sein und mit Bedacht eingesetzt werden. Viel kann manchmal zu viel sein.

?In den Sozialen Medien gibt es täglich Gewinnspiele rund um Bücher. Denkst du, der Markt ist übersättigt oder bringt das dem einzelnen Buch tatsächlich mehr Aufmerksamkeit?
Gewinnspiele gehören wie die Werbung dazu. Für mich hören die Gewinnspiele immer mit dem „Like“ oder „Kommentar“ auf. Ich finde, man sollte mit dem Gewinner in den Sozialen Medien interagieren. Dies wäre z. B. der Beweis, dass das Gewinnspiel auch stattgefunden hat.

Zum Abschluss möchte ich dir für dieses Interview ganz herzlich danken! Es war spannend und interessant, mal etwas mehr über dich zu erfahren. 

Ralfs Schatztruhe