Sonntag, 18. September 2016

Buchrezension: Mit deinen Augen von Jana Zenker

Mit deinen Augen von Jana Zenker

Genre: Gegenwartsliteratur, Liebesroman
Seitenzahl: ca. 274 Seiten
Erhältlich als E-Book in allen gängigen Shops

Klappentext: 
Dunkelheit, schwarz, ewige Nacht ... Helena tappt durch Pauls Welt, wie Paul durch die Welt der Sehenden. Als sie beginnt, die Blindheit ihres Freundes zu akzeptieren, ist es beinahe zu spät für ihre Beziehung.

Der erste Eindruck
Das Cover gefällt mir sehr gut, die "fehlenden Farben" und die gewählte Schriftart deuten bereits auf das Handicap des Protagonisten hin. Es ist minimalistisch wie die Wohnung des blinden Paul, in dessen Leben Lene hineinstolpert. 

Das Leseerlebnis
Das Buch ist dank des flüssigen Schreibstils der Autorin leicht zu lesen, obwohl das Thema nur an der Oberfläche leicht ist. In Wahrheit hat es mehr Tiefgang, als man bei Liebesgeschichten normalerweise findet. Sehr gut hat mir die realistische Darstellung gefallen, mit der Lene zu Beginn ihrer Beziehung mit Paul seine Blindheit noch nicht als Problem sieht. Sie ist überzeugt davon, dass sie gemeinsam alle Schwierigkeiten meistern werden, bis nach und nach der Alltag und die Realität sie einholen und es zunehmend schwerer wird, Paul in seine eigene Welt zu folgen. Für die sehende Lene ist es eine Gratwanderung zwischen Liebe, Aufopferung und gluckenhafter Betreuung, die für Paul den Verlust seiner Selbständigkeit bedeuten. 

Wunderschön geschrieben fand ich die Liebesszene, die mit gefühlvollen Worten und nachvollziehbaren Gefühlen gespickt ist. 

In der Hälfte des Buchs wandelt sich der Stil etwas. Das Buch nimmt den Leser mit, fort von Paul und seinem Handicap mehr zu Lene und ihren Problemen, mit der gescheiterten Beziehung klarzukommen. Ich habe mit den beiden gelitten und geweint, denn man möchte einfach, dass sie einen Weg finden, zusammenzubleiben und ihre Liebe nicht am Alltag scheitert. 

Ein paar wenige Schreibfehler im Buch sind leicht irritierend, weil sie so merkwürdig falsch sind und der Rest des Buchs völlig fehlerfrei daher kommt, sie schmälern das Leseerlebnis aber in keinster Weise.

Fazit
Ein Buch, das ich jederzeit noch einmal lesen würde. Die Autorin beschreibt Alltagsszenen, die Stadt Berlin und die Gefühle ihrer Protagonisten mit scheinbarer Leichtigkeit und einer so genauen Detailtreue, dass man während des Lesens alles genau vor Augen hat. Eine klare Leseempfehlung für Leser, die Geschichte, wie sie das Leben schreibt, mögen. 

Da dieses Buch bei Neobooks erschienen ist, erscheint diese Rezension auch dort.


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(c) Pixabay
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Kommentare:

  1. Liebe Mona,

    von dem Buch hatte ich bis jetzt noch gar nichts gehört, aber deine Rezension hört sich wirklich schön an. Das Thema ist ein schwieriges und die Umsetzung klingt gelungen. Werde ich mir auf jeden Fall mal genauer ansehen ;)

    Ganz liebe Grüße und eine schöne Woche,
    Sophie
    www.buchstabenmagie.blogspot.de

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    1. Liebe Sophie, habe deinen Kommentar gerade erst entdeckt, irgendwie wurde die Benachrichtigung zur Freischaltung verschluckt. Dafür aber jetzt und vielen Dank für dafür! <3 Mach das unbedingt, das Buch ist wirklich sehr schön umgesetzt. :) LG Mona

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