Dienstag, 2. August 2016

Buchblogger im Interview: Celines Bücherwelt - 02.08.2016

Immer wieder Dienstags:
Buchblogger im Interview

Ich bin nach wie vor auf der Suche nach interessierten Buchbloggern, die mir immer wieder Dienstags hier Rede und Antwort stehen möchten. Meldet euch gerne bei mir!

Allen anderen wünsche ich viel Spaß mit Antworten auf Fragen, die Ihr so oder so ähnlich noch nie gestellt habt. 
Heute im Interview Celine Appenrodt über ihren Blog
Celines Bücherwelt


Fragen rund um den Blog

?Wie heißt dein Blog und was bedeutet der Name für dich?
Mein Blog heißt Celines Bücherwelt und eigentlich finde ich den Namen, jetzt im Nachhinein betrachtet, relativ unkreativ. Aber natürlich ist es durch meinen Namen davor auch persönlich und irgendwie denke ich auch (oder vielleicht hoffe ich es?), dass nicht so viele Bloggerinnen Celine heißen. Ich hätte generell am Anfang gedacht, dass der Blog ziemlich klein bleibt und mir daher nicht so die Gedanken um den Namen gemacht.

?Unter welcher Adresse (URL) ist dein Blog zu finden?
http://celinesbuchwelt.jimdo.com

Celines Bücherwelt


?Seit wann bloggst du schon? 
Ich blogge jetzt schon seit Februar 2015. Niemals hätte ich gedacht, dass ich so lange durchhalte, regelmäßig zu posten. Aber es ist möglich. :)

?Hast oder hattest du noch andere Blogs?
Nein, noch nie.

?Worum geht es auf deinem Blog?
Es geht natürlich, wie der Name schon sagt, vor allem um Bücher. Mich interessiert nicht unbedingt, dass es viele Neuerscheinungen sind, wobei ich sagen muss, dass ich seit ich den Blog habe, viele neue Bücher lese, die man ein paar Wochen später in den Bestsellerregalen der großen Buchläden sieht.

?Erzähl uns unbedingt mehr über "Black is beautiful" und Mäxchen, deinen Kater!
Mäxchen ist jetzt sechs Jahr alt geworden vor ein paar Wochen. Für mich ist er nicht nur ein Kater, sondern ein vollwertiges Familienmitglied, was mir so viel bedeutet wie ein kleiner Bruder. Es wundert mich eigentlich ein bisschen, dass ich nicht von Anfang an auf die Idee gekommen bin, ihm einen Part auf meinem Blog zu widmen... Der erste Teil von „Black is beautiful“ war dann schon ein kleiner Erfolg und einige wollten wissen, wie es damit weiter geht.
Am 2. März hat er sich das erste Mal meinen Besuchern vorgestellt. Vielleicht habe ich diese Rubrik erstellt, weil ich gemerkt habe, dass ich irgendetwas Bleibendes von meinem kleinen dicken Mäxchen haben wollte. Im letzten Jahr habe ich gemerkt, wie schnell sein kleines Katzenleben hätte vorbei sein können. Seitdem bedeutet er mir, glaube ich, noch mehr. Es interessiert mich nicht mehr, dass seine Haare hier überall rumflattern oder er den größten Teil des Bettes einnimmt. Ich bin einfach froh, dass er da ist. Sicher werde ich ihn schmerzlich vermissen, wenn ich im Oktober zu Hause ausziehe...

?Wie viele Follower hast du und ist dir die Zahl wichtig? 
Da ich meinen Blog bei Jimdo habe, gibt es nicht so ein Google Follower-Widget. Ich schätze, die meisten haben ein Google-Konto und es ist somit leichter, die Follower nachzuverfolgen. Bei Bloglovin habe ich momentan elf Follower. Dazu kommen noch einige liebe Menschen, die mir so folgen und zu denen ich auch recht viel persönlichen Kontakt pflege. An sich ist mir die Zahl nicht wichtig, mich interessiert eher, welche Menschen dahinter stecken. Ein lieber Kommentar ist mir mehr wert als zehn Follower.

?Was tust du, um deinen Blog bekannter zu machen? 
Ich habe eine Facebook-Seite erstellt, aber auch das hilft nicht so sehr, den Blog bekannter zu machen. Wie gesagt, es ist ist mir auch eigentlich nicht wichtig, wie viele Menschen meinen Blog sehen, sondern eher, dass es liebe Menschen sind, die ihn lesen und eventuell auch mal einen kleinen Kommentar da lassen.

?Hast du eine Strategie, einen eigenen Stil oder eine Besonderheit auf deinem Blog, die die anderen nicht haben?
Na ja, ich hoffe ja, dass mein Mäxchen und die Rubrik „Black is beautiful“ schon kleine Alleinstellungsmerkmale sind. Es gibt zwar viele, die ein Blogmaskottchen haben, aber eine lesende Katze? Also bitte... So intelligent ist ja wohl nur mein Mäxchen ;)

?Dein Blog hat eine tolle Zitate-Sammlung mit Zitaten aus gelesenen Büchern. Gibt es ein absolutes Lieblingszitat für dich?
Ja, die Zitate-Sammlung... Die ist im letzten Jahr leider irgendwie etwas in den Hintergrund gerückt. Ich weiß gar nicht genau, warum... Da werde ich mich bestimmt die nächsten Wochen mal wieder drum kümmern.
Mit dem Lieblingszitat ist es schwer, da ich ja eigentlich fast nur Lieblingszitate überhaupt veröffentliche. Für mich ist es wichtig, dass diese Zitate eine tiefere Bedeutung haben. Vielleicht ist das eines, welches diesen tieferen Sinn auf jeden Fall hat:
Wenn wir nichts vom Leben erwarten und verlangen würden, könnten wir uns auch einfach in eine Ecke legen und sterben.
- Erik Axl Sund: Schattenschrei
?Veranstaltest du auf deinem Blog hin und wieder besondere Aktionen wie Gewinnspiele, Blogtouren oder vielleicht was ganz anderes? 
Bei mir gab es bisher zwei Gewinnspiele. Eines habe ich gemeinsam mit einer Autorin veranstaltet, bei dem anderen gab es ein Buch zu gewinnen, was mir persönlich nicht gefallen hat. Da wollte ich einfach, dass es in ein Regal kommt, wo es lieb gewonnen wird.
Bei mir sind das allerdings eher Gelegenheitsgewinnspiele und nichts, was ich häufiger oder regelmäßig mache.

?Hast du Bloggerkollegen, mit denen du gemeinsame Aktionen planst oder geplant hast? 
Ja! Meine liebe Jane von http://mademoiselle-cake-liest.blogspot.de/ hat eine Aktion, die nennt sich „Vergessene Schätze“. Bei dieser stelle ich ab und an einen Schatz vor, der meiner Meinung nach zu wenig gewürdigt wird.
Dann gibt es noch unsere „12 Momente“. Bei der Aktion lesen Jane und ich jeden Monat ein Buch gemeinsam und tauschen uns über unseren Lesefortschritt aus. Das finde ich total klasse und spannend. Wer daran teilnehmen möchte und vielleicht ein Buch hat, welches auf unserer Liste steht, kann sich gern bei uns melden.
Und dann gibt es noch meine „Let's read Classics“-Challenge, die ich am Welttag des Buches ins Leben gerufen habe. Dafür habe ich mir einige Klassiker (oder was ich dafür halte) ausgewählt und mir vorgenommen, sie irgendwann in meinem Leben zu lesen. So ganz ohne Zwang. Jedes Jahr zum Welttag des Buches wird es dann einen Update-Post geben, in dem ich zeige, welche Bücher ich geschafft habe und ob ich mit dem Fortschritt zufrieden bin. Auch da könnt ihr jederzeit einsteigen.

?Wie viel Zeit steckst du am Tag/in der Woche in deinen Blog? 
Puh, das ist schwierig. Ich versuche eigentlich, alle zwei Tage einen Post online zu stellen. Das dauert vielleicht eine halbe Stunde am Tag oder so. Aber es gibt ja noch das ganze Drumherum. Die Organisation der Rezensionsexemplare, das Sortieren meines Bücherregals... Und natürlich auch das Lesen. Vor allem Letzteres nimmt natürlich viel Zeit in Anspruch, wobei ich das auch machen würde, wenn ich den Blog nicht hätte.

?Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft - für deinen Blog oder darüber hinaus? 
Für meinen Blog wünsche ich mir, dass noch ganz viele tolle Menschen vorbeischauen und vielleicht das ein oder andere tolle Buch entdecken. Denn das ist es doch, was der Blog eigentlich zeigen soll – Buchtipps.
Für mich selbst wünsche ich mir natürlich ein glückliches Leben mit einer tollen Familie und einem spaßigen Job. Und natürlich, dass mein Mäxchen mir lange erhalten bleibt. ♥

Über dich: 

?Wer ist der Mensch oder sind die Menschen hinter dem Blog? Magst du uns ein Foto von dir zeigen? 
Ich bin Celine, 18 Jahre alt. Erst vor Kurzem habe ich mein Abitur gemacht – das Bild stammt vom Abiball. Ich lebe noch in einem kleinen Dorf in Thüringen, ziehe aber bald zum Studieren um. Schon viele Jahre bin ich ein absolutes Dorfkind, engagiere mich im Kirmesverein und mache eigentlich auch sonst alles, was Dorfkinder eben so machen. :D
Seit ich 15 bin, arbeite ich nebenbei immer wieder für unsere Tageszeitung und bin Chefredakteurin unserer Schülerzeitung gewesen. Das Schreiben bedeutet mir also eigentlich alles – ebenso wie das Lesen.

Celine Appenrodt

?Welchen Beruf übst du im richtigen Leben aus? 
Bis Ende April bin ich noch zur Schule gegangen. Jetzt habe ich vor Kommunikations- und Medienwissenschaften oder Anglistik zu studieren. Mal sehen, bei welchem Studiengang ich angenommen werde. Ich möchte aber mit beidem definitiv in die Medienrichtung gehen. Die redaktionelle Arbeit macht mir unheimlich viel Spaß.

?Hast du neben dem Lesen und dem Bloggen noch Zeit und Lust für andere Hobbies? 
Ich mache das, was junge Mädchen eben so machen – Mit Freundinnen shoppen fahren, feiern gehen oder einfach nur gemütlich im Bett rumlungern und quatschen. Momentan mache ich ein längeres Praktikum in Vollzeit, sodass ich eigentlich wenig Zeit habe, abends noch etwas anderes zu tun als zu lesen. Natürlich spielt auch meine Familie eine große Rolle in meinem Leben. Häufig fahre ich nach der Arbeit noch zu meinen Großeltern und Urgroßeltern.

?Print oder E-Reader?
Schwierige Frage – ich liebe es, ein gedrucktes Buch in der Hand zu halten, aber meine Bücherregale machen das langsam nicht mehr mit. Absolutes Überfüllungsproblem... :D

?Fernseher oder Radio?
Zu Hause definitiv Fernseher. Radio nur im Auto.

?Serie oder Film? 
Film.

?Zelt oder Luxushotel? 
Zelt. Dorfkind eben.

?Du machst eine Auslandsreise in ein Land, dessen Sprache du nicht sprichst und vergisst dein Buch mitzunehmen. Deutsche Bücher vor Ort gibt es nicht zu kaufen. Was tust du? 
Ich glaube, in einem solchen Fall würde ich auf das Buch verzichten und ganz viel Zeit mit den Menschen verbringen, um ihre Sprache und vor allem die Kultur kennenzulernen. Ich liebe Reisen und brauche das Buch eigentlich nur auf den Fahrten oder im Flugzeug. Es gibt Momente, da ist selbst ein Buch zu viel.

Über das Lesen:

?Wie viel liest du am Tag? 
Das kommt ganz auf die Tagesform an... Am Wochenende kann es teilweise ein ganzes Buch in zwei Tagen werden, in der Woche kann es auch mal sein, dass ich am Tag nur 20 Seiten schaffe. Durchschnittlich wahrscheinlich irgendwas zwischen 50 und 100 Seiten. :)

?Was kostet dich dein Hobby Lesen monatlich? 
Ab und an kaufe ich mir mal ein eBook. Prints habe ich ewig nicht gekauft, weil ich viele Rezensionsexemplare beziehe. Meist lasse ich mir Bücher auch schenken. Mehr als zehn Euro gebe ich dank der Rezi-Exemplare nahezu nie aus.

?Wo liest du am liebsten? 
Zu Hause im Bett, auf der Terrasse, auf der Couch... Im Auto, im Bus, im Wartezimmer beim Arzt – Ich lese überall gerne, wenn das Buch gut ist.

?Welches Genre bevorzugst du und weichst du auch mal davon ab? 
Ich finde, ich habe einen sehr vielseitigen Lesegeschmack, wobei es mir immer darauf ankommt, dass die Story halbwegs realistisch bleibt. Am liebsten mag ich historische Romane aller Art, Krimis und Thriller und Romane, die dann gern auch mal etwas kitschig sein dürfen.
Manchmal weiche ich davon ab, wenn auch eher selten. Mal ein Buch mit einigen wenigen fantastischen Elementen oder eine kurze Dystopie, die mich beide begeistern konnten. Aber es sind keine Genres, die ich jetzt des öfteren lesen würde. Dafür fehlt mir einfach der Bezug zur Realität. Ich muss zu meiner Schande auch gestehen, dass ich noch keines der Harry Potter-Bücher gelesen oder auch nur angefangen habe. Das soll sich allerdings im nächsten Jahr ändern. Ich bin gespannt.

?Was war das letzte Buch, das dich richtig gefesselt hat? 
Winterhonig von Daniela Ohms. Ich habe selten solche echten Emotionen gefühlt. Wirklich klasse! Hier kommt ihr zur Rezension.

?Welches Buch möchtest du unbedingt als nächstes lesen? 
Ich werde mich wahrscheinlich heute Abend endlich mal der „Fährmannstochter“ von Andrea Schacht widmen. Ich hatte neulich schon mal ein paar Seiten gelesen, war aber noch zu geflasht von Winterhonig, um dem Buch die nötige Würde entgegen zu bringen. Deshalb habe ich erst einmal abgebrochen und werde heute mal mehr lesen.

?Was machst du, wenn dir ein Buch überhaupt nicht gefällt? 
Ich hatte in letzter Zeit leider ein Buch von einer Selfpublisherin, welches mir gar nicht gefallen hat. Daraufhin habe ich ihr eine Mail geschrieben und es trotzdem rezensiert. Es war ein Rezensionsexemplar, also möchte ich dazu auch meine Meinung schreiben. Das bin ich ja auch meinen Lesern irgendwie schuldig.
Ein weiteres Buch, was mir einmal nicht gefallen hat, habe ich, wie oben schon geschrieben, mal verlost. War für mich auch eine tolle Variante. Da habe ich die Mäxchen-Bewertung einfach weg gelassen.

Wenn Mäxchen etwas gefällt, zeigt er es. Wenn nicht, aber auch.

?Das Buch ist handwerklich einwandfrei, aber entgegen deiner Erwartung gefällt dir die Story nicht. Wie gehst du damit um?
So ging es mir damals mit dem Buch, welches ich verlost habe. Leider musste ich es abbrechen, weil ich einfach schon wusste, was auf der nächsten Seite passieren würde. Es war vom Schreibstil nicht schlecht, aber von der Story her einfach zu vorhersehbar und langweilig. Es kommt dann wahrscheinlich immer auf das Buch an, ob ich es bis zum Ende lese oder lieber nicht.

?Wie sehr stören dich schlecht lektorierte Bücher, deren Story dir trotzdem gefällt?
Sehr. Die Story von dem Buch der Selfpublisherin war gar nicht mal so schlecht, allerdings hätte das Buch unbedingt ein Korrektorat benötigt. Es war schlimm. Wirklich. Ich habe mich so sehr durchgequält und gehofft, dass es irgendwann besser wird oder endlich vorbei ist. Ich habe immer so ein schlechtes Gewissen, wenn ich Bücher einfach abbreche. Ich meine, es steckt ja vom Autor auch eine enorme Arbeit dahinter.

)Was ist schlimmer? Rechtschreibfehler oder Logik-/Plotfehler? Und wie sehr stört das eine oder andere deinen Lesefluss? 
Beides stört meinen Lesefluss sehr leider. Ich kann auch nicht sagen, was von beidem schlimmer ist, da ich denke, es kommt immer aufs Buch selbst an.

?Magst du Leseproben zu Büchern oder reichen dir Klappentext und Cover? Was muss in einer Leseprobe drin stehen, damit du den Rest des Buches lesen willst? 
Ich bin ganz ehrlich – Leseproben lese ich so selten, dass ich mich nicht mal erinnern kann, wann ich das letzte Mal eine gelesen hätte. Ein interessanter Klappentext und ein gutes Cover reichen mir meist schon aus. Wobei das Cover mir eigentlich auch relativ egal ist, wenn mich schon der Klappentext überzeugen kann.

Über Rezensionen:

?Autoren sehnen sich nach Lesern, die Rezensionen schreiben. Du machst das und dafür danke ich dir im Namen aller Autoren. Was hat dich dazu gebracht, damit anzufangen? 
Ich habe mich bei Lovelybooks angemeldet im Mai 2014. Dort habe ich meine Liebe zu Büchern noch vertieft und angefangen, nach und nach Rezensionen zu schreiben. Ich glaube, dadurch entstand auch die Idee, meinen Blog zu gründen.

?Worauf achtest du beim Verfassen deiner Rezensionen?
Meine Rezensionen sind unterteilt in Klappentext, Cover, Meinung und Fazit. Dazu sollte man natürlich immer sehen, dass ich meine subjektive Meinung darlege und es jemand anders natürlich ganz anders empfinden kann. Wenn mich die Gefühle überwältigt haben, schreibe ich das so emotional wie möglich. Wenn es mir nicht gefallen hat, versuche ich auch, dieses Gefühl in nette Worte zu verpacken. Ich möchte auf meinem Blog und mit meinen Rezensionen vor allem ehrlich und authentisch wirken. Alles andere macht keinen Sinn.
Wobei ich selbst auch schon ein bisschen gewachsen bin mit meinem Blog. Ich werde langsam knausriger, was die Vergabe von Mäxchen angeht. Einiges, was noch vor Monaten 5 Sterne bekommen hat, würde jetzt vielleicht nur noch 4 Mäxchen kriegen. Ich denke, auch deswegen wurde es Zeit für das neue Mäxchen-Bewertungssystem.

?Was ist für dich eine gute Rezension? Gehört spoilern dazu oder geht das gar nicht? 
Spoilern ist für mich ein absolutes No-Go. Ich hasse Spoiler und würde auch niemals etwas ausplaudern, wenn es nicht ausdrücklich gewünscht ist (dann aber per privater E-Mail oder so, niemals auf dem Blog). Wenn ich einen Spoiler lese, brauche ich das Buch nicht mehr lesen und das wäre sehr schade.

?Was hältst du von der durch Amazon ausgelösten Manie, ein Buch unter fünf Sternen gar nicht mehr anzuschauen? Wie denkst du, kann man das Bewertungssystem dort wieder fairer gestalten?
Das ist eine sehr schwierige Frage... Ich kenne Leute, die sind generell überhaupt kein Freund von Bewertungssystemen. Auf Blogs finde ich persönlich eine solche Bewertung völlig okay. Dort wissen die Leser, dass es eine subjektive Meinung einer Einzelperson ist und sehen sich das Buch vielleicht trotzdem an. Bei Plattformen wie Amazon sehe ich das ein bisschen anders. Dort zieht eine schlechte Rezension gleich alles runter und alles unter dreieinhalb Sternen ist sowieso nichts. So jedenfalls die Meinung vieler Leser. Viele schauen dann gar nicht mehr hin und trauen sich nicht, das Buch noch zu kaufen. Ich finde, man kann das Bewertungssystem nicht fairer gestalten. Man sollte als Leser einfach wissen, dass auch ein 1-Stern-Buch ein total toller Schatz sein kann, der einem persönlich sehr gut gefallen kann. Gebt nichts auf die blöden Sterne! Lest und bildet euch danach eure eigene Meinung.

Mäxchen macht sich sein eigenes Bild von guten Büchern

?Veröffentlichst du auch Rezensionen außerhalb deines Blogs? 
Ja auf Lovelybooks, wo alles begann. ;) Ihr findet mich unter lille12.

?Wie wirst du auf die Bücher aufmerksam, die du rezensierst? 
Meist schaue ich mir die Verlagsvorschauen an und suche mir dann die Bücher raus, die ich gern lesen möchte. Manchmal bekomme ich auch Tipps von anderen Bloggern oder von lesebegeisterten Freunden. Das sind dann meist die ganz besonderen Bücher ;)

?Bewirbst du dich bei Verlagen/Autoren um Rezensionsexemplare? 
Ja. Ich finde, das ist eine Art Lohn für die ganze Arbeit, die ich in meinen Blog stecke. Ich weiß auch, dass viele Menschen eine Abneigung gegen Rezensionsexemplare haben, aber was ist so verwerflich, wenn ich diese Bücher fair und ordentlich bewerte? Ein Großteil meines Regals besteht seit 2015 aus Rezensionsexemplaren. Bereits seit den Anfängen meines Blogs pflege ich eine tolle Zusammenarbeit mit Autoren und vor allem dem Droemer Knaur-Verlag. Auch das Bloggerportal finde ich toll. Als 18-jährige Schülerin könnte ich mir gar nicht so viele Bücher leisten, um meinen Blog zu füllen. Und ich tue ja auch was dafür, dass ich diese Bücher bekomme und versuche, keine 08/15-Bewertungen zu schreiben.

Autoren und Verlage:

?Hast du Lieblingsautoren/Lieblingsverlage? 
Wie ich eben schon geschrieben habe, habe ich eine ganz tolle Zusammenarbeit mit dem Droemer Knaur-Verlag. Das ist eigentlich auch mein absoluter Lieblingsverlag, von dem ich schon vor der Zusammenarbeit viele Bücher gelesen habe. Zu meinen Lieblingsautoren zählen Iny Lorentz, Sabine Ebert, Andreas Winkelmann, Nicholas Sparks und definitiv auch Sebastian Fitzek, den ich auf der Leipziger Buchmesse 2016 persönlich treffen durfte. 

Celine traf auf der LBM 2016 Sebastian Fitzek
?Liest und rezensierst du Bestseller/bekannte Autoren? 
Ja, die meisten meiner Lieblingsautoren sind ja auch relativ bekannt. 

?Liest du auch Indiebücher, also Autoren aus Kleinverlagen oder Selfpublisher? 
Auch die lese ich, weil ich der Meinung bin, dass es nicht darauf ankommt, wer ein Buch geschrieben hat, damit es gut ist. Und gerade die „Kleinen“ müssen unterstützt werden. 

?Die meisten Indies sind nicht im normalen Buchladen zu finden. Wie wirst du auf sie aufmerksam? 
Tja bei mir im Umkreis gibt es sowieso eher wenig normale Buchläden. Einen um genau zu sein, der aber relativ altmodisch ist, wenn ich das so sagen darf. Auch wenn ich dort gerne mal stöbern gehe. Oft schreiben mich Selfpublisher einfach an, wenn sie meinen Blog gesehen haben. Manchmal finde ich sie auch auf Facebook oder Amazon. 

?Was hältst du von Buchwerbung? Welche nervt, welche spricht dich an? 
Schon wieder eine Frage, die nicht ganz einfach ist... Es nervt mich, wenn Autoren gefühlte siebentausend Mal am Tag ihr Buch auf Facebook vorstellen und damit meine ganze Startseite füllen. Und wenn ich genervt bin, schaue ich mir das Buch erst recht nicht an. Lieber mag ich es, wenn mich die Autoren persönlich anschreiben und ihr Buch vorstellen. Das finde ich auf jeden Fall stilvoller und es spricht mich auch viel mehr an. 

?In den Sozialen Medien gibt es täglich Gewinnspiele rund um Bücher. Denkst du, der Markt ist übersättigt oder bringt das dem einzelnen Buch tatsächlich mehr Aufmerksamkeit?
Ich denke nicht, dass Gewinnspiele und Leserunden den Autoren viel mehr Aufmerksamkeit bringen. Dann doch lieber direkt an Blogger wenden, da ist die Rezension auf jeden Fall garantiert und man kann sich im Voraus von der Arbeit des Bloggers überzeugen. Damit bekommt man auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit. Um die Leser glücklich zu machen, finde ich Gewinnspiele aber auch in Ordnung. Nur die Frage nach der Aufmerksamkeit scheint mir hier nicht ganz erfolgversprechend.  

Zum Abschluss möchte ich dir für dieses Interview ganz herzlich danken! Es war spannend und interessant, mal etwas mehr über dich zu erfahren. Vielleicht magst du uns zum Abschied ein Foto deines Bücherregals zeigen, falls vorhanden? Ein Foto von Mäxchen wollen wir jetzt erst recht alle sehen! Oder gibt es irgendetwas anderes, das du uns gerne zeigen möchtest?  
Ich danke dir, liebe Mona! Mein Bücherregal erstreckt sich durch mein ganzes Zimmer – da ist es schwierig, etwas zu fotografieren. Mein Mäxchen ist natürlich ganz in seiner Modellrolle und präsentiert sich gern. :)
Mäxchen ist ein sehr belesener Kater


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen