Dienstag, 5. Juli 2016

Buchblogger im Interview: The Anna Diaries - 05.07.2016

Immer wieder Dienstags:
Buchblogger im Interview

Ich bin nach wie vor auf der Suche nach interessierten Buchbloggern, die mir immer wieder Dienstags hier Rede und Antwort stehen möchten. Meldet euch gerne bei mir!

Allen anderen wünsche ich viel Spaß mit Antworten auf Fragen, die Ihr so oder so ähnlich noch nie gestellt habt. 
Heute im Interview Anna Pyzalski über ihren Blog
The Anna Diaries


Fragen rund um den Blog

?Wie heißt dein Blog und was bedeutet der Name für dich?
Mein Blog heißt The Anna Diaries und für mich ist er, wie der Name schon sagt ein Tagebuch. Ich kann mich wirklich nur schwer auf ein Thema konzentrieren. Da langweile ich mich. So ist das beim Blog auch. Also: Jedes noch so erdenkliche Thema, dass von meinem Alltag einigermaßen interessant ist, findet man auf meinem Blog, dem Tagebuch.

?Unter welcher Adresse (URL) ist dein Blog zu finden? 
www.the-anna-diaries.de 

?Seit wann bloggst du schon? 
Ich blogge seit dem 13. Mai 2012. Ich habe also erst vor kurzem mein 4 Jähriges Bloggerjubiläum gefeiert.

?Hast oder hattest du noch andere Blogs? 
Angefangen hat mein Blog unter dem Namen „Worthy to be saved“. Damals drehte sich alles um meine Arbeit als Tierpflegerin in den USA. Das  hat sich dann irgendwann in The Anna Diaries geändert, weil immer mehr Themen dazu kamen. Es gab eine Zeit, wo ich mit einer Freundin zusammen einen Blog hatte. Two for books heißt der und er existiert heute noch. Allerdings ohne mich.

?Worum geht es auf deinem Blog? 
Wie gesagt: Um den Alltag! Es gibt Events (derzeit wirklich viele), Interviews mit Autoren oder Schauspielern, Kino und Buchreviews, Reiseerlebnisse der Familie, Koch und Backrezepte. Manchmal gibt es auch ernste Themen wie Schulprobleme, die wir im Alltag bewältigen müssen oder dieser lästigen Sache eines „echten“ Jobs finden, wenn man Mutter ist. Typische Frustthemen also.

?Wie viele Follower hast du und ist dir die Zahl wichtig?
Oh Gott. Ich  habe mehrere Social Media Kanäle und die Zahl insgesamt beläuft sich vielleicht auf knappe 3000. Auf Facebook sind wir nun fast 2000 „Federnfänger“, wie ich meine Fans gerne mal nenne. Wichtig im Sinne von „Ich muss ganz viele haben“, ist es jetzt nicht. Aber Leser sind wichtig um einen erfolgreichen Blog zu führen. Da ich viele Sponsoren habe und auch Geld mit meinem Blog verdiene, ist es natürlich irgendwo wichtig, das diese Zahl stimmt. Bei jedem Meilenstein gibt’s dann aber auch ein Dankeschön und Gewinnspiel für die Liker, Leser und Fans. So macht Bloggen Spaß finde ich. Austausch, Sachen verschenken und einfach dankbar für das sein, was ich bereits erreicht habe.

?Was tust du, um deinen Blog bekannter zu machen? 
Jede Menge. Ich bin auf Facebook, Google Plus, Instagram und Twitter. Ich bewege mich viel auf Social Media, damit ich den direkten Kontakt zu meinen Lesern pflegen kann. Dazu bin ich auf vielen Events und promote dort natürlich auch meinen Blog mit Visitenkarten.

?Was ist die "Blanvalet Challenge 2016", die man auf deinem Blog findet? 
Die Blanvalet Challenge ist eine Lesechallenge. Der Blanvalet Verlag gehört zu meinen langjährigen Partnern im Bloggerbusiness und jedes Jahr gibt es die Herausforderung, so viele Blanvalet Titel zu lesen, wie möglich. Natürlich mit massig Preisen. Dieses Jahr gibt es ganze 4 Pakete zu gewinnen und als ehemalige Teilnehmerin und Zweitplatzierte kann ich immer nur wieder betonen, wie großartig diese Gewinne wirklich sind. Der PR Sprecher von Blanvalet gibt sich da immer besonders viel Mühe.  Da sind übrigens auch nicht nur Blogger erlaubt. Auch nicht Blogger, die auf LovelyBooks, Amazon oder Thalia rezensieren, dürfen mit machen. Solange sie mir einen Link schicken können, der beweist, dass sie das Buch gelesen und rezensiert haben, gilt das.

?Hast du eine Strategie, einen eigenen Stil oder eine Besonderheit auf deinem Blog, die die anderen nicht haben?
Nicht wirklich. Ich denke meine Vielfältigkeit zeichnet mich und meinen Blog aus. Es wird zwar immer wieder gesagt, dass man sich als Blogger eine Nische suchen sollte, aber das ist nichts für mich. Ich arbeite einfach weiter hart an meinem Blog, stecke Herzblut hinein und hoffe, dass meine Leser glücklich sind.

?Veranstaltest du auf deinem Blog hin und wieder besondere Aktionen wie Gewinnspiele, Blogtouren oder vielleicht was ganz anderes?
Gewinnspiele finden bei mir über Blog und Facebook regelmäßig statt. Mit Partnern wie Disney und Marvel lässt sich das nicht vermeiden. Jeder neue Kinofilm bringt ein neues Gewinnspiel.  Ich veranstalte auch gerne mal „Book Blind Date“ Verlosungen, wo die Leser nicht wissen, welches Buch sie von mir bekommen. Das finden viele besonders spannend und bisher war niemand enttäuscht.

Blogtouren gibt es bei mir auch. Eher selten, weil ich nur mit Autoren arbeite, die ich selber wirklich sehr gut finde und hinter deren Büchern ich stehe. Die nächste Blogtour (am 13.6. geht’s los) ist die von „Ghostsitter – Geister geerbt“, einem lustigen Jugendbuch von Tommy Krappweis. Ohne Tommy wäre mein Blog heute sicher nicht so groß wie er ist und Blogtouren zu seinen Büchern sind mein (ganz) kleines Dankeschön.

?Hast du Bloggerkollegen, mit denen du gemeinsame Aktionen planst oder geplant hast?
Viele, ja. Ich habe derzeit eine Aktion die sich „8 Fragen an Autoren“ nennt und die mache ich zusammen mit Janni von Photographic Library Jedes Wochenende gibt es dann bei uns die 8 Fragen an verschiedene Autoren. (Anm. der Blog-Redaktion: Ich bin auch dabei! :) )
Außerdem gehört Meike von Vampys Wahn zu meinen „Minions“. Sie arbeitet also für mich in Berlin auf Events und füttert ihren Blog ebenfalls mit Berichten darüber.
Ich finde Bloggerzusammenarbeit und Vernetzung extrem wichtig. Nur Blogger, die anderen helfen, sie verlinken und teilen, haben auch wirklich Erfolg.

?Wie viel Zeit steckst du am Tag/in der Woche in deinen Blog? 
Da mein Blog gleichzeitig mein Beruf ist und ich damit ab und an auch Geld verdiene, stecke ich da sehr viel Zeit rein. Jeden Morgen schreibe ich Blogposts, bereite die für die nächste Woche vor und überlege, was denn wirklich noch wichtig ist und wann der beste Zeitpunkt wäre, die wichtigen Themen zu posten. SEO ist ebenfalls wichtig und auch da muss Zeit investiert werden, denn ich will ja von Google gefunden werden. Blogtouren und Gewinnspiele  kosten nochmal extra Zeit. Danach fängt die Social Media Arbeit an, das Streuen der Beiträge.

Kochen, Backen und Fotografieren gehören nicht nur zu Annas Talenten, sondern auch auf ihren Blog.


Pauschal kann man sagen: Ich brauche ca 2 Stunden für einen Blogpost. Mit Schreiben, SEO-Anpassung, Bildern machen und bearbeiten, verteilen der Links in Social Media.
Dazu kommt dann noch das Lesen der Bücher, das Kochen oder Backen, die Events, die  besucht werden etc. Alles in allem: Ich arbeite quasi bis das Kind aus der Schule kommt und lege gerne mal Nachtschichten für Blogtouren ein.

?Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft - für deinen Blog oder darüber hinaus? 
So einen genauen Wunsch habe ich eigentlich nicht. Ich würde gerne noch mehr Menschen erreichen, mehr Gewinnspiele machen dürfen und Menschen damit glücklich machen. Ich möchte, dass man auf meinem Blog genau DAS Rezept findet, was man braucht und welches einen glücklich macht.
Aber im Grunde wünsche ich mir nur, dass Leute meinen Blog wirklich gerne lesen und sich dort Willkommen fühlen.

Über dich: 

?Wer ist der Mensch oder sind die Menschen hinter dem Blog? Magst du uns ein Foto von dir zeigen? 

Anna, die Frau hinter dem Blog
?Welchen Beruf übst du im richtigen Leben aus? 
Im „richtigen“ Leben bin ich Bloggerin und Mutter. Und dazu noch Hausfrau, Wäschefrau, Taxi, Entertainer. Eben alles, was man bei einem Familienmenschen so erwartet.

?Deinem Blog kann man entnehmen, dass du schon einige Male in der Welt herumgezogen bist und in Oklahoma und Chicago gelebt hast. Wenn du es dir aussuchen könntest: An welchem Ort würdest du gerne wohnen? Egal wo auf der Welt. 
In Brighton, England. Ich liebe England. Ich bin unheimlich gerne dort und was will man mehr als den britischen Akzent, Strand und eine wunderschöne, schicke kleine Innenstadt?

?Hast du neben dem Lesen und dem Bloggen noch Zeit und Lust für andere Hobbies? 
Ja habe ich. Wobei jedes Hobby irgendwie in den Blog fliest. Ich backe für mein Leben gerne. Das merkt man sicher an den ganzen Rezepten auf dem Blog die sich um süße Sachen drehen. Darüber hinaus fotografiere ich unheimlich gerne, was natürlich auch wieder im Blog zu finden ist. Immerhin muss ja irgendwer die Fotos machen ;)

?Print oder E-Reader? 
Ich lese beides, bevorzuge aber Print. Bücher im Regal sind einfach das beste, was es gibt. Sie machen eine Wohnung lebenswert und gemütlich.

?Fernseher oder Radio? 
Laptop. Bei mir läuft alles digital. Auch Radio und Netflix und Co.

?Serie oder Film? 
Beides. Ich bin ein Serienjunkie und meine Familie liebt Kinoabende. Entweder wirklich im Kino oder hier zu Hause mit einer tollen DVD, selbstgemachten Popcorn und allem drum und dran.

?Zelt oder Luxushotel? 
Eher das Hotel. Luxus ist immer schön, muss es aber nicht sein. Solange es sauber ist. Zelten mag ich nicht unbedingt gerne. Der Boden ist zu hart und es gibt zu viele Insekten. Dann lieber ein Ferienhaus irgendwo im Grünen oder am Meer.

?Du machst eine Auslandsreise in ein Land, dessen Sprache du nicht sprichst und vergisst dein Buch mitzunehmen. Deutsche Bücher vor Ort gibt es nicht zu kaufen. Was tust du? 
Ich suche mir englische Bücher. Die gibt es doch in fast jedem Land und da ich fließend Englisch spreche, sollte das kein Problem sein. Oder aber: Ich fange selber an ein Buch zu schreiben. Wo sollte es besser sein, als in einem fremden Land? Da findet man sicher ganz schnell, ganz wunderbare Ideen.

?Was möchtest du uns sonst noch erzählen? Gibt es eine Anekdote oder ein Geheimnis, das du ausplaudern möchtest? 
Ehrlich gesagt bin ich ein recht offenes Buch. Wer meinen Blog lange genug durchsucht wird 51 Fakten über mich finden, wo ich sogar die lustige Story erzähle, wie ich zu meinem recht ungewöhnlichen Kosenamen gekommen bin. Mein Mann ist eben ein Scherzkeks.
Aber deine Leser können gerne mal raten: Warum nennt mein Mann mich wohl „Pants“?

Warum nennt Annas Mann sie wohl "Pants"? Herausfinden könnt Ihr das auf ihrem Blog!


Über das Lesen: 

?Wie viel liest du am Tag?
Nicht wirklich viel derzeit. Ich stecke in einer absolut abscheulichen Leseflaute. Da schaffe ich vielleicht 30 Minuten am Tag. Aber wenn es ein neues Buch meiner Lieblingsautorin gibt, wird der erste freie Wochenendtag komplett genutzt, um es zu lesen. Papa darf auch mal auf Kind aufpassen!

?Was kostet dich dein Hobby Lesen monatlich? 
Nichts. Ich kaufe vielleicht 10 Bücher im Jahr. Als Blogger kriegt man unheimlich viele Bücher von Verlagen und der Regalplatz ist eng. Außerdem schenkt mir meine Familie sehr oft ein Buch vom Wunschzettel. Aber nur, damit jetzt nicht jeder denkt, dass ich wirklich jedes Buch besitze, was ich haben will oder dieses kostenlos vom Verlag bekomme: Meine Wunschliste umfasst 80 Bücher und würde mich 1650€ kosten, wenn ich sie alle sofort kaufen würde.

?Wo liest du am liebsten? 
Auf meinem Bett oder im Garten. Solange es gemütlich und warm ist, ich einen Tisch in der Nähe habe für Tee oder Wasser, ist alles gut.

?Welches Genre bevorzugst du und weichst du auch mal davon ab? 
Ich bevorzuge Fantasy, lese sehr gerne Young Adult (also Jugendromane) und Romanzen. Manchmal habe ich auch echte Thrillerphasen. Was ich gar nicht oder nur selten lese ist Erotik und historische Romane.

?Was war das letzte Buch, das dich richtig gefesselt hat? 
The one we fell in love with von Paige Toon. Ich liebe jedes ihrer Bücher, aber dieses hier hat mein Herz mehrfach in 1000 Stücke gerissen und wieder geflickt. Chick-Flic at its best!

Leseempfehlung von Anna: "The One we fell in Love with" von Paige Toon


?Welches Buch möchtest du unbedingt noch / als nächstes lesen? 
Ich habe gerade These broken Stars von Amie Kaufman und Megan Spooner angefangen und das will ich auch bald beenden. Danach steht Der Schwarm von Frank Schätzing ganz oben auf meiner „Noch zu lesen“ Liste.

These Broken Stars von Amie Kaufman liegt zur Zeit gerade auf  Annas Nachttisch.


?Was machst du, wenn dir ein Buch überhaupt nicht gefällt? 
Dann breche ich es ab. Bücher, die mir nicht wirklich gefallen, rauben mir den Lesenerv und ich lande in einer Leseflaute wie jetzt. Das möchte ich natürlich vermeiden. Nicht jedes Buch kann mir gefallen. Ich denke so geht es jedem irgendwann mit irgendeinem Buch.

?Das Buch ist handwerklich einwandfrei, aber entgegen deiner Erwartung gefällt dir die Story nicht. Wie gehst du damit um? 
Ich schreibe auf, was mir nicht passt und wieso es mir nicht passt. Dann analysiere ich, ob es vielleicht wirklich am Schreibstil des Autors liegt oder doch eher an mir.

?Wie sehr stören dich schlecht lektorierte Bücher, deren Story dir trotzdem gefällt? 
Mir fallen kleinere Fehler nicht immer auf und wenn, finde ich es recht amüsant, aber wenn sich die Fehler dann häufen nervt es mich. Natürlich ist man als Autor oft blind für solche Fehler. Die Texte sind unheimlich lang und da kommt es schon mal vor, dass sich Rechtschreib- und Grammtikfehler einschleichen, aber spätestens einem Betaleser oder Lektoren sollten diese Fehler dann doch auffallen.

?Was ist schlimmer? Rechtschreibfehler oder Logik-/Plotfehler? Und wie sehr stört das eine oder andere deinen Lesefluss?
Logik und Plotfehler! Ich erinnere mich da gerade an ein Buch, was mich besonders aufgeregt hat. Warum geht man in einem typischen Damenkostüm mit Rock und Blazer zu einem Vorstellungegespräch in einer Kneipe? Und warum fährt man gerade noch die Auffahrt zum Haus hoch, wenn man im nächsten Moment schon in der Diele steht? Sollte man nicht vorher noch irgendwie aussteigen?

?Magst du Leseproben zu Büchern oder reichen dir Klappentext und Cover? Was muss in einer Leseprobe drin stehen, damit du den Rest des Buches lesen willst? 
Klappentext und Cover reichen mir. Leseproben sind ja meistens ein paar Kapitel des Buchs und dann habe ich beim Lesen des Buchs das Gefühl, es schon mal gelesen zu haben. Wie mit einem Film, den man zu oft gesehen hat. Das kann ich bei Büchern gar nicht leiden.

Über Rezensionen: 

?Autoren sehnen sich nach Lesern, die Rezensionen schreiben. Du machst das und dafür danke ich dir im Namen aller Autoren. Was hat dich dazu gebracht, damit anzufangen? 
Gute Frage. Das weiß ich gar nicht so genau. Früher habe ich das immer mal wieder mit meinem Mann oder Freunden besprochen. Privat eben. Aber manche Freunde lesen nicht so viel oder nicht die Genres, die ich auch lese. Dann habe ich es aufgeschrieben, weil es von der Seele musste. Als ich das Bloggen für mich entdeckt habe, war es irgendwie selbstverständlich, dass dazu auch Rezensionen gehören.

?Worauf achtest du beim Verfassen deiner Rezensionen? 
Ich achte darauf, meine Gefühlswelt widerzuspiegeln. Ich will ja den Menschen hinter dem PC erreichen und ich denke, dem ist es lieber zu wissen, durch welche Gefühlswelten ich gegangen bin, beim Lesen des Buchs. Mag ich die Protagonisten des Buchs? Was nervt mich an ihnen? Wie habe ich mich gefühlt, als der Autor mich in seine Welt (real oder fantasy) mitgenommen hat? Solche einfachen Fragen finde ich wichtig in einer guten Rezension.

?Was ist für dich eine gute Rezension? Gehört Spoilern dazu oder geht das gar nicht? 
Spoiler sind ein absolutes No-Go! Und wenn man spoilern will/muss, dann doch bitte vorher großzügig kennzeichnen! Mir wurden schon einige Bücher ruiniert, weil ich das Ende vorher erfahren habe. Ich habe die Bestimmungs-Reihe zum Beispiel nie beendet, weil ich weiß, wie das 3. Buch endet. Nein, Spoiler finde ich unmöglich!

?Was hältst du von der durch Amazon ausgelösten Manie, ein Buch unter fünf Sternen gar nicht mehr anzuschauen? Wie denkst du, kann man das Bewertungssystem dort wieder fairer gestalten? 
Ich achte nie auf Amazonbewertungen, wenn ich ehrlich bin. Nicht jedem kann jedes Buch gefallen. 5 Sterne sind nicht immer 5 Sterne. Es fliegen unheimliche viele 5 Sterne Rezensionen durch die Blogosphäre und auch durch Amazon und glaubwürdig ist das für mich nicht mehr wirklich. Ich selber gebe auf dem Blog keinerlei Sternebewertung an. Auf Amazon ist das ja leider ein Muss.
Ich finde, man kann auch gut bewerten, ohne dass es gleich Sterne, Punkte, Kronen oder sonstiges geben muss.

?Veröffentlichst du auch Rezensionen außerhalb deines Blogs? 
Auf Amazon, Thalia und Lovelybooks, wenn ich dazu komme. Es ist wichtig für Verlage und Autoren auch dort Rezensionen zu erhalten und meinen kleinen Blog finden nicht die Millionen Menschen, die Amazon besuchen.

?Wie wirst du auf die Bücher aufmerksam, die du rezensierst? 
Meistens durch die Verlagsvorschauen. Ich folge allen Verlagen auf Social Media und dort werden immer fleißig Links zu den Vorschauen und auch zu einzelnen Büchern gepostet. Instagram kann da auch sehr hilfreich sein, denn Bookstagramer sind unheimlich gut darin, Bücher extrem gut aussehen zu lassen.

?Bewirbst du dich bei Verlagen/Autoren um Rezensionsexemplare? 
Natürlich. Nicht wirklich viele, wenn ich ehrlich bin. Ich frage nur Bücher an, die mich wirklich interessieren.

Autoren und Verlage: 

?Hast du Lieblingsautoren/Lieblingsverlage? 
Paige Toon ist mit Abstand meine Lieblingsautorin und in Deutschland leider viel zu unbekannt. Fischer Verlage zählen zu meinen Favoriten unter den Verlagen, da dort einfach geniale Bücher mit noch besseren Covern erscheinen. Außerdem lese ich viel von Carlsen und natürlich dem Blanvalet Verlag. Ansonsten gäbe es die Challenge auf meinem Blog nicht.

?Liest und rezensierst du Bestseller/bekannte Autoren? 
Relativ häufig sogar. Kai Meyer ist Stammgast auf meinem Blog, weil er in meiner Nähe wohnt und wir so wirklich oft Events zusammen haben. Kerstin Gier wurde auch schon mal rezensiert. Aber ob nun Bestseller/bekannt oder unbekannt und Self Publisher ist eigentlich egal, solange ich das Buch auch lesen will.

?Liest du auch Indiebücher, also Autoren aus Kleinverlagen oder Selfpublisher? 
Ja, immer mal wieder. Leider Gottes gibt es dort auch immer wieder Schreckensgeschichten, wenn das Buch mal nicht mit 5 Sternen bewertet wird (immer diese Bewertungen) und deswegen bin ich vorsichtiger geworden. Ich sage von Anfang an immer, dass ich zu 100% ehrlich bin und wenn mir etwas  nicht passt, wird es eben öffentlich in Rezensionen stehen. Damit muss der Autor dann leben können und manche können das leider nicht.

?Die meisten Indies sind nicht im normalen Buchladen zu finden. Wie wirst du auf sie aufmerksam? 
Social Media. Ich glaube das ist so ziemlich die Antwort zu allem, wenn es um Aufmerksamkeit geht. Self Publisher sind und müssen vor allem viel auf Social Media unterwegs sein und auf sich aufmerksam machen. Das funktioniert bei manchen sogar richtig gut.

?Was hältst du von Buchwerbung? Welche nervt, welche spricht dich an? 
Ehrlich gesagt, achte ich da nie drauf. Buchtrailer rauschen an mir vorbei. Werbemaßnahmen von Verlagen meistens auch. Was mir immer auffällt ist ein schönes Cover, das irgendwo gepostet wird ;) Effektiver geht Werbung für ein Buch glaub ich nicht.

?In den Sozialen Medien gibt es täglich Gewinnspiele rund um Bücher. Denkst du, der Markt ist übersättigt oder bringt das dem einzelnen Buch tatsächlich mehr Aufmerksamkeit? 
Ob es dem Buch Aufmerksamkeit bringt, kann ich schlecht beurteilen. Meistens werden Bücher verlost, die gerade total im Trend sind. These broken stars taucht derzeit bei mir ständig auf. Ich wollte das Buch schon auf Englisch lesen, daher war ich von Anfang an daran interessiert. Ich helfe ja öfter mal Autoren mit Werbemaßnahmen und Gewinnspiele ziehen grundsätzlich mehr Leute an, als alles andere. Aber ob sich die Zahlen des Verkaufs dadurch verbessern, weiß ich nicht. Das müsste man als Autor glaub ich einfach mal testen.

Zum Abschluss möchte ich dir für dieses Interview ganz herzlich danken! Es war spannend und interessant, mal etwas mehr über dich zu erfahren. 
www.the-anna-diaries.de
UPDATE 09.07.2016: Heute ist das Konter-Interview online gegangen: Ich habe Annas 8 Fragen an Autoren beantwortet. Schaut mal vorbei!



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