Sonntag, 31. Juli 2016

Buchrezension: Seelenfänger von Charlotte da Silva

Seelenfänger - Jäger und Gejagte von Charlotte da Silva

Genre: Historische Fantasy
Seitenzahl: ca. 480 Seiten
Erhältlich als E-Book und Taschenbuch in allen gängigen Shops

Klappentext: 
1757: Als der Vater von William Wright durch einen Vampir den Tod findet, bricht die heile Welt des jungen Mannes zusammen. Er ist fortan für seine Schwester und deren vaterlosen Säugling verantwortlich und kämpft in den Straßen Londons um das Überleben seiner Familie. 
Als er den Kampf zu verlieren droht, erhält er unerwartet die Hilfe eines Vampirjägers und schließt sich dessen Gruppe an. Schon bald erwacht in William der Wunsch nach Vergeltung und er sehnt die Begegnung mit den Vampiren herbei. Diese ist jedoch gänzlich anders, als William sie sich vorgestellt hat. Schon bald droht dem jungen Mann sein Leben erneut zu entgleiten, denn nichts ist wie es scheint ...

Der erste Eindruck
Das dustere Cover vermittelt den Eindruck einer Horrorgeschichte, was es aber nicht ganz trifft. Trotzdem ist das Titelbild viel passender, als man zunächst glauben mag, denn es zeigt die Merkmale der Vampire, die die Autorin ihnen zugeschrieben hat. Wer aber Horror erwartet, wird diesen nicht finden. Da es sich aber auch nicht um die üblichen Liebesgeschichten aus dem Vampirgenre handelt, ist dieses Cover eine gute Wahl, die neugierig macht. Für Freunde des Taschenbuchs: Front- und Rückseite ergeben zusammen ein vollständiges Gesicht. Der aufmerksame Leser wird im Buch Erläuterungen dazu finden, was man in diesem Porträt wirklich sieht.

Das Leseerlebnis
Als Leser dieses Buchs begeben wir uns auf eine Zeitreise in die Vergangenheit, die bis in die Ritterzeit zurückreicht. Richard von Weißenberge, ein Vampir; William, der nach dem Mord des Vaters für die Schwester und deren uneheliches Kind verantwortlich ist; und Marie, Schwester, Mutter und Geliebte, bilden die drei wichtigsten Charaktere dieses Buchs. Die fein gesponnene Liebesgeschichte zwischen Richard und Marie ist zunächst genau das, was der Leser erwartet, doch wie sich das Buch dann entwickelt, erwartet man nicht zwangsläufig. Mit überraschenden Wendungen und einem fehlerfrei ausgearbeiteten Handlungsstrang nimmt die Autorin uns mit in die Welt der Vampire, deren Geheimnisse sie erst nach und nach offenbart. Neue und überraschende Erkenntnisse darüber, warum Vampire sind wie und was sie sind, überzeugen mit ihrer Logik und beeindrucken durch ihre perfekt durchdachte Einfachheit.

Die Charaktere der Protagonisten sind wunderbar ausgearbeitet und während des Lesens wechseln sich die Favoriten im Herzen des Lesers ab: Richard, ist ein Vampir der alten Schule, ehrenhaft, von den Menschen als Monster verkannt geht er seit 280 Jahren gewissenhaft seiner Aufgabe nach, die ihm durch seine Existenz auferlegt wurde. Er hadert nicht mit seinem Schicksal, sondern nimmt an, was das Leben ihm gibt.

Will, dem wegen seiner Liebe zu Zitaten aus dessen Werken der Spitzname Shakespeare verliehen wurde, ist ein junger Mann, der gegen Armut und Verzweiflung ankämpft, um seine Schwester und ihr uneheliches Kind durchzubringen. Er schließt sich der Vereinigung der Vampirjäger an, was ihm finanzielle Sicherheit und eine Zukunft für seine Familie verspricht. Auf der Suche nach sich selbst durchlebt er wohl die größte Entwicklung im Laufe des Buchs.

Und dann ist da Marie, die ein Geheimnis hütet, das für ihren Bruder einen Wendepunkt im Leben darstellen wird. Sie gerät zwischen die Fronten, doch am Ende ist sie die Stärkste aller Protagonisten. 

Auch der Antagonist hat von der Autorin nicht nur eine wichtige Rolle, sondern auch einen  fein ausgearbeiteten Charakter und Tiefe erhalten. Ihn kann man so richtig schön abgrundtief hassen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

Fazit
Der Titel Seelenfänger - Jäger und Gejagte trifft den Kern des Buchs genau. Man weiß nie genau, wer Jäger und wer Gejagter ist, die Grenzen zwischen Gut und Böse werden immer wieder neu definiert bis am Ende der wahre Bösewicht sein Gesicht zeigt. Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die Geschichten mögen, die neue Twists in die Vampirwelt bringen. Wer es so wie ich liebt, wenn ein ganz neues Universum geschaffen wird, das die alten Regeln der Vampire neu erklärt, ist mit diesem Buch bestens bedient. Ich bin sehr gespannt auf Band 2 und werde die Autorin definitiv im Auge behalten. 

Aktuelles über die Autorin und ihre Bücher findet Ihr auf: 

Webseite
Facebook Autorenseite
Charlotte bei Lovelybooks
Amazon Autorenseite

(c) Pixabay

Rezensionen sind Seelenfutter für Autoren, sie sind nicht nur wichtig, um Bücher für potentielle Leser/-innen sichtbarer zu machen, sondern sie sorgen auch für die nötige Motivation, weiterzuschreiben. Rezensionen, die ich auf diesem Blog veröffentliche, erscheinen außerdem bei Amazon, Goodreads und Lovelybooks sowie auf allen meinen Social Media Kanälen.

Dienstag, 26. Juli 2016

Buchblogger im Interview: Escape to the Land of Books - 26.07.2016

Immer wieder Dienstags:
Buchblogger im Interview

Ich bin nach wie vor auf der Suche nach interessierten Buchbloggern, die mir immer wieder Dienstags hier Rede und Antwort stehen möchten. Meldet euch gerne bei mir!

Allen anderen wünsche ich viel Spaß mit Antworten auf Fragen, die Ihr so oder so ähnlich noch nie gestellt habt. 
Heute im Interview Angela van den Busch über ihren Blog
Escape to the Land of Books


Fragen rund um den Blog

?Wie heißt dein Blog und was bedeutet der Name für dich?
Mein Blog heißt „Escape to the Land of Books“ was übersetzt bedeutet „Flucht in das Land der Bücher“. Der Name spiegelt einfach das wider, was Lesen für mich ist. Durch das Lesen entfliehe ich dem Altag und kann mich mit meiner Phantasie in fremde Welten träumen.

?Unter welcher Adresse (URL) ist dein Blog zu finden? 
http://escapetothelandofbooks.blogspot.de/

?Seit wann bloggst du schon?
Meinen Blog habe ich im März 2014 erstellt, ich musste aber leider kurz nach Erstellen meines Blogs pausieren, da ich in anderen Umständen war. Richtig blogge ich als erst seit Februar 2016.

?Hast oder hattest du noch andere Blogs? 
Ja, meinen allerersten Blog habe ich 2011 gemacht, jedoch wollte ich einen anderen Namen und so ist Escape to the Land of Books geboren :)

?Worum geht es auf deinem Blog? 
Es geht um Bücher, aber auch Filme und Hörbücher rezensiere ich hin und wieder.

?Wie viele Follower hast du und ist dir die Zahl wichtig?
Auf meinem Blog habe ich derzeit 105 Follower. Klar ist es schön zu sehen wie sich mein Blog vergrößert und auch an Lesern gewinnt, ich mache mich jedoch nicht mehr bekloppt. Am Anfang meiner Bloggerzeit habe ich immer wieder gehofft, dass ich einen Leser mehr habe, aber mittlerweile schaue ich da nicht mehr nach.

?Was tust du, um deinen Blog bekannter zu machen? 
Ich poste meine Beiträge in vielen verschiedenen Gruppen auf Facebook und veranstalte auch öfter mal ein Gewinnspiel.

http://escapetothelandofbooks.blogspot.de/

?Hast du eine Strategie, einen eigenen Stil oder eine Besonderheit auf deinem Blog, die die anderen nicht haben? 
Ich möchte einfach ich bleiben, mit Ecken und Kanten. Viele meckern über meine Rechtschreibfehler und verurteilen einen dafür. Es gibt aber nun mal auch Menschen, die eine Rechtschreibschwäche besitzen so wie ich. Ich lasse die Leute reden und mache es weiter so wie immer, klar versuche ich so wenig Rechtschreibfehler zu haben wie eben nur geht, aber manchmal passiert es eben. Ich denke, dass mich genau das ausmacht, ich bin wie ich bin, lebe aber trotzdem meine Leidenschaft aus.

?Veranstaltest du auf deinem Blog hin und wieder besondere Aktionen wie Gewinnspiele, Blogtouren oder vielleicht was ganz anderes? 
Ich habe mehrere Sachen auf meinem Blog, die ich gerne mal mache. Zum einen sind es die Gewinnspiele, die ich gerne veranstalte, denn auf diesem Weg kann ich meinen Lesern auch etwas zurück geben. Aber auch Blogtouren gibt es ab und an auf meinem Blog.

?Hast du Bloggerkollegen, mit denen du gemeinsame Aktionen planst oder geplant hast?
Ich plane gerne mit anderen Bloggern Aktionen, es kommt natürlich immer drauf an, was gerade so ansteht.

?Du rezensierst auch Hörbücher. Was macht für dich ein gelungenes Hörbuch aus? Gibt es Unterschiede zum gedruckten oder E-Book? 
Ganz wichtig an einem Hörbuch finde ich die Stimme des Sprechers, denn wenn sie angenehm ist, fällt es mir leichter dem ganzen zu folgen. Ich rezensiere auf meinem Blog auch Hörbücher, dies tue ich aber nicht so oft da ich Papier in der Hand doch bevorzuge.

?Wie viel Zeit steckst du am Tag/in der Woche in deinen Blog? 
Es kommt immer darauf an wie viel Zeit meine Kinder erlauben, sie stehen  für mich an erster Stelle. So kann es bei mir gut mal sein, dass 1 Woche mal gar nichts kommt.

?Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft - für deinen Blog oder darüber hinaus?
Ich würde mir wünschen, dass mein Blog einfach mit der Zeit wächst, dass meine Leser die Posts von mir gerne Lesen. Für mich selbst wünsche ich mir, dass ich nie den Spaß am Bloggen verliere.

Über dich:

?Wer ist der Mensch oder sind die Menschen hinter dem Blog? Magst du uns ein Foto von dir zeigen? 
Ich heiße Angela Sophie, werde aber privat oft Angy oder Sophie genannt. Bin Mama von 4 Kindern und liebe das Lesen, dadurch kann ich meinem Alltag und dem Mami sein entfliehen und es hilft mir zu entspannen.

Angela van den Busch

?Welchen Beruf übst du im richtigen Leben aus?
Ich bin Mama von 4 Kindern, denke jede Mama weiß, dass solange die Kinder noch klein sind, keine Zeit zum Arbeiten bleibt . :)

?Hast du neben dem Lesen und dem Bloggen noch Zeit und Lust für andere Hobbies?
Ja, die habe ich :), wenn auch nicht viel, aber mir ist das Lesen einfach wichtiger als meine anderen Hobbies. Ich male oder bastel z.B. gerne, jedoch meist nur in einer Leseflaute.

?Print oder E-Reader?
Print!

?Fernseher oder Radio? 
Fernseher!

?Serie oder Film?
Serie!

?Zelt oder Luxushotel? 
Luxushotel!

?Du machst eine Auslandsreise in ein Land, dessen Sprache du nicht sprichst und vergisst dein Buch mitzunehmen. Deutsche Bücher vor Ort gibt es nicht zu kaufen. Was tust du?
Ich wäre total aufgeschmissen, :D denn ich bin keiner Fremdsprache mächtig, was für mich so viel heißen würde in eine Entzugsklinik für Buchsüchtige zu gehen.

?Was möchtest du uns sonst noch erzählen? Gibt es eine Anekdote oder ein Geheimnis, das du ausplaudern möchtest?
Was ich über mich und das Bloggen ausplaudern kann ist, dass ich eine Rezension nicht schreiben kann wenn ich nicht nebenbei Musik höre. Ich brauche diese Melodien neben dem Schreiben einfach. :D

Über das Lesen: 

?Wie viel liest du am Tag?
Ich versuche jeden Tag zu lesen, was mir aber auch nicht immer gelingt. Wenn ich es anhand von Stunden bestimme wie viel ich täglich lese, sind es so um die 3 Stunden am Tag.

?Was kostet dich dein Hobby Lesen monatlich?
Owei, mal kaufe ich gar nichts, aber in den letzten Monaten war es schon eine Menge. So ca. 100 - 150 Euro waren es die letzten 3 Monate.

?Wo liest du am liebsten?
Auf der Couch, <3 schön in eine Decke eingemummelt.

?Welches Genre bevorzugst du und weichst du auch mal davon ab?
Ich liebe ja Jugend-Fantasy und lese dieses Genre auch am meisten, jedoch muss ich gestehen, dass ich durch die After - Reihe von Anna Todd auch eine Vorliebe für Erotik entwickelt habe.

?Was war das letzte Buch, das dich richtig gefesselt hat? 
Das letzte Buch, welches mir auch bis heute nicht aus dem Kopf geht, ist „Sakrale Mädchen“ von Lexy v. Golden.

?Welches Buch möchtest du unbedingt noch / als nächstes lesen?
Als nächstes Lesen muss ich unbedingt Band 3 der Mädchen Reihe von Lexy v. Golden und Band 4 der Alice im Zombieland Reihe. Leider muss ich bis dahin noch ein wenig warten, denn beide Bücher sind noch nicht erschienen.

?Was machst du, wenn dir ein Buch überhaupt nicht gefällt?
Wenn es mir wirklich so gar nicht gefällt, lege ich es weg. Dies passiert aber eher selten.

?Das Buch ist handwerklich einwandfrei, aber entgegen deiner Erwartung gefällt dir die Story nicht. Wie gehst du damit um? 
Einem kann einfach nicht alles gefallen und ich sage meine ehrliche Meinung dazu. Ich finde es sehr wichtig, dass man als Blogger immer ehrlich ist und seinen Lesern auch sagt, was man denkt. Ich selber mag es einfach nicht wenn man falsche Tatsachen vorspielt.

?Wie sehr stören dich schlecht lektorierte Bücher, deren Story dir trotzdem gefällt?
Ich schmunzle meist darüber, denn es ist sehr oft lustig wenn man liest und es kommt zum Schluss was ganz anderes dabei raus. Damit meine ich, dass der Satz auf einmal gar keinen Sinn mehr ergibt.

?Was ist schlimmer? Rechtschreibfehler oder Logik-/Plotfehler? Und wie sehr stört das eine oder andere deinen Lesefluss?
Plotfehler finde ich persönlich am schlimmsten, Rechtschreibfehler unterlaufen einem doch schon öfter und gerade ich habe sehr oft welche. Aber was soll's,  so ist es einfach, ich denke, dass man mit den einen oder anderen Rechtschreibfehler schon leben kann.

?Magst du Leseproben zu Büchern oder reichen dir Klappentext und Cover? Was muss in einer Leseprobe drin stehen, damit du den Rest des Buches lesen willst?
Ich lese Leseproben eigentlich nicht, ich sammele sie aber trotzdem. Wichtig ist für mich, dass der Klappentext schon von Anfang an Lust auf mehr macht. Ich muss das Gefühl haben, dass ich es lesen muss.

Über Rezensionen: 

?Autoren sehnen sich nach Lesern, die Rezensionen schreiben. Du machst das und dafür danke ich dir im Namen aller Autoren. Was hat dich dazu gebracht, damit anzufangen?
Ich wollte einfach meine Gedanken zu Büchern aufschreiben, denn genau durch die Gedanken anderer Blogger, hatte ich mich vor meiner eigenen Bloggerzeit immer wieder für das eine oder andere Buch entschieden.

?Worauf achtest du beim Verfassen deiner Rezensionen?
Das ich nicht zu viel vom Buch preisgebe. Es soll dem Leser ja nur ein Denkanstoß sein, das Buch vielleicht selbst zu Lesen.

?Was ist für dich eine gute Rezension? Gehört Spoilern dazu oder geht das gar nicht?
Spoilern geht gar nicht, man kann zwar hier und da etwas mehr verraten als das, was der Klappentext hergibt. Es sollte aber nicht soviel sein, dass es sich gar nicht mehr lohnt, das Buch selbst zu lesen, da man ja eh schon alles weiß.

?Was hältst du von der durch Amazon ausgelösten Manie, ein Buch unter fünf Sternen gar nicht mehr anzuschauen? Wie denkst du, kann man das Bewertungssystem dort wieder fairer gestalten?
Ich weiß nicht ob, man daran wirklich etwas ändern kann. Es ist einfach so, dass auch wir Blogger verschiedene Geschmäcker haben und nicht immer der gleichen Meinung sind. Ich denke, jedes Buch sollte eine Chance bekommen, ob es nun 1 Stern Rezensionen hat oder 5 Sterne. Solange mich der Klappentext anspricht, sollten die bisherigen Rezensionen mir egal sein.

?Veröffentlichst du auch Rezensionen außerhalb deines Blogs?
Ja. Neben Facebook und Amazon poste ich meine Rezensionen auch auf Was liest du, Lovelybooks und Thalia.

?Wie wirst du auf die Bücher aufmerksam, die du rezensierst? 
Meist sehe ich Bücher auf Facebook oder auch bei Amazon. Aber auch durch Rezensionen anderer Blogger bin ich schon auf Bücher aufmerksam geworden.

?Bewirbst du dich bei Verlagen/Autoren um Rezensionsexemplare?
Ja, das tue ich, es ist auch mal schön ein Buch lesen zu können ohne es zu bezahlen. Wir Buchsüchtigen geben eh schon soviel Geld für unsere Leidenschaft aus.

Autoren und Verlage: 

?Hast du Lieblingsautoren/Lieblingsverlage?
Ich mag ja Jennifer L. Armentrout sehr gerne, ihre Dark Elements-Reihe und auch die Obsidian Bücher sind einfach ein Traum. Einen Lieblingsverlag habe ich allerdings nicht.

?Liest und rezensierst du Bestseller/bekannte Autoren?
Wenn mich ein Buch interessiert, ist es eigentlich egal wer der Autor ist, mir geht es um die Geschichte und nicht um den Autoren an sich.

?Liest du auch Indiebücher, also Autoren aus Kleinverlagen oder Selfpublisher?
Ja, lese  ich sogar sehr sehr gerne.

?Die meisten Indies sind nicht im normalen Buchladen zu finden. Wie wirst du auf sie aufmerksam?
Meist  werde ich durch Facebook auf solche Bücher aufmerksam.

?Was hältst du von Buchwerbung? Welche nervt, welche spricht dich an?
Ich finde Buchwerbung sehr gut. Wie oft wäre mir ein Buch ohne einen Beitrag durchgerutscht und ich hätte wohl erst als eine der letzten davon erfahren.

?In den Sozialen Medien gibt es täglich Gewinnspiele rund um Bücher. Denkst du, der Markt ist übersättigt oder bringt das dem einzelnen Buch tatsächlich mehr Aufmerksamkeit?
Auch wenn ich selbst viele Gewinnspiele dieser Art veranstalte, denke ich eher, dass es nur noch ums Gewinnen geht. Es gibt in letzter Zeit so viele Gewinnspiele, dass es eigentlich schon gar nichts besonderes mehr ist.

Zum Abschluss möchte ich dir für dieses Interview ganz herzlich danken! Es war spannend und interessant, mal etwas mehr über dich zu erfahren. Vielleicht magst du uns zum Abschied ein Foto deines Bücherregals zeigen, falls vorhanden? Oder irgendetwas anderes, das du uns gerne zeigen möchtest?   

Angelas Leseecke

Samstag, 23. Juli 2016

Vom Verlagsautor zum Selfpublisher

Die große Frage - wie und wo veröffentlichen?


Jeder Autor steht am Ende eines Schreibprojekts vor der großen Frage, was er nun mit seinem Werk anstellt. Die meisten entscheiden sich dafür, es zu veröffentlichen und davon wiederum die meisten dafür, das nicht kostenlos zu tun.

Die nächste Frage ist dann, versuche ich einen Verlag zu finden? Beauftrage ich einen Agenten? Oder verlasse ich mich gleich auf mich selbst und werde Selfpublisher?

Ich glaube, die Frage beantworten kann wirklich nur jeder für sich selbst. Als ich mein erstes Buch "Verlorener Stern" fertig geschrieben hatte, war ich noch sehr unerfahren. Ich hatte gerade erst angefangen, Schreibratgeber zu lesen und hatte keine Ahnung vom Buchhandel und der Riesen-Marketingmaschine, die dahinter steckt.

Ich war und bin also durchaus glücklich darüber, damals schon sehr früh einen Verlag gefunden zu haben. Der Sieben Verlag ist ein kleiner Verlag, der gar nicht so viel tun kann, wie es ein großer Verlag könnte, aber immerhin nahmen sie mir vieles ab, von dem ich keinen Schimmer hatte. Ich musste mich nicht um das Cover kümmern, keinen Lektor suchen und auch nicht lernen, wie man aus einer Worddatei ein funktionierendes E-Book oder Printbuch macht. Die Veröffentlichung kostete mich außerdem keinen Cent, die ersten Einnahmen gab es aber auch erst ein halbes Jahr nach der Erstveröffentlichung. Und nein, viel war es nicht. Mit dem ersten Buch verdient kaum ein Autor wirklich Geld.

Mit dem ersten Buch verdient man kein Geld.


Ich hätte mir an manchen Stellen vielleicht mehr wirksame Werbung für mein Buch gewünscht, mehr Sichtbarkeit durch einen Verlag, mehr Unterstützung als Autor. Aber das ist für einen kleinen Verlag eben auch eine Rechenaufgabe und genau wie man als Selfpublisher rechnen muss, was man sich leisten kann und was nicht, so muss das auch ein Verlag tun.

Ich bin dem Sieben Verlag daher dankbar, mir beim ersten Mal die Hand gehalten zu haben. Aber diese Zeiten sind nun vorbei. Jetzt traue ich mir mehr zu. In den vergangenen zwei Jahren habe ich viel gelernt. Dinge, von denen ich zu Beginn meiner Autorenreise noch nie etwas gehört hatte, spannende und unangenehme Dinge, einfache und hochkomplizierte Zusammenhänge, bei denen ich auch jetzt erst noch nur an der Oberfläche kratze, es ist wie das richtige Leben: Man lernt nie aus.



Wo man das alles lernt? Vieles habe ich im Internet nachgelesen, Matthias Mattings Selfpublisherbibel steht da natürlich ganz oben. Auch die dort beworbenen Onlinekurse mit dem Selfpublisher-Papst höchstpersönlich als Dozenten habe ich mir gegönnt:
  • Self-Publishing: Ihr Autoren-Erfolg mit E-Books und Büchern
  • Gedruckte Bücher verkaufen: Vom Manuskript in den Buchhandel
  • Einnahmen aus eBooks als Autor korrekt versteuern
Ich kann jedem angehenden Selfpublisher diese Kurse nur wärmstens empfehlen! Es ist eine lohnende Investition in die Zukunft und hilft einem Schritt für Schritt dabei, sich einen Überblick zu verschaffen, überlegte Entscheidungen zu treffen und am Ende nicht völlig überrascht dazustehen. Und es ist - anders als im Internet - alles chronologisch und verständlich aufgebaut.

Weiterbildung - eine Investition in die Zukunft


Auch Foren und/oder Facebookgruppen haben ihren Teil zu meiner Fortbildung beigetragen, allerdings muss ich dazu sagen, dass ich beides mittlerweile mit Vorsicht genieße. Die Mitglieder, die am lautesten schreien, sind oft die, die am wenigsten Ahnung haben. Es braucht eine Weile, ehe man raus hat, welcher der Kommentatoren wirklich weiß, wovon er spricht, und wer nur möglicht laut und möglichst auffällig durch die sozialen Netzwerke poltert. Nicht jeder gut gemeinte Rat ist gut und nicht jeder wirklich ernst gemeinte Rat kommt im richtigen Ton beim Empfänger an. Man muss nicht nur selbst kritikfähig sein, sondern auch einstecken können und damit rechnen, Antworten auf Fragen zu bekommen, die man nie gestellt hat. Auch der Zeitfaktor spielt bei der Entscheidung für oder gegen eine solche Gruppe eine große Rolle. Ist Facebook einmal eingeloggt, hängt man meistens ein paar Stunden drin fest.

Das Magazin "Der Selfpublisher"  ist ebenfalls eine hervorragende Quelle zur Selbst- und Weiterbildung. Für 27 Euro inklusive Versand (innerhalb Deutschlands) erhält man vier Mal jährlich ein Heft gespickt mit Informationen, Tipps und Tricks rund um das Selfpublishing.

Es ist auch nie verkehrt, schon Kontakte zu anderen Selfpublishern zu knüpfen, ehe man selbst loslegt. Meistens ist konkrete und direkte Hilfe untereinander effektiver als Fragen an eine gesichtslose Community zu stellen.

Bei der ersten Veröffentlichung hätte ich all das weder gewusst, noch zur Verfügung gehabt. Einfach aus Zeitmangel, denn es gibt Unmengen zu lernen! Ich lerne immer noch und werde mit der ersten Veröffentlichung als Selfpublisher sicher immer noch genug Fehler machen, um als Anfänger entlarvt zu werden.

Selbst veröffentlichen heißt investieren - hier muss man Prioritäten setzen


Ich weiß aber jetzt zumindest von vielen Fehlern anderer, und somit auch, wie ich sie vermeiden kann. Ich habe eine kleine Marketingstrategie, habe mir vorab Gedanken darüber gemacht, wo ich Geld investieren muss, kann und will und wo ich es lieber bleiben lasse. Dafür habe ich mir eine ganz eigene Prioritätenliste der Dinge erstellt, die mir wichtig sind und in die ich Geld zu investieren bereit bin, denn ohne geht es nicht als Selfpublisher.

1. Wissen rund ums Selfpublishing darf mich gerne auch etwas kosten. Was die Fortbildung im Beruf ist auch das Lernen im Hobby. Man lernt nie aus und sollte immer in die Zukunft investieren.

2. Professionalität. Ich kann nicht alles können, das verlangt auch niemand. Ich entscheide mich lieber für ein paar wenige, professionell wirkende Maßnahmen, als für viele selbst zusammen geschusterte Laienideen. Das gilt für alles, egal ob Lektorat, Cover, Marketinggrafiken oder was auch immer ansteht.



3. Lektorat und Korrektorat. Ohne geht es nicht! Es gibt endlos viele Lektoren und verschiedene Angebote. Den richtigen Lektor mit dem richtigen Angebot zu finden, ist nicht immer einfach. Mit hat es geholfen, schon einige Zeit lang Kontakte geknüpft zu haben. Ich habe meine Lektorin Tanja Mehlhase schon 2013 kennengelernt. Wir hatten privaten Kontakt und haben uns so schon gegenseitig beschnuppert, ohne dass ein Auftrag zwischen uns stand. Jetzt findet das Lektorat auf einer freundschaftlichen Basis statt, sodass die Kritik am Ende gar nicht mehr so weh tut. Ich weiß, dass sie mich und meine Arbeit schätzt und ich weiß, dass wenn sie etwas kritisiert, das nur tut, um den Text zu verbessern. Während man das theoretisch von jedem Lektor weiß, ist es einfacher zu akzeptieren, wenn man das Gefühl hat, dass ein Freund Kritik äußert. Das Korrektorat übernehmen bei mir nach dem professionellen Lektorat Freunde und Testleser, die ich mir selbst aussuche und anspreche. Wer genaueres über den Unterschied von Lektorat und Korrektorat nachlesen möchte, kann gerne hier klicken und nachlesen.

4. Cover. Das Kleidchen unserer Werke ist das erste, was der potentielle Leser zu sehen bekommt. So idealistisch Aussagen wie "es kommt nur auf den Inhalt an" auch sein mögen, die wenigsten Leser entscheiden nach der Qualität des Buchinhalts. Das Buch muss beim ersten Ansehen ins Auge stechen, die Aufmerksamkeit des Kunden in den ersten drei Sekunden fesseln und dann erst kann es mit seinem Inhalt überhaupt eine Chance haben. Das Cover ist also durchaus etwas, bei dem sich eine ordentliche Investition - so hoffe ich - lohnen wird. Und auch wenn ich kein absoluter Volltrottel bin, was Grafiken angeht, ich habe weder die Erfahrung noch die Zeit, es selbst richtig gut zu machen. Darum habe ich mit Andrea Gunschera eine erfahrene Coverdesignerin beauftragt, die dafür sorgen wird, dass die beiden Bände der Bo'othi Bücher auch optisch zusammenpassen.

5. Die Hard- und Software. Ein vernünftiger Computer, ein anständiges Schreibprogramm, ein bequemer Schreibtischstuhl, ein zuverlässiger Webhoster, eine eigene Domain, das sind Sachen, an denen ich nicht spare. Ich bin bereit, Geld zu investieren, um ein professionelles Ergebnis zu haben. Mit kostenlosen Angeboten ist das nur sehr bedingt machbar.

6. Marketing. Graswurzelwerbung, so nannte es mal jemand, was ich betreibe. Und am Anfang hat man auch nicht viel andere Möglichkeiten. Ich kann mir kein Werbeplakat am Alexanderplatz leisten, aber eine Facebook-Anzeige, ein paar Goodies für die Leser und Portokosten sollten schon drin sein. Denn jeder einzelne neue Leser zählt, auch wenn ich durch den den ersten Band im Verlag vielleicht schon ein paar Stammleser mitbringe. Egal ob man neue Leser im echten Leben oder online gewinnen kann, egal ob über soziale Medien, einen Blog, eine Webseite, einen Newsletter oder ein Gespräch. Auch hier sollte man es meiner Meinung nach professionell angehen. Lieber ein paar wenige, gute Marketingtools nutzen lernen, als überall ahnungslos herumzustochern. Manchmal hat man auch einfach Glück und trifft wie ich auf Leute, die einem helfen wollen und entgegenkommen. Beispiel Buchtrailer: Ich habe es selbst probiert und das Ergebnis war grottig. Ich habe kein Gefühl für die Schnelligkeit, die Musik, den Schnitt. Es war einfach nicht schön, obwohl ich von meinem eigenen Konzept ganz angetan war. Ich habe es probiert, aber um darin gut zu werden, müsste ich monatelang üben. Zeit, die ich nicht aufbringen wollte. Stattdessen sah ich mich nach Leuten um, die sich auskennen: Ich entdeckte ein Interview mit Milan Grünewald und schrieb ihn an. Seine Antwort auf meine Frage nach dem Preis hat mich erst einmal umgehauen. Er lag auf gleichem Niveau wie das Lektorat, beides zusammen für ein Buch für mich unbezahlbar. Ich lehnte enttäuscht ab, aber das hätte mein Budget nicht nur gesprengt, sondern einen bezahlten Nebenjob verlangt. Doch Milan hat ein Herz für Selfpublisher. Er kontaktierte mich noch einmal und bot mir an, einen weniger aufwändigen Trailer für mich zu produzieren. Ohne Sprecher, nur animierte Bilder statt Filmsequenzen und er würde mein eigenes Konzept verwenden, statt ein neues zu erstellen. Der Preis entsprach dem meines Covers, und stellte somit einen Riesenrabatt dar. Natürlich sagte ich zu! Ein erstes Ergebnis habe ich bereits gesehen und es ist einfach nur traumhaft schön! Ich kann es kaum erwarten, den Trailer zu zeigen! Denn er sieht professionell aus!

7. Blogger. Auch Blogger kosten den Autoren Geld, denn in der Regel erhalten sie die Rezensionsexemplare kostenlos. Und das ist ein wichtiges und wirksames Werkzeug, um an Rezensionen zu kommen, die wiederum dabei helfen, das Buch im Internet sichtbarer zu machen. Erst ab 50 positiven Rezensionen wird z. B. bei Amazon ein Buch erst als solches erkannt und breitflächig angeboten. Ein gewisses Kontingent meines Budgets ist also auch für Blogger eingerechnet.

Das waren die sieben Punkte, die ich für mich als die wichtigsten ansehe und in die ich gerne investiere. Manches sind offene Positionen, die laufend befüllt werden müssen, einige sind mit einer einmaligen Anschaffung erledigt.

Mein Fazit: Angebote gibt es viele und als frisch geschlüpfter Selfpublisher möchte man am liebsten alles haben. Wenn man nicht nebenberuflicher Millionär ist, kann das aber schnell zur bösen Falle werden. Also vorher gut überlegen, was man eigentlich möchte und was einem wichtig ist. So viel wie möglich lernen und sich selbst ein Bild machen. Was passt zu meinem Buch, zu mir als Autor und meinem Genre? Und dann bei einer Strategie bleiben und daran arbeiten. Ob das zum Erfolg führen wird? Ich weiß es nicht. Aber ich werde es euch wissen lassen! :)


Dienstag, 19. Juli 2016

Buchblogger im Interview: WeLoveBooks - 19.07.2016

Immer wieder Dienstags:
Buchblogger im Interview

Antworten auf Fragen, die Ihr so oder so ähnlich noch nie gestellt habt.

Heute im Interview Daniel Allertsleben (D) und Larena Delacruz (L) über ihren Blog
WeLoveBooks


Fragen rund um den Blog

?Wie heißt euer Blog und was bedeutet der Name für euch?
Der Name ist Programm! Wir lieben Bücher, und aus der Liebe zu den Büchern entstand der Name. Es sollte etwas flottes, Modernes werden. WeLoveBooks ist eine Verallgemeinerung. Bei der Namenssuche habe ich mir, Daniel, sehr viele Gedanken gemacht. Es gab schon so vieles. Meine Favoriten waren „WeLoveBooks“, „Arena of Books“, „Bucholymp“ oder „World of Books“. Nach langem Überlegen habe ich mich letztendlich für „WeLoveBooks“ entschieden!

?Unter welcher Adresse (URL) ist euer Blog zu finden?
welobo.com

?Seit wann bloggt ihr schon? 
Tatsächlich bloggen wir erst seit einem ganzen Jahr. Im Juni 2015 hatten Larena und ich die gemeinsame Idee für einen Blog. Wir lieben Bücher, sind beide selbst Autoren und haben eigentlich rund um die Uhr mit der Literatur zu tun. Also entschieden wir uns, als gemeinsames Projekt, einen Blog zu starten: WeLoveBooks ist geboren!

?Habt oder hattet ihr noch andere Blogs?
Nein, wir führen nur WeLoveBooks.

?Worum geht es auf eurem Blog?
WeLoveBooks rezensiert in erster Linie Bücher aller Art – von Romanen, zu Thrillern, über Essays zu Graphic Novels. Auch haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, stetig unseren Lesern neue Informationen rund um das Thema Literatur zu bieten.

?Euer Blog sticht eindeutig vom Design unter den anderen hervor! Wirklich toll! Ist einer von Euch Webdesigner oder woher die Kenntnisse, wie man das so professionell aussehen lässt? 
L: Ich bin studierte Grafikdesignerin und habe zusammen mit Daniel das Design für die Website ausgearbeitet.

WeLoveBooks


?Wie viele Follower habt ihr und ist euch die Zahl wichtig? 
Follower haben wir einige, und regelmäßige Leser sehr viele. Dabei ist die Anzahl nicht von Bedeutung, sondern das Interesse unserer Leser.

?Was tut ihr, um euren Blog bekannter zu machen? 
Wir nutzen auf jeden Fall die sozialen Medien, bedienen uns aber auch anderer Werbemittel. Es gibt viele Wege den eigenen Blog bekannter zu machen, allerdings kann ich sagen, dass keine davon helfen wird, wenn man sich nicht voll dahinter klemmt.

?Habt ihr eine Strategie, einen eigenen Stil oder eine Besonderheit auf eurem Blog, die die anderen nicht haben? 
Wir sind sehr stolz auf unsere neueste Besonderheit: Die Erstausgabe unseres in Kürze veröffentlichten Online-Magazins. Darin enthalten sind Berichte über Bücher, Autoren und Verlage; Interviews mit Autoren und vieles mehr.

?Ihr rezensiert auch Graphic Novels und seid damit bislang der erste Blog, bei dem mir das auffällt. Was unterscheidet Rezensionen von Graphic Novels zu „normalen“ Büchern?
Im Prinzip ist der grundlegende Unterschied der, dass in Graphic Novels Illustrationen vorhanden sind und diese Art der Bücher eine ganz andere Wirkung auf den Leser haben kann.

?Veranstaltet Ihr auf eurem Blog hin und wieder besondere Aktionen wie Gewinnspiele, Blogtouren oder vielleicht was ganz anderes? 
Ja, wir veranstalten des Öfteren Verlosungen zu Neuerscheinungen. Unsere derzeitige Verlosung wäre Anne Eliot’s „Almost“ aus dem Hause dtv. Blogtouren aber machen wir gar nicht, da wir kein Thread-System haben, sondern eine klar strukturierte Website.

?Habt ihr Bloggerkollegen, mit denen Ihr gemeinsame Aktionen plant oder geplant habt? 
Leider haben wir noch keinerlei Aktionen mit anderen Bloggern geplant oder schon veranstaltet. Interesse daran hätten wir aber.

?Wie viel Zeit steckt Ihr am Tag/in der Woche in euren Blog? 
Wir stecken einiges an unserer Freizeit in WeLoveBooks, da immer wieder technische, gestalterische sowie inhaltliche Aktualisierungen stattfinden. Auch fließen lange Besprechungen, Planungen und Konzeptausarbeitungen in die Zeit mit ein. Ergo: Viel Zeit!

?Was ist euer größter Wunsch für die Zukunft - für euren Blog oder darüber hinaus? 
Auf jeden Fall wünschen wir uns, dass es mit der Website vorangeht und wir das Ansehen erreichen, welches wir uns für unseren Blog wünschen.

Über euch: 

?Wer sind die Menschen hinter dem Blog? Mögt Ihr uns ein Foto(s) von euch zeigen? 
Ich bin Larena Delacruz und 23 Jahre alt. Geboren in Spanien und aufgewachsen in Deutschland. Ich liebe Literatur, Musik, Kunst und lebe mit meinem Verlobten in Baden-Württemberg.

Larena Delacruz

Ich bin Daniel Allertseder und 18 Jahre alt. Ich bin Autor, Buchrezensent, BookTuber und WeLoveBooks-Gründer. Ich verbringe primär meine Freizeit (oder generell meine Zeit) mit Büchern. Sei es schreiben, rezensieren, lesen oder verwalten der Website. Ich lebe in Bayern.

Daniel Allertsleben

?Welchen Beruf übt Ihr im richtigen Leben aus? 
L: Ich bin selbstständige Grafikdesignerin.
D: Ich übe noch keinen Beruf aus, sondern bin Schüler.

?Habt Ihr neben dem Lesen und dem Bloggen noch Zeit und Lust für andere Hobbies? 
L: Natürlich, ich spiele Klavier, male und treibe sehr viel Sport.
D: Ich habe neben dem Lesen und Bloggen natürlich noch einige andere Hobbys. Darunter das Schreiben und musizieren. Zeit dafür finde ich aber leider nur selten.

?Print oder E-Reader?
L: Mit dem Printbuch ist ein ganz anderes Gefühl vorhanden, aus diesem Grund bevorzuge ich gedruckte Bücher.
D: Ich lese generell nur Printbücher. Ich mag das Gefühl, das Buch in seiner vollen Gänze in der Hand zu halten, die Seiten umzublättern und das Buch mit mir ständig rumzutragen.

?Fernseher oder Radio?
L: Keines von Beidem. Ich verbringe die meiste Zeit des Tages mit Haushalt und Arbeit, da bleibt keine Zeit für Fernsehen. Natürlich aber gibt es einige Serien, die ich ab und zu gucke.
D: Natürlich Fernseher! Radio höre ich nur im Auto.

?Serie oder Film? 
L: Oh, gute Frage! Ich mag beides gerne. Es gibt gute Serien und gute Filme.
D: Ich bin eher der Film-Typ. Serien ganz anzugucken schaffe ich sowieso nicht. Actionfilme, Horrorfilme oder Komödien mag ich aber sehr gerne!

?Zelt oder Luxushotel? 
L: Luxushotel!
D: Ich nächtige auch lieber in luxuriösen Hotels als in der Wildnis.

?Ihr macht eine Auslandsreise in ein Land, dessen Sprache Ihr nicht sprecht und vergesst euer Buch mitzunehmen. Deutsche Bücher vor Ort gibt es nicht zu kaufen. Was tut Ihr? 
L: Also ich nehme prinzipiell immer ein Buch aus meinem Urlaubsland mit nach Hause. Ich sammle gerne die Kultur in Form von Büchern.
D: Falls ich mein Buch vergessen würde (was hoffentlich nie der Fall sein würde), dann würde ich mir ein Buch in englischer Sprache kaufen und dieses auch lesen.

?Was möchtet Ihr uns sonst noch erzählen? Gibt es eine Anekdote oder ein offenes Geheimnis, das Ihr ausplaudern möchtet? 
L: Nein, glaub nicht!
D: Ich habe leider auch nix zum Ausplaudern :D

Über das Lesen:

?Wie viel lest Ihr am Tag? 
L: Ohje, teilweise schon zweieinhalb Stunden oder mehr am Tag.
D: Ich lese täglich nie länger als eineinhalb Stunden, da mir die Zeit leider nicht für längeres Lesen reicht.

?Was kostet euch euer Hobby Lesen monatlich? 
L: 20 – 30 €, so schätze ich.
D: Eigentlich gar nichts.

?Wo lest Ihr am liebsten?
L: Zuhause, in Ruhe…
D: Ich liebe es auch, Zuhause im Bett in aller Ruhe zu lesen.

?Welches Genre bevorzugt Ihr und weicht Ihr auch mal davon ab? 
L: Ich mag eigentlich alles, lese querbeet von Fantasy zu Horror.
D: Ich bin da eher speziell. Ich liebe Thriller, Horror, Krimi, aber auch leichte Romane. Fantasy, Science-Fiction oder Erotik eher gar nicht.

?Was war das letzte Buch, das euch richtig gefesselt hat? 
L: „Das Tal der goldenen Flüsse“ von Patricia Mennen.
D: „Neuntöter“ von Ule Hansen.

?Welches Buch möchtet Ihr unbedingt noch / als nächstes lesen? 
L: Am besten eines von Jane Austen.
D: Ich bin totaler Andreas Gruber Fan, also sein einziges Buch, welches ich noch nicht gelesen habe, wäre „Herzgrab“.

?Was macht Ihr, wenn euch ein Buch überhaupt nicht gefällt? 
L: Ich höre auf es zu lesen!
D: Ich auch. Ich verschwende nicht meine Zeit mit einem Buch, welches mir nicht gefällt.

?Das Buch ist handwerklich einwandfrei, aber entgegen eurer Erwartung gefällt euch die Story nicht. Wie geht Ihr damit um? 
L: Ich sag nur: Abbrechen!
D: Dito!

?Wie sehr stören euch schlecht lektorierte Bücher, deren Story euch trotzdem gefällt? 
L: Es stört. Ich glaub zwar, man gewöhnt sich mit der Zeit dran, aber es stört schon.
D: Fehler behindern den Lesefluss. Aus diesem Grund finde ich es ein No-Go, wenn ein Buch nicht lektoriert ist. Ab und zu aber, wenn die Story „geil“ ist, drücke ich ein Auge zu. Wir lesen ja die Bücher nicht umsonst, wir rezensieren sie.

?Was ist schlimmer? Rechtschreibfehler oder Logik-/Plotfehler? Und wie sehr stört das eine oder andere euren Lesefluss? 
L: Jedes ist auf seine Art und Weise schlimm. Kann natürlich den Lesefluss stören. Logikfehler aber stören mich selbst.
D: Schreibfehler gehören einfach in kein Buch! Natürlich gibt es ab und zu mal kleinere Fehler, aber nicht in Massen. Logikfehler finde ich auch nicht gut, weil es muss ja alles seinen Sinn ergeben.

?Mögt Ihr Leseproben zu Büchern oder reichen euch Klappentext und Cover? Was muss in einer Leseprobe drin stehen, damit Ihr den Rest des Buches lesen willst? 
L: Wenn ich den Klappentext lese und sowohl das Cover überzeugt mich sofort, dann brauche ich keine Leseprobe lesen. Wenn mich der Klappentext interessiert, aber mir fehlt das gewissen etwas, dann greife ich zurück auf die Leseprobe.
D: Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich nie eine Leseprobe lese. Nur eben unsere Rezensionsanfragen von Autoren über der Website. Aber rein von meinem Interesse aus, wenn ich ein Buch kaufen oder als Rezensionsexemplar anfordern will, gehe ich nur auf das Cover und den Klappentext.

Über Rezensionen:

?Autoren sehnen sich nach Lesern, die Rezensionen schreiben. Ihr macht das und dafür danke ich euch im Namen aller Autoren. Was hat euch dazu gebracht, damit anzufangen? 
Wir wollten einfach unsere Meinungen mit anderen Menschen teilen und einen Teil zum Repertoire an Rezensionen beitragen. Wir wollten auch sagen, wie wir dies und jenes Buch finden, und die beste Lösung hierfür war ein Blog. 

?Worauf achtet Ihr beim Verfassen eurer Rezensionen?
Jede Facette unseres Leseerlebnisses soll verständlich für die Leser in der Rezension mit eingebaut sein. Wir möchten durch sprachliche Einfachheit und dennoch Professionalität unsere Gefühle, Gedanken und Emotionen des Lesezeitraums mit anderen teilen. 

?Was ist für euch eine gute Rezension? Gehört spoilern dazu oder geht das gar nicht? 
Wenn es nötig ist, um eine bestimme Meinung oder Auffassung zu erklären, dann sind Spoiler hierfür hilfreich. Diese sollten aber auf jeden Fall für die Leser der jeweiligen Rezension markiert werden. 

?Was haltet Ihr von der durch Amazon ausgelösten Manie, ein Buch unter fünf Sternen gar nicht mehr anzuschauen? Wie denkt Ihr, könnte man das Bewertungssystem dort wieder fairer gestalten?
Eine schwierige Frage! Den Menschen sollte bewusst werden, dass eine Bewertung auf Amazon nur drei Sterne haben kann, es aber auch nur von beispielsweise drei Menschen bewertet wurde. Das System zeigt im Endeffekt an, was diese drei Menschen angegeben haben. Man sollte sich das Buch deshalb trotzdem anschauen und in den Rezensionen nachschauen wie viele Leute es bewertet haben und was die Begründung für diese Bewertung war. Letzen Endes sollte man dann selbst entscheiden.

?Veröffentlicht Ihr auch Rezensionen außerhalb eures Blogs? 
Ja, natürlich. Wir teilen unsere Besprechungen auf LovelyBooks und Amazon. Auch verweisen wir in den Sozialen Netzwerken auf unsere Rezensionen. 

?Wie werdet Ihr auf die Bücher aufmerksam, die Ihr rezensierst? 
In erster Linie über das Bloggerportal, bzw. die Angebote oder Vorschauen der Verlage. Auch suchen wir in Buchläden nach interessanten Titeln. 

?Bewerbt Ihr euch bei Verlagen/Autoren um Rezensionsexemplare? 
Ja, sehr oft sogar. Random House bietet da einen hervorragenden Dienst an, das Bloggerportal. Bei allen anderen Verlagen sind wir per Email in Kontakt. Auch erhalten wir über unsere Website viele Anfragen von Autoren. An Büchern also mangelt es uns nie. 

Autoren und Verlage:

?Habt Ihr Lieblingsautoren/Lieblingsverlage? 
L: Lucinda Riley. 
D: Ich liebe klassische Verlage wie Diogenes oder Surkamp. Auch mag ich sehr gerne Heyne, Limes, Droemer Knaur, dtv oder Piper. Kleinere Verlage wie den Gmeiner Verlag mag ich auch sehr gerne. Autoren bevorzuge ich Andreas Gruber, Sebastian Fitzek, Benedict Wells oder Tess Gerritsen. 

?Lest und rezensiert Ihr Bestseller/bekannte Autoren? 
Ein Muss! Weil wenn man mit dem Strom schwimmen will, muss man auch eine Ahnung von den aktuellen Bestsellern haben. 

?Lest Ihr auch Indiebücher, also Autoren aus Kleinverlagen oder Selfpublisher? 
Wir denken, dass es zwischen Selfpublishern und Verlagsautoren keinen großen Unterschied gibt, also ja! Man sollte sogar die SP mehr unterstützen als die Verlagsautoren. 

?Die meisten Indies sind nicht im normalen Buchladen zu finden. Wie werdet Ihr auf sie aufmerksam? 
In erster Linie über Angebote der Autoren. 

?Was haltet Ihr von Buchwerbung? Welche nervt, welche spricht euch an? 
Wir denken, Werbung, die professionell gemacht wurde, und auch sinnvollen Inhalt hat, ist gut und sehr fördernd sowohl für Leser als auch Autoren und Verlage. Werbung aber, die nur hingerotzt wurde und keinen wirklich sinnvollen Inhalt aufweist, ist nur nervig. 

?In den Sozialen Medien gibt es täglich Gewinnspiele rund um Bücher. Denkt Ihr, der Markt ist übersättigt oder bringt das dem einzelnen Buch tatsächlich mehr Aufmerksamkeit?
Auf jeden Fall bringt dies mehr Aufmerksamkeit für das Buch, ja! Ein gutes Beispiel hierfür ist LovelyBooks, wo täglich Gewinnspiele und Verlosungen stattfinden. Ohne diese Gewinnspiele wären wir zum Beispiel nicht auf kleinere Schätze gestoßen. 

Zum Abschluss möchte ich euch für dieses Interview ganz herzlich danken! Es war spannend und interessant, mal etwas mehr über euch zu erfahren. Vielleicht mögt Ihr uns zum Abschied ein Foto eures Bücherregals zeigen, falls vorhanden? Oder irgendetwas anderes, das Ihr uns gerne zeigen möchtet? Und nicht fehlen dürfen natürlich die Links zu euren eigenen Büchern, denn Ihr seid ja alle selbst auch Autoren! 
Wir möchten uns für dieses sehr interessante Interview bedanken! Vielen lieben Dank, liebe Mona, es hat riesen Spaß gemacht!


Bücher über Bücher ... 

... in jedem Format ... 

... stapeln sich in den Regalen der heutigen Blogger.

Dienstag, 12. Juli 2016

Buchblogger im Interview: Sonjas Buecherinfos - 12.07.2016

Immer wieder Dienstags:
Buchblogger im Interview

Ich bin nach wie vor auf der Suche nach interessierten Buchbloggern, die mir immer wieder Dienstags hier Rede und Antwort stehen möchten. Meldet euch gerne bei mir!

Allen anderen wünsche ich viel Spaß mit Antworten auf Fragen, die Ihr so oder so ähnlich noch nie gestellt habt. 
Heute im Interview Sonja Fartek über ihren Blog
Sonjas Bücherinfos und mehr


Fragen rund um den Blog

?Wie heißt dein Blog und was bedeutet der Name für dich?
Sonjas Bücherinfos und mehr.
Sonja ist mein richtiger Name und ich schreibe Rezensionen, mache bei Challenges und Aktionen mit usw. Darum Bücherinfos und mehr :-)

?Unter welcher Adresse (URL) ist dein Blog zu finden?
www.sonjasbuecherinfos.blogspot.de

?Seit wann bloggst du schon? 
Eigentlich schon seit 3 Jahren aber durch private Probleme, habe ich meinen alten Blog geschlossen und habe mit dem neuen Anfang März 2016 angefangen.

?Hast oder hattest du noch andere Blogs?
Ja ich hatte schon mal einen Bücherblog, der hieß Sunangels Bücherzauber

?Worum geht es auf deinem Blog?
Um Bücher, einfach meine Leidenschaft.

?Wie viele Follower hast du und ist dir die Zahl wichtig? 
Momentan 76. Jein ich finde es schon toll, das viele meinen Blog lesen, aber da es ein Hobby ist mach ich mir da eigentlich keinen Stress :-)

?Was tust du, um deinen Blog bekannter zu machen? 
Ich habe eine Facebook-Seite und verteile die Links von Posts in verschiedenen Gruppen. Ansonsten mach ich bei vielen Aktionen mit, weil es mir Spaß macht.

?Hast du eine Strategie, einen eigenen Stil oder eine Besonderheit auf deinem Blog, die die anderen nicht haben?
Besonderheiten weiß ich nicht, weil ich den Blog so gestaltet habe, wie er mir gefällt. Ich poste wenn ich die Zeit dazu habe, aber mach mich auch nicht verrückt, wenn ich ein paar Tage mal nichts posten kann. Trotzdem nehme ich die Wünsche meiner Leser ernst und versuche es auch umzusetzen.

?Es laufen drei Challenges auf deinem Blog. Was macht dir daran besonders viel Freude? Erweitern sie deinen Buch-Horizont?
Es macht mir einfach Spaß, gerade bei meiner Deutschen Autoren Challenge auch mal Bücher von unseren Autoren zu lesen und sie dadurch etwas bekannter zu machen. Und durch die Challenges habe ich schon Bücher gefunden, die ich sonst wohl nicht beachtet hätte.

?Veranstaltest du auf deinem Blog hin und wieder besondere Aktionen wie Gewinnspiele, Blogtouren oder vielleicht was ganz anderes? 
Blogtouren mach ich eigentlich nicht, da es doch sehr zeitaufwendig ist und ich ja nebenzu noch arbeiten gehe und zwei Kinder habe. Ich mache lieber bei Aktionen mit oder verlose Bücher, bei denen ich aber selber bestimmen kann, wann ich es poste.

?Hast du Bloggerkollegen, mit denen du gemeinsame Aktionen planst oder geplant hast? 
Nein eigentlich nicht, denn ich bin ganz gerne unabhängig. Das einzige was ich mache, ist mit ein paar Bloggerkollegen Bücher zu tauschen.

?Wie viel Zeit steckst du am Tag/in der Woche in deinen Blog? 
Kommt ganz drauf an. Meistens wenn die Kleine mittags schläft und der Große Hausaufgaben macht. Ich denke im Schnitt pro Tag 1 Stunde. Kommt auch drauf an, ob ich eine Rezension schreibe oder nur Kommentare beantworte.

?Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft - für deinen Blog oder darüber hinaus? 
Das der nette Umgang mit Autoren und Verlagen bleibt und man dadurch die Bücher etwas bekannter machen kann, die vielleicht nicht soviel Beachtung bekommen. Und dass ich  immer die Zeit dafür finde, denn es soll schon in der Zukunft auch mein Hobby bleiben.

Über dich: 

?Wer ist der Mensch oder sind die Menschen hinter dem Blog? Magst du uns ein Foto von dir zeigen?

Sonja Fartek, Bloggerin aus Leidenschaft

?Welchen Beruf übst du im richtigen Leben aus? 
Ich bin eigentlich gelernte Krankenschwester, aber da ich für meine Kinder da sein möchte und die Zeiten nicht gerade familientauglich sind, gehe ich zur Zeit immer abends ein paar Stunden putzen um meinen Kindern auch was bieten zu können.

?Hast du neben dem Lesen und dem Bloggen noch Zeit und Lust für andere Hobbies? 
Nein da ich lesen einfach liebe und mir kein schöneres Hobby vorstellen könnte.

?Print oder E-Reader?
Beides

?Fernseher oder Radio?
Radio

?Serie oder Film?
Serie

?Zelt oder Luxushotel? 
Zelt

?Du machst eine Auslandsreise in ein Land, dessen Sprache du nicht sprichst und vergisst dein Buch mitzunehmen. Deutsche Bücher vor Ort gibt es nicht zu kaufen. Was tust du? 
Ich versuche mich mit Händen und Füßen zu verständigen :-)

?Was möchtest du uns sonst noch erzählen? Gibt es eine Anekdote oder ein Geheimnis, das du ausplaudern möchtest? 
Hm meine Lebenseinstellung ist: Was dich nicht umbringt, macht dich stark. Ich habe schwere Zeiten hinter mir und bin momentan nicht sehr anspruchsvoll.

Über das Lesen:

?Wie viel liest du am Tag? 
Jeden Abend im Bett ein oder zwei Stunden. Am Wochenende mehr, weil ich da ausschlafen kann.

?Was kostet dich dein Hobby Lesen monatlich? 
Momentan aus privaten Gründen nicht sehr viel. Ich leihe mir zur Zeit oft Bücher aus oder tausche.

?Wo liest du am liebsten? 
Im Bett oder auf der Couch. Wenn es warm draußen ist, dann auch gerne im Garten

?Welches Genre bevorzugst du und weichst du auch mal davon ab? 
Mein Lieblingsgenre sind Frauenromane und Liebesromane. Ich habe auch schon Thriller oder Fantasy gelesen, aber ich komme immer wieder auf mein Lieblingsgenre zurück.

?Was war das letzte Buch, das dich richtig gefesselt hat? 
Gerade mein akutelles: Ein wunderbarer Sommer von Kerry Fisher

?Welches Buch möchtest du unbedingt noch / als nächstes lesen? 
Ich möchte die Selection Reihe unbedingt fertig lesen. Bis Band 3 bin ich schon gekommen.

?Was machst du, wenn dir ein Buch überhaupt nicht gefällt? 
Ich versuche soweit wie möglich zu lesen und wenn es mich dann gar nicht in den Bann ziehen kann, dann breche ich es ab. Ich muss mir die Zeit zum lesen eh einteilen und finde es dann Zeitverschwendung wenn ich mich durch ein Buch quälen muss.

?Das Buch ist handwerklich einwandfrei, aber entgegen deiner Erwartung gefällt dir die Story nicht. Wie gehst du damit um? 
Ich versuche sachlich zu begründen, warum es mir nicht gefallen hat und es ist nun mal die Meinung von mir und ich lass mich da auch nicht beirren.

?Wie sehr stören dich schlecht lektorierte Bücher, deren Story dir trotzdem gefällt? 
Es stört mich nicht wirklich, da es auf die Story ankommt.

?Was ist schlimmer? Rechtschreibfehler oder Logik-/Plotfehler? Und wie sehr stört das eine oder andere deinen Lesefluss? 
Logik-/Plotfehler stören mich mehr, da es mir dann schon zeigt, das der Autor zu wenig recherchiert oder darüber nachgedacht hat, wie er die Geschichte ausarbeitet.  Über Rechtsschreibfehler kann ich schon hinweg sehen. Wenn natürlich das ganze Buch nur aus Fehler besteht, dann ist es auch wieder anders.

?Magst du Leseproben zu Büchern oder reichen dir Klappentext und Cover? Was muss in einer Leseprobe drin stehen, damit du den Rest des Buches lesen willst? 
Mir reichen der Klappentext und Cover. Denn wenn ich mit einer Leseprobe anfange und es mir gefällt, dann ärgere ich mich nur das ich nicht sofort weiterlesen kann. Und ich finde der Klappentext und das Cover können auch schon viel über die Geschichte aussagen.

www.sonjasbuecherinfos.blogspot.de

Über Rezensionen:

?Autoren sehnen sich nach Lesern, die Rezensionen schreiben. Du machst das und dafür danke ich dir im Namen aller Autoren. Was hat dich dazu gebracht, damit anzufangen? 
Weil es hier in meinem Umkreis kaum Leser gibt und ich somit leider mit niemanden darüber sprechen kann. Also schreibe ich Rezensionen um meine Meinung zu äußern.

?Worauf achtest du beim Verfassen deiner Rezensionen?
Das es meine wirkliche Meinung ist und ich mich nicht beeinflussen lasse.

?Was ist für dich eine gute Rezension? Gehört spoilern dazu oder geht das gar nicht? 
Nein spoilern geht gar nicht, da bräuchte man das Buch ja sonst nicht mehr lesen. Eine gute Rezension ist für mich, wenn man den ehrlichen Eindruck von dem Buch wiedergibt und nicht zuviel verrät. Ich persönlich mag lange Rezensionen nicht so gerne.

?Was hältst du von der durch Amazon ausgelösten Manie, ein Buch unter fünf Sternen gar nicht mehr anzuschauen? Wie denkst du, kann man das Bewertungssystem dort wieder fairer gestalten?
Ganz ehrlich ich finde das Blödsinn. Ich nenne ein Beispiel, es haben alle von einem Buch geschwärmt und jeder hat 5 Punkte vergeben. Mir hat es gar nicht gefallen und ich habe 2 Punkte vergeben. Klar kann man darauf schauen, aber trotzdem sollte man sich schon noch ein eigenes Bild von dem Buch machen und es wenigstens mal versuchen. Es ist ja immer nur der persönliche Geschmack.

?Veröffentlichst du auch Rezensionen außerhalb deines Blogs? 
Ja, bei Amazon, Facebook und Lovelybooks

?Wie wirst du auf die Bücher aufmerksam, die du rezensierst? 
Meistens über andere Buchblogs oder ich schaue mich in Buchhandlungen um. Ich habe auch viele Newsletter von Verlagen, die ich regelmäßig bekomme.

?Bewirbst du dich bei Verlagen/Autoren um Rezensionsexemplare? 
Ja.

Autoren und Verlage:

?Hast du Lieblingsautoren/Lieblingsverlage? 
Oh, da gibt es zu viele. Aber ich lese gerne Bücher aus den Randomhouse Verlagen, weil da sehr viele Bücher erscheinen die mich interessieren. Autoren z.B. Susan Mallery, Kerry Fisher, Carole Matthwes, Kristin Hannah...

?Liest und rezensierst du Bestseller/bekannte Autoren? 
Ja

?Liest du auch Indiebücher, also Autoren aus Kleinverlagen oder Selfpublisher? 
Natürlich wenn mich ein Buch interessiert schon. Ich habe schon viele tolle Entdeckungen gemacht.

?Die meisten Indies sind nicht im normalen Buchladen zu finden. Wie wirst du auf sie aufmerksam? 
Meistens durch Rezensionen auf den vielen Bücherblogs oder auch Aktionen. Ich stöbere aber auch gerne bei Amazon im Kindle Shop

?Es läuft eine Challenge auf deinem Blog mit dem Titel "Deutsche Autoren Challenge". Hast du schon viele deutsche Autoren gelesen oder wirst du durch die Challenge jetzt erst da rangeführt? Gibt es einen Lieblingsautoren darunter?
Ich lese eigentlich viel von deutschen oder deutschsprachigen Autoren. Ich finde es immer schön wenn die Schauplätze in Deutschland sind und vielleicht sogar an einem Ort wo man selber schon mal war.  Lieblingsautoren: Lilli Beck, Jana Voosen, Kristina Steffan und Katrin Tempel

Sonja liebt es, Bücher an Schauplätzen in Deutschland zu lesen

?Was hältst du von Buchwerbung? Welche nervt, welche spricht dich an? 
Ich finde jede Buchwerbung toll, wenn Autoren aber zu aufdringlich sind, dann mag ich es nicht so gerne.

?In den Sozialen Medien gibt es täglich Gewinnspiele rund um Bücher. Denkst du, der Markt ist übersättigt oder bringt das dem einzelnen Buch tatsächlich mehr Aufmerksamkeit?
Ich finde das Blogtouren übersättigter sind als Gewinnspiele oder Verlosungen. Meiner Meinung nach bringt es immer was, ein Buch hervorzuheben. Es kommt halt auch immer auf den Geschmack an. Ich denke Fantasy Verlosungen sind mehr gefragt, als jetzt so Verlosungen mit Büchern die ich gerne lese.

Zum Abschluss möchte ich dir für dieses Interview ganz herzlich danken! Es war spannend und interessant, mal etwas mehr über dich zu erfahren. Vielleicht magst du uns zum Abschied ein Foto deines Bücherregals zeigen, falls vorhanden? Oder irgendetwas anderes, das du uns gerne zeigen möchtest?  
Das Bücherregal ist noch nicht ganz fertig, daher gibt es leider kein Foto. 






Dienstag, 5. Juli 2016

Buchblogger im Interview: The Anna Diaries - 05.07.2016

Immer wieder Dienstags:
Buchblogger im Interview

Ich bin nach wie vor auf der Suche nach interessierten Buchbloggern, die mir immer wieder Dienstags hier Rede und Antwort stehen möchten. Meldet euch gerne bei mir!

Allen anderen wünsche ich viel Spaß mit Antworten auf Fragen, die Ihr so oder so ähnlich noch nie gestellt habt. 
Heute im Interview Anna Pyzalski über ihren Blog
The Anna Diaries


Fragen rund um den Blog

?Wie heißt dein Blog und was bedeutet der Name für dich?
Mein Blog heißt The Anna Diaries und für mich ist er, wie der Name schon sagt ein Tagebuch. Ich kann mich wirklich nur schwer auf ein Thema konzentrieren. Da langweile ich mich. So ist das beim Blog auch. Also: Jedes noch so erdenkliche Thema, dass von meinem Alltag einigermaßen interessant ist, findet man auf meinem Blog, dem Tagebuch.

?Unter welcher Adresse (URL) ist dein Blog zu finden? 
www.the-anna-diaries.de 

?Seit wann bloggst du schon? 
Ich blogge seit dem 13. Mai 2012. Ich habe also erst vor kurzem mein 4 Jähriges Bloggerjubiläum gefeiert.

?Hast oder hattest du noch andere Blogs? 
Angefangen hat mein Blog unter dem Namen „Worthy to be saved“. Damals drehte sich alles um meine Arbeit als Tierpflegerin in den USA. Das  hat sich dann irgendwann in The Anna Diaries geändert, weil immer mehr Themen dazu kamen. Es gab eine Zeit, wo ich mit einer Freundin zusammen einen Blog hatte. Two for books heißt der und er existiert heute noch. Allerdings ohne mich.

?Worum geht es auf deinem Blog? 
Wie gesagt: Um den Alltag! Es gibt Events (derzeit wirklich viele), Interviews mit Autoren oder Schauspielern, Kino und Buchreviews, Reiseerlebnisse der Familie, Koch und Backrezepte. Manchmal gibt es auch ernste Themen wie Schulprobleme, die wir im Alltag bewältigen müssen oder dieser lästigen Sache eines „echten“ Jobs finden, wenn man Mutter ist. Typische Frustthemen also.

?Wie viele Follower hast du und ist dir die Zahl wichtig?
Oh Gott. Ich  habe mehrere Social Media Kanäle und die Zahl insgesamt beläuft sich vielleicht auf knappe 3000. Auf Facebook sind wir nun fast 2000 „Federnfänger“, wie ich meine Fans gerne mal nenne. Wichtig im Sinne von „Ich muss ganz viele haben“, ist es jetzt nicht. Aber Leser sind wichtig um einen erfolgreichen Blog zu führen. Da ich viele Sponsoren habe und auch Geld mit meinem Blog verdiene, ist es natürlich irgendwo wichtig, das diese Zahl stimmt. Bei jedem Meilenstein gibt’s dann aber auch ein Dankeschön und Gewinnspiel für die Liker, Leser und Fans. So macht Bloggen Spaß finde ich. Austausch, Sachen verschenken und einfach dankbar für das sein, was ich bereits erreicht habe.

?Was tust du, um deinen Blog bekannter zu machen? 
Jede Menge. Ich bin auf Facebook, Google Plus, Instagram und Twitter. Ich bewege mich viel auf Social Media, damit ich den direkten Kontakt zu meinen Lesern pflegen kann. Dazu bin ich auf vielen Events und promote dort natürlich auch meinen Blog mit Visitenkarten.

?Was ist die "Blanvalet Challenge 2016", die man auf deinem Blog findet? 
Die Blanvalet Challenge ist eine Lesechallenge. Der Blanvalet Verlag gehört zu meinen langjährigen Partnern im Bloggerbusiness und jedes Jahr gibt es die Herausforderung, so viele Blanvalet Titel zu lesen, wie möglich. Natürlich mit massig Preisen. Dieses Jahr gibt es ganze 4 Pakete zu gewinnen und als ehemalige Teilnehmerin und Zweitplatzierte kann ich immer nur wieder betonen, wie großartig diese Gewinne wirklich sind. Der PR Sprecher von Blanvalet gibt sich da immer besonders viel Mühe.  Da sind übrigens auch nicht nur Blogger erlaubt. Auch nicht Blogger, die auf LovelyBooks, Amazon oder Thalia rezensieren, dürfen mit machen. Solange sie mir einen Link schicken können, der beweist, dass sie das Buch gelesen und rezensiert haben, gilt das.

?Hast du eine Strategie, einen eigenen Stil oder eine Besonderheit auf deinem Blog, die die anderen nicht haben?
Nicht wirklich. Ich denke meine Vielfältigkeit zeichnet mich und meinen Blog aus. Es wird zwar immer wieder gesagt, dass man sich als Blogger eine Nische suchen sollte, aber das ist nichts für mich. Ich arbeite einfach weiter hart an meinem Blog, stecke Herzblut hinein und hoffe, dass meine Leser glücklich sind.

?Veranstaltest du auf deinem Blog hin und wieder besondere Aktionen wie Gewinnspiele, Blogtouren oder vielleicht was ganz anderes?
Gewinnspiele finden bei mir über Blog und Facebook regelmäßig statt. Mit Partnern wie Disney und Marvel lässt sich das nicht vermeiden. Jeder neue Kinofilm bringt ein neues Gewinnspiel.  Ich veranstalte auch gerne mal „Book Blind Date“ Verlosungen, wo die Leser nicht wissen, welches Buch sie von mir bekommen. Das finden viele besonders spannend und bisher war niemand enttäuscht.

Blogtouren gibt es bei mir auch. Eher selten, weil ich nur mit Autoren arbeite, die ich selber wirklich sehr gut finde und hinter deren Büchern ich stehe. Die nächste Blogtour (am 13.6. geht’s los) ist die von „Ghostsitter – Geister geerbt“, einem lustigen Jugendbuch von Tommy Krappweis. Ohne Tommy wäre mein Blog heute sicher nicht so groß wie er ist und Blogtouren zu seinen Büchern sind mein (ganz) kleines Dankeschön.

?Hast du Bloggerkollegen, mit denen du gemeinsame Aktionen planst oder geplant hast?
Viele, ja. Ich habe derzeit eine Aktion die sich „8 Fragen an Autoren“ nennt und die mache ich zusammen mit Janni von Photographic Library Jedes Wochenende gibt es dann bei uns die 8 Fragen an verschiedene Autoren. (Anm. der Blog-Redaktion: Ich bin auch dabei! :) )
Außerdem gehört Meike von Vampys Wahn zu meinen „Minions“. Sie arbeitet also für mich in Berlin auf Events und füttert ihren Blog ebenfalls mit Berichten darüber.
Ich finde Bloggerzusammenarbeit und Vernetzung extrem wichtig. Nur Blogger, die anderen helfen, sie verlinken und teilen, haben auch wirklich Erfolg.

?Wie viel Zeit steckst du am Tag/in der Woche in deinen Blog? 
Da mein Blog gleichzeitig mein Beruf ist und ich damit ab und an auch Geld verdiene, stecke ich da sehr viel Zeit rein. Jeden Morgen schreibe ich Blogposts, bereite die für die nächste Woche vor und überlege, was denn wirklich noch wichtig ist und wann der beste Zeitpunkt wäre, die wichtigen Themen zu posten. SEO ist ebenfalls wichtig und auch da muss Zeit investiert werden, denn ich will ja von Google gefunden werden. Blogtouren und Gewinnspiele  kosten nochmal extra Zeit. Danach fängt die Social Media Arbeit an, das Streuen der Beiträge.

Kochen, Backen und Fotografieren gehören nicht nur zu Annas Talenten, sondern auch auf ihren Blog.


Pauschal kann man sagen: Ich brauche ca 2 Stunden für einen Blogpost. Mit Schreiben, SEO-Anpassung, Bildern machen und bearbeiten, verteilen der Links in Social Media.
Dazu kommt dann noch das Lesen der Bücher, das Kochen oder Backen, die Events, die  besucht werden etc. Alles in allem: Ich arbeite quasi bis das Kind aus der Schule kommt und lege gerne mal Nachtschichten für Blogtouren ein.

?Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft - für deinen Blog oder darüber hinaus? 
So einen genauen Wunsch habe ich eigentlich nicht. Ich würde gerne noch mehr Menschen erreichen, mehr Gewinnspiele machen dürfen und Menschen damit glücklich machen. Ich möchte, dass man auf meinem Blog genau DAS Rezept findet, was man braucht und welches einen glücklich macht.
Aber im Grunde wünsche ich mir nur, dass Leute meinen Blog wirklich gerne lesen und sich dort Willkommen fühlen.

Über dich: 

?Wer ist der Mensch oder sind die Menschen hinter dem Blog? Magst du uns ein Foto von dir zeigen? 

Anna, die Frau hinter dem Blog
?Welchen Beruf übst du im richtigen Leben aus? 
Im „richtigen“ Leben bin ich Bloggerin und Mutter. Und dazu noch Hausfrau, Wäschefrau, Taxi, Entertainer. Eben alles, was man bei einem Familienmenschen so erwartet.

?Deinem Blog kann man entnehmen, dass du schon einige Male in der Welt herumgezogen bist und in Oklahoma und Chicago gelebt hast. Wenn du es dir aussuchen könntest: An welchem Ort würdest du gerne wohnen? Egal wo auf der Welt. 
In Brighton, England. Ich liebe England. Ich bin unheimlich gerne dort und was will man mehr als den britischen Akzent, Strand und eine wunderschöne, schicke kleine Innenstadt?

?Hast du neben dem Lesen und dem Bloggen noch Zeit und Lust für andere Hobbies? 
Ja habe ich. Wobei jedes Hobby irgendwie in den Blog fliest. Ich backe für mein Leben gerne. Das merkt man sicher an den ganzen Rezepten auf dem Blog die sich um süße Sachen drehen. Darüber hinaus fotografiere ich unheimlich gerne, was natürlich auch wieder im Blog zu finden ist. Immerhin muss ja irgendwer die Fotos machen ;)

?Print oder E-Reader? 
Ich lese beides, bevorzuge aber Print. Bücher im Regal sind einfach das beste, was es gibt. Sie machen eine Wohnung lebenswert und gemütlich.

?Fernseher oder Radio? 
Laptop. Bei mir läuft alles digital. Auch Radio und Netflix und Co.

?Serie oder Film? 
Beides. Ich bin ein Serienjunkie und meine Familie liebt Kinoabende. Entweder wirklich im Kino oder hier zu Hause mit einer tollen DVD, selbstgemachten Popcorn und allem drum und dran.

?Zelt oder Luxushotel? 
Eher das Hotel. Luxus ist immer schön, muss es aber nicht sein. Solange es sauber ist. Zelten mag ich nicht unbedingt gerne. Der Boden ist zu hart und es gibt zu viele Insekten. Dann lieber ein Ferienhaus irgendwo im Grünen oder am Meer.

?Du machst eine Auslandsreise in ein Land, dessen Sprache du nicht sprichst und vergisst dein Buch mitzunehmen. Deutsche Bücher vor Ort gibt es nicht zu kaufen. Was tust du? 
Ich suche mir englische Bücher. Die gibt es doch in fast jedem Land und da ich fließend Englisch spreche, sollte das kein Problem sein. Oder aber: Ich fange selber an ein Buch zu schreiben. Wo sollte es besser sein, als in einem fremden Land? Da findet man sicher ganz schnell, ganz wunderbare Ideen.

?Was möchtest du uns sonst noch erzählen? Gibt es eine Anekdote oder ein Geheimnis, das du ausplaudern möchtest? 
Ehrlich gesagt bin ich ein recht offenes Buch. Wer meinen Blog lange genug durchsucht wird 51 Fakten über mich finden, wo ich sogar die lustige Story erzähle, wie ich zu meinem recht ungewöhnlichen Kosenamen gekommen bin. Mein Mann ist eben ein Scherzkeks.
Aber deine Leser können gerne mal raten: Warum nennt mein Mann mich wohl „Pants“?

Warum nennt Annas Mann sie wohl "Pants"? Herausfinden könnt Ihr das auf ihrem Blog!


Über das Lesen: 

?Wie viel liest du am Tag?
Nicht wirklich viel derzeit. Ich stecke in einer absolut abscheulichen Leseflaute. Da schaffe ich vielleicht 30 Minuten am Tag. Aber wenn es ein neues Buch meiner Lieblingsautorin gibt, wird der erste freie Wochenendtag komplett genutzt, um es zu lesen. Papa darf auch mal auf Kind aufpassen!

?Was kostet dich dein Hobby Lesen monatlich? 
Nichts. Ich kaufe vielleicht 10 Bücher im Jahr. Als Blogger kriegt man unheimlich viele Bücher von Verlagen und der Regalplatz ist eng. Außerdem schenkt mir meine Familie sehr oft ein Buch vom Wunschzettel. Aber nur, damit jetzt nicht jeder denkt, dass ich wirklich jedes Buch besitze, was ich haben will oder dieses kostenlos vom Verlag bekomme: Meine Wunschliste umfasst 80 Bücher und würde mich 1650€ kosten, wenn ich sie alle sofort kaufen würde.

?Wo liest du am liebsten? 
Auf meinem Bett oder im Garten. Solange es gemütlich und warm ist, ich einen Tisch in der Nähe habe für Tee oder Wasser, ist alles gut.

?Welches Genre bevorzugst du und weichst du auch mal davon ab? 
Ich bevorzuge Fantasy, lese sehr gerne Young Adult (also Jugendromane) und Romanzen. Manchmal habe ich auch echte Thrillerphasen. Was ich gar nicht oder nur selten lese ist Erotik und historische Romane.

?Was war das letzte Buch, das dich richtig gefesselt hat? 
The one we fell in love with von Paige Toon. Ich liebe jedes ihrer Bücher, aber dieses hier hat mein Herz mehrfach in 1000 Stücke gerissen und wieder geflickt. Chick-Flic at its best!

Leseempfehlung von Anna: "The One we fell in Love with" von Paige Toon


?Welches Buch möchtest du unbedingt noch / als nächstes lesen? 
Ich habe gerade These broken Stars von Amie Kaufman und Megan Spooner angefangen und das will ich auch bald beenden. Danach steht Der Schwarm von Frank Schätzing ganz oben auf meiner „Noch zu lesen“ Liste.

These Broken Stars von Amie Kaufman liegt zur Zeit gerade auf  Annas Nachttisch.


?Was machst du, wenn dir ein Buch überhaupt nicht gefällt? 
Dann breche ich es ab. Bücher, die mir nicht wirklich gefallen, rauben mir den Lesenerv und ich lande in einer Leseflaute wie jetzt. Das möchte ich natürlich vermeiden. Nicht jedes Buch kann mir gefallen. Ich denke so geht es jedem irgendwann mit irgendeinem Buch.

?Das Buch ist handwerklich einwandfrei, aber entgegen deiner Erwartung gefällt dir die Story nicht. Wie gehst du damit um? 
Ich schreibe auf, was mir nicht passt und wieso es mir nicht passt. Dann analysiere ich, ob es vielleicht wirklich am Schreibstil des Autors liegt oder doch eher an mir.

?Wie sehr stören dich schlecht lektorierte Bücher, deren Story dir trotzdem gefällt? 
Mir fallen kleinere Fehler nicht immer auf und wenn, finde ich es recht amüsant, aber wenn sich die Fehler dann häufen nervt es mich. Natürlich ist man als Autor oft blind für solche Fehler. Die Texte sind unheimlich lang und da kommt es schon mal vor, dass sich Rechtschreib- und Grammtikfehler einschleichen, aber spätestens einem Betaleser oder Lektoren sollten diese Fehler dann doch auffallen.

?Was ist schlimmer? Rechtschreibfehler oder Logik-/Plotfehler? Und wie sehr stört das eine oder andere deinen Lesefluss?
Logik und Plotfehler! Ich erinnere mich da gerade an ein Buch, was mich besonders aufgeregt hat. Warum geht man in einem typischen Damenkostüm mit Rock und Blazer zu einem Vorstellungegespräch in einer Kneipe? Und warum fährt man gerade noch die Auffahrt zum Haus hoch, wenn man im nächsten Moment schon in der Diele steht? Sollte man nicht vorher noch irgendwie aussteigen?

?Magst du Leseproben zu Büchern oder reichen dir Klappentext und Cover? Was muss in einer Leseprobe drin stehen, damit du den Rest des Buches lesen willst? 
Klappentext und Cover reichen mir. Leseproben sind ja meistens ein paar Kapitel des Buchs und dann habe ich beim Lesen des Buchs das Gefühl, es schon mal gelesen zu haben. Wie mit einem Film, den man zu oft gesehen hat. Das kann ich bei Büchern gar nicht leiden.

Über Rezensionen: 

?Autoren sehnen sich nach Lesern, die Rezensionen schreiben. Du machst das und dafür danke ich dir im Namen aller Autoren. Was hat dich dazu gebracht, damit anzufangen? 
Gute Frage. Das weiß ich gar nicht so genau. Früher habe ich das immer mal wieder mit meinem Mann oder Freunden besprochen. Privat eben. Aber manche Freunde lesen nicht so viel oder nicht die Genres, die ich auch lese. Dann habe ich es aufgeschrieben, weil es von der Seele musste. Als ich das Bloggen für mich entdeckt habe, war es irgendwie selbstverständlich, dass dazu auch Rezensionen gehören.

?Worauf achtest du beim Verfassen deiner Rezensionen? 
Ich achte darauf, meine Gefühlswelt widerzuspiegeln. Ich will ja den Menschen hinter dem PC erreichen und ich denke, dem ist es lieber zu wissen, durch welche Gefühlswelten ich gegangen bin, beim Lesen des Buchs. Mag ich die Protagonisten des Buchs? Was nervt mich an ihnen? Wie habe ich mich gefühlt, als der Autor mich in seine Welt (real oder fantasy) mitgenommen hat? Solche einfachen Fragen finde ich wichtig in einer guten Rezension.

?Was ist für dich eine gute Rezension? Gehört Spoilern dazu oder geht das gar nicht? 
Spoiler sind ein absolutes No-Go! Und wenn man spoilern will/muss, dann doch bitte vorher großzügig kennzeichnen! Mir wurden schon einige Bücher ruiniert, weil ich das Ende vorher erfahren habe. Ich habe die Bestimmungs-Reihe zum Beispiel nie beendet, weil ich weiß, wie das 3. Buch endet. Nein, Spoiler finde ich unmöglich!

?Was hältst du von der durch Amazon ausgelösten Manie, ein Buch unter fünf Sternen gar nicht mehr anzuschauen? Wie denkst du, kann man das Bewertungssystem dort wieder fairer gestalten? 
Ich achte nie auf Amazonbewertungen, wenn ich ehrlich bin. Nicht jedem kann jedes Buch gefallen. 5 Sterne sind nicht immer 5 Sterne. Es fliegen unheimliche viele 5 Sterne Rezensionen durch die Blogosphäre und auch durch Amazon und glaubwürdig ist das für mich nicht mehr wirklich. Ich selber gebe auf dem Blog keinerlei Sternebewertung an. Auf Amazon ist das ja leider ein Muss.
Ich finde, man kann auch gut bewerten, ohne dass es gleich Sterne, Punkte, Kronen oder sonstiges geben muss.

?Veröffentlichst du auch Rezensionen außerhalb deines Blogs? 
Auf Amazon, Thalia und Lovelybooks, wenn ich dazu komme. Es ist wichtig für Verlage und Autoren auch dort Rezensionen zu erhalten und meinen kleinen Blog finden nicht die Millionen Menschen, die Amazon besuchen.

?Wie wirst du auf die Bücher aufmerksam, die du rezensierst? 
Meistens durch die Verlagsvorschauen. Ich folge allen Verlagen auf Social Media und dort werden immer fleißig Links zu den Vorschauen und auch zu einzelnen Büchern gepostet. Instagram kann da auch sehr hilfreich sein, denn Bookstagramer sind unheimlich gut darin, Bücher extrem gut aussehen zu lassen.

?Bewirbst du dich bei Verlagen/Autoren um Rezensionsexemplare? 
Natürlich. Nicht wirklich viele, wenn ich ehrlich bin. Ich frage nur Bücher an, die mich wirklich interessieren.

Autoren und Verlage: 

?Hast du Lieblingsautoren/Lieblingsverlage? 
Paige Toon ist mit Abstand meine Lieblingsautorin und in Deutschland leider viel zu unbekannt. Fischer Verlage zählen zu meinen Favoriten unter den Verlagen, da dort einfach geniale Bücher mit noch besseren Covern erscheinen. Außerdem lese ich viel von Carlsen und natürlich dem Blanvalet Verlag. Ansonsten gäbe es die Challenge auf meinem Blog nicht.

?Liest und rezensierst du Bestseller/bekannte Autoren? 
Relativ häufig sogar. Kai Meyer ist Stammgast auf meinem Blog, weil er in meiner Nähe wohnt und wir so wirklich oft Events zusammen haben. Kerstin Gier wurde auch schon mal rezensiert. Aber ob nun Bestseller/bekannt oder unbekannt und Self Publisher ist eigentlich egal, solange ich das Buch auch lesen will.

?Liest du auch Indiebücher, also Autoren aus Kleinverlagen oder Selfpublisher? 
Ja, immer mal wieder. Leider Gottes gibt es dort auch immer wieder Schreckensgeschichten, wenn das Buch mal nicht mit 5 Sternen bewertet wird (immer diese Bewertungen) und deswegen bin ich vorsichtiger geworden. Ich sage von Anfang an immer, dass ich zu 100% ehrlich bin und wenn mir etwas  nicht passt, wird es eben öffentlich in Rezensionen stehen. Damit muss der Autor dann leben können und manche können das leider nicht.

?Die meisten Indies sind nicht im normalen Buchladen zu finden. Wie wirst du auf sie aufmerksam? 
Social Media. Ich glaube das ist so ziemlich die Antwort zu allem, wenn es um Aufmerksamkeit geht. Self Publisher sind und müssen vor allem viel auf Social Media unterwegs sein und auf sich aufmerksam machen. Das funktioniert bei manchen sogar richtig gut.

?Was hältst du von Buchwerbung? Welche nervt, welche spricht dich an? 
Ehrlich gesagt, achte ich da nie drauf. Buchtrailer rauschen an mir vorbei. Werbemaßnahmen von Verlagen meistens auch. Was mir immer auffällt ist ein schönes Cover, das irgendwo gepostet wird ;) Effektiver geht Werbung für ein Buch glaub ich nicht.

?In den Sozialen Medien gibt es täglich Gewinnspiele rund um Bücher. Denkst du, der Markt ist übersättigt oder bringt das dem einzelnen Buch tatsächlich mehr Aufmerksamkeit? 
Ob es dem Buch Aufmerksamkeit bringt, kann ich schlecht beurteilen. Meistens werden Bücher verlost, die gerade total im Trend sind. These broken stars taucht derzeit bei mir ständig auf. Ich wollte das Buch schon auf Englisch lesen, daher war ich von Anfang an daran interessiert. Ich helfe ja öfter mal Autoren mit Werbemaßnahmen und Gewinnspiele ziehen grundsätzlich mehr Leute an, als alles andere. Aber ob sich die Zahlen des Verkaufs dadurch verbessern, weiß ich nicht. Das müsste man als Autor glaub ich einfach mal testen.

Zum Abschluss möchte ich dir für dieses Interview ganz herzlich danken! Es war spannend und interessant, mal etwas mehr über dich zu erfahren. 
www.the-anna-diaries.de
UPDATE 09.07.2016: Heute ist das Konter-Interview online gegangen: Ich habe Annas 8 Fragen an Autoren beantwortet. Schaut mal vorbei!