Montag, 23. Mai 2016

Buchrezension: Glitzerkram von Mara Winter


Glitzerkram von Mara Winter


Genre: Liebesroman, Chicklit
Seitenzahl: ca. 230
Erhältlich als E-Book und Taschenbuch in allen gängigen Shops

Klappentext: 
Wenn die Liebe einen Menschen ändert, kann es dann die wahre Liebe sein? 
Noreen liebt Glitzer, Kitsch und selbstgebastelten Schmuck. Sie pflegt ein studentisch lässiges Auftreten und wird die meiste Zeit von ihren Gefühlen gelenkt und nicht von ihrem Kopf. Das muss sich ändern, erklärt ihr der Chef des Interieur-Magazins, bei dem sie nach dem Examen ein Praktikum angeboten bekommt. Langzeit Freund Jan dagegen zeigt keinerlei Veränderungswünsche für die Zukunft und Noreen beendet kurzerhand die Beziehung, als er sich nicht fürs Heiraten und Nachwuchs begeistern kann. Um Neu-Single Noreen von ihrem Elend abzulenken, beschließen die Freundinnen Steffi und Simone, dass ein neuer Mann für Noreen her muss! Stichwort: Online-Dating! Doch das ist gar nicht notwendig, denn der gutaussehende Unternehmensberater Tobias, eine Bekanntschaft aus einem Kölner Club, verdreht Noreen augenblicklich den Kopf. Tobias scheint perfekt: gutaussehend, clever, organisiert und ganz auf die Zukunft ausgerichtet. Noreens Chef ist begeistert von der neuen Arbeitsmoral und dem Auftreten seiner Praktikantin. Kann Noreen ohne Kitsch und Glitzerkram glücklich werden? Und wie sieht Noreens Rolle in der Nacktputzeragentur »Golden Balls«, die ihr Bruder Phillipp eröffnen will, aus?

Der erste Eindruck
Das Cover verspricht, was der Inhalt hält. Man erwartet nicht umsonst eine turbulente Geschichte mit einem guten Maß an Humor und Chaos. Denn jedes Girl(ie) braucht hin und wieder Glitzerkram.

Das Leseerlebnis
Normalerweise ist Chicklit nicht mein Genre, ich habe daher nicht viel Vergleichsmöglichkeiten zu anderen Büchern dieser Art. Das hat mich aber nicht daran gehindert, mit Noreen mitzuleiden, als ihre Welt von heute auf morgen komplett Kopf steht, weil ihr langjähriger Freund sich nicht bereit erklärt, ihre bis dahin störungsfreie Beziehung ernsthafter anzugehen. Mit einem gehörigen Schuss Sarkasmus, Ironie und Humor selbst in den traurigsten Momenten begegnet Noreen ihrem Schicksal, unterstützt von ihren Freundinnen Simone und Steffi und ihrem etwas verplanten Bruder Philipp. Während ihre Freundinnen ganz andere Strategien haben, mit den Wirren des Lebens klar zu kommen, verliert sich Noreen in den Ratschlägen anderer und sucht nach dem "richtigen" Weg, erwachsen zu werden. Doch wie sehr muss man sich verbiegen, wie sehr sollte man sich verstellen, nur um es allen Recht zu machen? Am Ende lernt Noreen, dass es für alles mehr als einen rechten Weg gibt und findet heraus, dass Glitzerkram nicht nur schön anzusehen ist, sondern auch eine Lebensstrategie sein kann. Ich habe das Buch in kurzer Zeit gelesen, es eignet sich perfekt als Lektüre für zwischendurch, in der Bahn, am Strand, im Wartezimmer, in der Pause. Die Geschichte lässt sich leicht dort fortsetzen, wo man sie unterbrochen hat und sorgt für spritzig-leichte Ablenkung.

Fazit
Glitzerkram hat mich sehr oft zum Lachen gebracht. Ich liebe die bissige Selbstironie von Noreen, in der sogar ich, die ich eigentlich nie so das typische Mädchen war, mich wiederfinden konnte. Mara Winter treibt die Macken der Menschen, denen wir im Alltag begegnen so gekonnt auf die Spitze, dass der aufmerksame Leser von Kollegen über Vorgesetzte, Familienangehörige und flüchtige Bekanntschaften alle irgendwie wiedererkennt. Mit ihrem feinen Gespür für treffende Situationskomik lässt sie ihre Protagonistin Noreen denken, wie wir alle denken würden oder manchmal gerne auch reden würden.  

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