Dienstag, 20. Juni 2017

Buchbloggerinterview: Calimeros Buchseite - 20.06.2017

Immer wieder Dienstags:
Buchblogger im Interview

Ich bin nach wie vor auf der Suche nach interessierten Buchbloggern, die mir immer wieder Dienstags hier Rede und Antwort stehen möchten. Meldet euch gerne bei mir!

Allen anderen wünsche ich viel Spaß mit Antworten auf Fragen, die Ihr so oder so ähnlich noch nie gestellt habt. 
Heute im Interview Silke Jagusch über ihren Blog
Calimeros Buchseite

Fragen rund um den Blog

?Wie heißt Dein Blog und was bedeutet der Name für Dich?
Mein Blog heißt Calimeros-Buchseite. Den Namen Calimero hat mir eine Person gegeben, die mir einmal sehr sehr wichtig. Das war zu meiner aktiven Handballzeit, weil ich in der Mannschaft die mit Abstand jüngste war. Der Name begleitet mich schon über 30 Jahre.

?Unter welcher Adresse (URL) ist dein Blog zu finden?
Man findet mich unter http://calimeros-buchseite.blogspot.de/ und auf Facebook

http://calimeros-buchseite.blogspot.de/


?Seit wann bloggst du schon?
Erst ist hier die bessere Beschreibung. Mein Blog existiert seit März 2017

?Was hat dich auf die Idee gebracht, einen Buchblog zu führen?
Eigentlich war es meine Nichte. Sie hat schon länger einen Blog und ich fand es toll bei ihr immer man in andere Blogs hineinzustöbern und die Möglichkeit zu haben, Kontakte mit Verlagen und Autoren knüpfen zu können. Außerdem finde ich es spannend immer mal wieder in meine gelesenen Bücher reinzuschauen.

?Hast oder hattest du noch andere Blogs?
Nein, Calimeros-Buchseite ist der einzige Blog. Das ist auch erst einmal genug Arbeit, wenn man es laufend und halbwegs vernünftig halten möchte.

?Worum geht es auf deinem Blog?
Um das Rezensieren von Bücher in erster Linie. Aber ich habe noch eine Rubrik mit meinen Handarbeiten eingebaut, sowie meine Wichtelaktionen bei LovelyBooks. Als weiteren Punkt möchte ich gerne Interviews mit Autoren einbauen. Hier bin am Verbindungen herstellen.

?Wie viele Follower hast du und ist dir die Zahl wichtig?
Bis jetzt – nach etwa 2,5 Monaten – sind es 33 liebe Follower. Wichtig ist es für einen Blog schon eine gewisse Anzahl zu haben, wenn man an Verlagsaktionen teilnehmen möchte und sich auch Autoren interessieren und engagieren sollen. Aber ich betreibe kein Power Fishing.

?Was tust du, um dein Blog bekannter zu machen? 
Ich klinke mich bei Facebook in diverse Aktionen mit ein, verlinke meine Blogseite regelmäßig in verschiedenen Communitys über die Rezensionen und stöbere natürlich auf anderen Blogs.

?Hast du eine Strategie, einen eigenen Stil oder eine Besonderheit auf deinem Blog, die die anderen nicht haben?
Ich denke nicht, dass ich einen eigenen Stil habe. Dafür ist auch alles noch zu frisch und ich muss mich erst noch mit allem so richtig vertraut machen. Strategien sind meiner Meinung nach nur notwendig, wenn ich mit dem Blog Geld verdienen will. Für ist Calimeros-Buchseite ein Hobby beim dem es vor allem um Spaß geht.

?Veranstaltest du auf deinem Blog hin und wieder besondere Aktionen wie Gewinnspiele, Blogtouren oder vielleicht was ganz anderes?
Gerade ist eine Verlosung beendet. So etwas werde ich in regelmäßigen Abständen machen, denn Bücher die ich nicht unbedingt behalten möchte, brauchen dringend ein neues liebevolles Zuhause.  Und wenn ich einem anderen Leser damit eine Freude machen kann – immer gerne. Blogtouren fände ich wahnsinnig interessant und würde in der Richtung auch gerne aktiv werden.

?Hast du Bloggerkolleginnen, mit denen du gemeinsame Aktionen planst oder geplant hast?
Janna und Kerstin von kejas-blogbuch haben mich eingeladen an einer SuBventur teilzunehmen. Das ist eine Rubrik auf meinem Blog. Wir versuchen unseren SuB abzubauen. Ich bisher noch ziemlich erfolglos, weil einfach immer wieder zu viele tolle neue Bücher hinzu kommen.

?Wie viel Zeit steckst du am Tag/in der Woche in dein Blog?
Das kann ich gar nicht so genau sagen. Kommt immer darauf an, wie viele Rezensionen ich habe. Oder was an neuen Handarbeitsteilen hinzu kommen werden.

?Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft - für dein Blog oder darüber hinaus? 
Mein größter Wunsch ist, dass ich meinen alten Hund noch mindestens 1 Jahr habe. Ich hoffe wir schaffen das.
Für meinen Blog wäre es toll, wenn noch der ein oder andere Follower hinzukommt und ich ein paar Kontakte zu Verlagen und Autoren bekommen kann.

Hoffentlich haben Silke und ihr treuer Hund noch viele gemeinsame Jahre vor sich.


Über dich: 

?Wer ist der Mensch oder sind die Menschen hinter dem Blog? Magst du uns ein Foto von dir zeigen?
Ich bin Silke und 48 Jahre jung. Ich lebe mit diversem Anhang – Mann, Nichte, Hund, 2 Kaninchen, 3 Ratten – im schönen Schleswig-Holstein, kurz vor den Toren Hamburgs.

Silke "Calimero" Jagusch
?Welchen Beruf übst du im richtigen Leben aus? 
Ganz langweilig – kaufmännische Angestellte im Homeoffice.

?Hast du neben dem Lesen und dem Bloggen noch Zeit und Lust für andere Hobbies?
Na klar, ich bin leidenschaftlich Strick- und Häkeltante und habe ein Haus mit einem Grundstück, dass man von der Größe her als geisteskrank beschreiben könnte. Wohn- und Nutzgarten mit Obst und Gemüse auf 2.500 qm. Das ist dann auch Hobby genug ;)

?Print oder E-Reader?
Definitiv Print

?Fernseher oder Radio?
Fernseher – so nebenbei. Radio nur selten beim abwaschen o.ä. Ansonsten machen wir unsere Musik selber. Ich bin mit einem Musiker verheiratet.

?Serie oder Film? 
Eine ausgewogene Mischung. Ich habe bestimmte Serien. NCIS, Anwälte der Toten usw. dürfen bei mir nicht fehlen (ich liebe Gerichtsmedizin und Forensic), natürlich dürfen auch GZSZ und AWZ nicht fehlen, aber auch einem guten Film lasse ich nicht links liegen.

?Zelt oder Luxushotel? 
Weder noch. Wenn Urlaub dann hundekompatibel – sprich Ferienwohnung o.ä.

?Du machst eine Auslandsreise in ein Land, dessen Sprache du nicht sprichst und vergisst dein Buch mitzunehmen. Deutsche Bücher vor Ort gibt es nicht zu kaufen. Was tust du?
Englisch lesen, sofern das vorhanden ist oder gar nicht. Es gibt im Urlaub ja auch genug zu entdecken, so dass es auch eine Zeit ohne ein Buch geht.

?Du hast einen halben Kleintierzoo zuhause. Magst du uns deine Lieblinge vorstellen?
Sehr gerne, da wären
Ein alter Irish Setter – Quincey
Zwei Kaninchen – Hugo & Nola
Drei Rattenbrüder – Mogli, Baxter & Hensley

Hugo und Nola

?Was möchtest du uns sonst noch erzählen? Gibt es eine Anekdote oder ein Geheimnis, das du ausplaudern möchtest? 
Mein Leben ist ziemlich unspektakulär. Was soll schon passieren, wenn man ohne Nachbarn nahezu mitten im Wald wohnt. Und ein Geheimnis wäre kein Geheimnis mehr, wenn ich es ausplaudern würde.

Über das Lesen:

?Wie viel liest du am Tag?
So um die 2 Stunden, wenn der Garten fertig ist und Wochenende kann es auch schon mehr werden.

?Was kostet dich dein Hobby Lesen monatlich? 
Maximal 15 Euro und überwiegend gebrauchte Bücher. Ich muss gestehen Rebuy und Tauschjunkie zu sein.

?Wo liest du am liebsten? 
Kuschelig auf meinem Sofa, auf der Terrasse oder in diverse schönen Gartenecken.

?Welches Genre bevorzugst du und weichst du auch mal davon ab? 
Ich lege mich eigentlich auf keine bestimmtes Genre fest. Ich sauge Thriller, Dystopien, Fantasy, Jugendbücher, Romane und Klassiker auf. Womit man mich allerdings ganz weit fort jagen kann sind Liebesschnulzen.

?Was war das letzte Buch, das dich richtig gefesselt hat? 
„Palast aus Staub und Sand“ von Haroon Gordon. Irre sprach- und bildgewaltig und mit einer sehr intelligent durchdachten Geschichte.

?Welches Buch möchtest du unbedingt noch / als nächstes lesen?
„Der Übergang, Die Zwölf, Die Spiegelstadt“ von Justin Cronin

?Was machst du, wenn dir ein Buch überhaupt nicht gefällt? 
Kommt darauf an in welcher Situation ich es lese. Leserunde wird durchgezogen, es sei denn der Schmöker ist wirklich grottenschlecht. Ohne Verpflichtung breche ich es ab, würde es aber noch ein weiteres Mal versuchen. Vielleicht war dann gerade für dieses Buch nicht der richtige Zeitpunkt.

?Das Buch ist handwerklich einwandfrei, aber entgegen deiner Erwartung gefällt dir die Story nicht. Wie gehst du damit um?
Wenn es handwerklich wirklich herausragend ist – vor allem ein toller Sprachgebrauch – würde ich es wohl durchlesen. Wer weiß was das Ende bringen würde. Auch eine schlechte Story kann ein faszinierendes Ende haben.

?Wie sehr stören dich schlecht lektorierte Bücher, deren Story dir trotzdem gefällt? 
Kommt auf den Autor und den Inhalt an.

?Was ist schlimmer? Rechtschreibfehler oder Logik-/Plotfehler? Und wie sehr stört das eine oder andere deinen Lesefluss? 
Logik- /Plotfehler – wenn ich erstmal überlegen und seitenweise zurückblättern muss, vergeht mir die Lust. Über Rechtschreibfehler kann ich hinweglesen, wenn es nicht ungeahntes Ausmaß annimmt.

?Magst du Leseproben zu Büchern oder reichen dir Klappentext und Cover? Was muss in einer Leseprobe drin stehen, damit du den Rest des Buches lesen willst?
Ich finde Leseproben ätzend. Da steige ich nur ein, wenn es für eine Buchwerbung nicht anders geht. Und da kann ich gar nicht sagen, was mich fesselt. Es muss einfach schnackeln.

Über Rezensionen:

?Autorinnen sehnen sich nach Leserinnen, die Rezensionen schreiben. Du machst das und dafür danke ich dir im Namen aller Autorinnen. Was hat dich dazu gebracht, damit anzufangen?
Meine Anmeldung bei LovelyBooks. Der Gewinn eines Buches verpflichtet zur Teilnahme an einer Leserunde und die spätere Rezension des Buches. Erst war es natürlich schwierig so eine Rezension auf die Reihe zu bekommen und ich lache mich heute über meine ersten schlapp.

?Worauf achtest du beim Verfassen deiner Rezensionen?
Ich achte darauf keine Nacherzählung der Handlung zu geben, sondern meine persönliche Eindrücke und Emotionen. Und natürlich auch eine Beurteilung über Aufbau, Sprache etc.

?Was ist für dich eine gute Rezension? Gehört spoilern dazu oder geht das gar nicht?
Eine gute Rezension ist spoilerfrei. Schließlich wollen Leser eine Meinung von Lesern und kein Vorkauen des Buches. Dann brauchen sie es ja selber nicht mehr zu lesen.

?Was hältst du von der durch Amazon ausgelösten Manie, ein Buch unter fünf Sternen gar nicht mehr anzuschauen? Wie denkst du, kann man das Bewertungssystem dort wieder fairer gestalten?
Davon halte ich gar nichts. Denn auch 3 Sterne bedeutet, dass ein Buch durchaus gut ist, aber vielleicht eben nicht der Knaller für den entsprechenden Rezensionsverfasser. Das Sternesystem halte ich eh für eine rein subjektive Geschichte. Und zu Amazon habe ich meine ganz eigene Meinung, die ich aber bitte nicht hier öffentlich machen möchte.

?Veröffentlichst du auch Rezensionen außerhalb deines Blogs?
Ja natürlich. Eine möglichst weite Streuung ist die Werbung für die Autoren. Leider legen die meisten Wert auf Amazon. Darüber hinaus auf Lovelybooks, Lesejury, Wasliest, Thalia und einigen Verlagsseiten, wenn dies gewünscht wird.

?Wie wirst du auf die Bücher aufmerksam, die du rezensierst?
Über Verlagsvorschauen, über LovelyBooks oder beim gemütlichen Schlendern durch Buchhandlungen.

?Bewirbst du dich bei Verlagen/Autorinnen um Rezensionsexemplare? 
Ja. Aber dazu benötigt man bei den meisten – nicht allen – Verlagen eine gewisse Anzahl Follower.

Autoren und Verlage:

?Hast du Lieblingsautorinnen/Lieblingsverlage?
Nicht wirklich, denn jeder Verlag hat tolle Autoren und Bücher. Allerdings habe ich zwei kleine neue Verlage entdeckt. Der Arctis Verlag und der Atrium Verlag. Geniale Bücher von scheinbar genialen Autoren geschrieben. Die gehören auf jeden Fall zu den bevorzugten Verlagen.

?Liest und rezensierst du Bestseller/bekannte Autorinnen? 
Ja, warum nicht ? Auch die leben von der Meinung ihrer Leser.

?Liest du auch Indiebücher, also Autorinnen aus Kleinverlagen oder Selfpublisher?
Natürlich. Aus Selfpublishern und Kleinverlagen werden vielleicht die Giganten von morgen.

?Die meisten Indies sind nicht im normalen Buchladen zu finden. Wie wirst du auf sie aufmerksam? 
Ausschließlich über LovelyBooks. Allerdings seit ich den Blog habe, haben mich schon zwei angeschrieben und angefragt, ob ich ihr Buch lesen und rezensieren würde.

?Was hältst du von Buchwerbung? Welche nervt, welche spricht dich an? 
Nerven tut mich keine Buchwerbung. Es ist wie mit Werbung allgemein, entweder man hört etwas interessantes und schaut hin oder eben nicht.

?In den Sozialen Medien gibt es täglich Gewinnspiele rund um Bücher. Denkst du, der Markt ist übersättigt oder bringt das dem einzelnen Buch tatsächlich mehr Aufmerksamkeit?
50/50 – Viele nehmen an Gewinnspielen teil, nur um etwas umsonst zu bekommen, egal ob sie das Buch interessiert oder nicht. Ich denke die Quote ist ausgewogen.

Zum Abschluss möchte ich dir für dieses Interview ganz herzlich danken! Es war spannend und interessant, mal etwas mehr über dich zu erfahren. 

Hinweis: Warum ich in diesem Blog „nur die Damen“ anspreche, erfährst Du hier:
http://sternenbotschaft.blogspot.de/2017/04/gendernodernicht.html 

Freitag, 16. Juni 2017

Muss man die vorherigen Bände lesen, um Dein neues Buch zu verstehen?

Die klare Antwort darauf: Jein!


Der erste Band der Bo'othi Reihe: Verlorener Stern

Es ist ein Phänomen, das sich nur schwer erklären lässt:
Da gibt man sich als Autorin große Mühe, Bücher zu schreiben, die - obwohl Teil einer ganzen Reihe - einzeln ohne Vorkenntnisse der anderen Bände gelesen werden können. Der Grund dafür war nicht, dass ich nicht möchte, dass jemand die ganze Reihe liest, sondern der, dass ich mich selbst als Leserin schon oft geärgert habe, wenn ich aus Versehen einen Folgeband einer Reihe erwischt hatte, ohne es zu ahnen und erst während des Lesens feststellen musste, dass ich überhaupt nicht ins Buch finden konnte, weil es eben eine Serie war.

Das wollte ich bei meinen Büchern verhindern und habe darum alle Informationen, die benötigt werden, sorgfältig in den  Text mit eingebunden, ganz unauffällig erfährt so auch der neue Leser alles, was er wissen muss, um das vorliegende Buch zu verstehen. Auch im Lektorat wird noch einmal extra darauf geachtet, dass neue Leserinnen nicht hängen gelassen werden und unverständliche Dinge auf jeden Fall erklärt werden.

Bei der Veröffentlichung weise ich immer darauf hin, dass die Bücher der Reihe selbständig gelesen werden können, aber natürlich auch, dass das Lesevergnügen in der richtigen Reihenfolge selbstverständlich das größere sein dürfte.

Foto: Pixabay


Und dann kommen die ersten Rückmeldungen, die sich in zwei große Gruppen aufteilen:
Leserinnen der ersten Gruppe betonen, dass das Buch problemlos zu verstehen ist, auch wenn man die vorherigen Bücher nicht gelesen hat.
Leserinnen der zweiten Gruppe behaupten das genaue Gegenteil, manchmal wird sich sogar darüber beschwert, dass man Probleme hatte, in das Buch hineinzufinden, weil man sich erst einmal an den vorherigen und viel zu lange zurückliegenden Band erinnern musste.

Und das besonders Faszinierende daran:
Die erste Gruppe hat durchweg die vorherigen Bände nicht gelesen. Sie stoßen beim Lesen des Nachfolgebands auf keinerlei Verständnisprobleme. Sie lesen unvoreingenommen und erleben genauso ahnungslos wie die Protagonisten, was im Verlauf des Buchs geschieht, bis sie am Ende der Geschichte alles erfahren haben, was die Reise der Helden im Buch erklärt.

Die zweite Gruppe hingegen sind fast immer die, die die Vorgängerbände schon gelesen haben. Sie kritisieren, dass für jemanden ohne ihre Vorkenntnisse das Lesen des neuen Bandes nicht möglich sei.

Wie kommt das nun? Warum entsteht diese Diskrepanz zwischen wiederkehrenden und neuen Leserinnen?

Meine Theorie, die sich im übrigen auch außerhalb von Buchreihen auf das grundsätzliche Leseerlebnis eines jeden Buchs bezieht: Jede Leserin geht mit bestimmten Erwartungen an eine neue Lektüre heran. Diese Erwartungen sind umso präziser, wenn bereits vermeintliche Vorkenntnisse über das Buch existieren. Egal ob es dabei um eigene Lebenserfahrungen geht, die sich auf ein bestimmtes Thema im Buch beziehen, man filtert automatisch beim Lesen das heraus, was man kennt, wo man einen Bezug zu hat. Im Fall meiner bisher erschienen Bücher erwarten sie also, dass die Protagonisten und deren Erfahrungen aus vorherigen Bänden eine wichtige Rolle spielen müssen.

Foto: Pixabay


Genau das ist aber gar nicht der Fall. Die Protagonisten aus den vorherigen Bänden spielen allenfalls Nebenrollen, in den Büchern geht es immer vor allem um ein Paar, dessen Liebesglück im Vordergrund steht. Die Entwicklung des Volks der Bo'othi ist eine Randgeschichte, die auch später nachgeholt werden kann, wenn das Interesse geweckt wurde.

Einzig winzige Spoiler, die darauf hinweisen, dass es in meinen Büchern immer ein Happy End gibt, auch wenn es noch so aussichtslos aussah, konnte ich nicht vermeiden. Aber ich mache auch grundsätzlich keinen Hehl daraus, dass ich Bücher mit Happy End schreibe. Wie dieses erreicht wurde, wird nur im betreffenden Band verraten.

Was ich nun aber als Autorin daraus gelernt habe, ist folgendes: Egal wie viel Mühe man sich gibt, Bücher so zu schreiben, dass sie allein gelesen funktionieren, es wird immer Leserinnen geben, die das anders empfinden. Denn jeder liest nicht nur mit den Augen, sondern vor allem mit dem Herzen. Wir nutzen Verstand und Gefühl, fügen beides zu einer großen Kulisse zusammen und erleben so - jeder für sich das - das Buch ganz individuell. Und ein Text, egal von wem geschrieben und mit welcher Intention, wird immer vor dem eigenen Hintergrund interpretiert.

Foto Pixabay


Die Bo'othi sollen irgendwann zu einem Finale finden, in dem sich auch Probleme lösen, die sich durch alle Bände ziehen. Und um dort hinzukommen, wird es nach dem zweiten Band die Aussage, dass Bücher alleinstehend gelesen werden können, nicht mehr geben. Beginnend mit der Novelle "SternSplitter", die noch in diesem Jahr erscheinen wird, werde ich ausdrücklich empfehlen, die vorangegangenen Bände zu lesen. SternSplitter wird konkret auf dem ersten Teil der Novelle, die im vergangenen Jahr unter dem Namen "SternRegen" veröffentlicht wurde, aufbauen. Das Paar, das wir dort schon kennengelernt haben, erhält ein weiteres Kapitel in seiner Beziehung und die Erlebnisse aus SternSplitter werden erheblich zur Entwicklung des Bo'othi Volks beitragen.

Nach dieser Novelle sind noch mindestens zwei weitere Bände in Planung. Ich kann also nur jedem, der die Bo'othi ohnehin kennenlernen wollte, sich auf die bisher erschienen Bücher zu stürzen. Denn wenn es weitergeht, benötigt Ihr Vorkenntnisse als wiederkehrende Leserinnen.

Im übrigen plane ich für die Vergesslichen unter uns eine Rubrik "Was bisher geschah" auf meiner Webseite einzubauen. Dieser Bereich wird passwortgeschützt sein, kann also nur gelesen werden, wenn es ausdrücklich gewünscht wird. Dort werde ich Inhaltsangaben der bisher erschienenen Bände zur Verfügung stellen, sodass alle, die ihre Erinnerung auffrischen können, ohne die Bücher noch einmal lesen zu müssen. Das Passwort und den Zugang werde ich in den kommenden Büchern der Geschichte voranstellen. Ob und wer das Angebot dann tatsächlich wahrnimmt, ist jeder Leserin selbst überlassen.

Bisher in der Bo'othi Reihe erschienen (Reihenfolge von links nach rechts):
Verlorener Stern, SternRegen, Verlassener Stern
Alle Informationen auf einen Blick: www.monasilverautor.com


Ich hoffe, dass ich damit allen ein klein wenig dabei helfen kann, sich ein bisschen besser im Bo'othi Universum zurechtzufinden. Ich gehöre nicht zu den Autorinnen, die Bücher in Rekordzeit schreibt, eine Pause von einem Jahr zwischen den einzelnen Bänden ist Minimum, denn ich möchte meine Arbeit auch gut machen und so für ein befriedigendes Leseerlebnis auf allen Seiten sorgen.

Habt Ihr die Bücher bereits gelesen? Oder nur einen Band? Wie ist eure Meinung dazu? Ich bin gespannt, was Ihr zu sagen habt!