Dienstag, 26. September 2017

Buchbloggerinterview: Cygnus Reviews - 26.09.2017

Immer wieder Dienstags:
Buchblogger im Interview

Ich bin nach wie vor auf der Suche nach interessierten Buchbloggern, die mir immer wieder Dienstags hier Rede und Antwort stehen möchten. Meldet euch gerne bei mir!

Allen anderen wünsche ich viel Spaß mit Antworten auf Fragen, die Ihr so oder so ähnlich noch nie gestellt habt. 
Heute im Interview Swantje Niemann über ihren Blog
Cygnus Reviews. 


Fragen rund um den Blog

?Wie heißt Dein Blog und was bedeutet der Name für Dich?
Mein Buchblog heißt „Cygnus Reviews“. „Cygnus“ ist das lateinische Wort für Schwan und passt daher gut zu meinem Vornamen Swantje. Allerdings habe ich einen klassischen Anfängerfehler gemacht und den Namen nicht gegoogelt, bevor ich mich entschieden habe, ihn für meinen Blog zu verwenden. Daher ist es jetzt schwieriger als mir lieb ist, meine Seite zu finden, weil es so viele Seiten/Communities/Unternehmen mit ähnlichen Namen gibt.

https://cygnusreviews.wordpress.com/


?Unter welcher Adresse (URL) ist dein Blog zu finden?
https://cygnusreviews.wordpress.com/

?Seit wann bloggst du schon?
Ich habe im August 2015 angefangen.

?Hast oder hattest du noch andere Blogs?
Anfang 2016 habe ich gesehen, dass die Seite Literatopia, wo ich immer gerne Rezensionen gelesen habe, nach neuen Redakteuren suchte. Ich habe mich einfach beworben und weil ihnen meine Blogartikel auf „Cygnus Reviews“ gefallen haben, haben mich die Chefredakteure auf Probe in ihr Team aufgenommen. Jetzt bin ich seit mehr als einem Jahr dabei und durfte zu meiner großen Freude auch bei den letzten beiden Ausgaben des e-Zines „Phantast“ mitschreiben – bei der letzten Ausgabe war ich sogar an der Auswahl des Themas beteiligt.
Außerdem habe ich noch meine Autoren-Website https://swantjeniemann.wordpress.com/

https://swantjeniemann.wordpress.com/


?Hast du neben Büchern auch noch andere Themen, mit denen dich auf deinem Blog beschäftigst?
Nur, wenn man meine paar Beiträge zum Schreiben und meine Interviews wertet, die aber letztlich auch alle mit Büchern zu tun haben.
Ich bemühe mich aber, das Thema so facettenreich wie möglich abzubilden. Z.B. läuft bei mir gerade die „Autor(in) und…“-Beitragsserie. Dafür interviewe ich Autoren, die gleichzeitig noch auf andere Weise kreativ sind, z.B. ihre Bücher selbst illustrieren oder als Übersetzerin arbeiten. Übrigens können sich interessierte Autoren, die Lust auf so ein Interview hätten, gerne bei mir melden.
Vor einer ganzen Weile habe ich auch eine Lektorin interviewt, weil ich dachte, dass meinen Lesern ein solcher Blick hinter die Kulissen gefällt, verschiedene kleine Buchläden in Berlin oder Prag vorgestellt oder über meine Erfahrungen mit dem NaNoWriMo geschrieben.

?Du bist außerdem selbst Autorin, magst Du uns etwas über deine Bücher erzählen?
Ich habe vor zwei Jahren den „Steam Fantasy“-Roman „Drúdir“ geschrieben und zunächst im Selbstverlag herausgebracht. Darin geht es um einen Zwerg, der in einer Fantasy-Welt, aus der die Magie für Jahrhunderte verschwunden war und wo in dieser Zeit eine industrielle Revolution stattgefunden hat, seine magischen Fähigkeiten entdeckt. Er setzt sie wiederstrebend ein, um einen Mord aufzuklären. Seine Ermittlungen stellen sich als unerwartet gefährlich und folgenreich heraus.
Die sehr positiven Reaktionen die ich von Buchbloggern erhalten habe – übrigens habe ich über das Anschreiben von Bloggern nicht nur Rezensionen erhalten, sondern auch tolle Blogs und nette Menschen entdeckt, mit denen ich teilweise jetzt noch hin und wieder hin- und herschreibe – haben mich dazu bewogen, das Buch noch einmal Verlagen anzubieten. Und Tadaa: Im Oktober erscheint es unter dem Titel „Drúdir – Dampf und Magie“ mit einem genialen Cover von Joerg Schlonies, das in enger Zusammenarbeit mit mir und auf der Basis von meinen Beschreibungen und Skizzen entstanden ist, bei „Edition Roter Drache“. Gerade bin ich dabei, es noch einmal mit Hilfe einer professionellen Lektorin zu überarbeiten.
Das Ausmaß an Kontrolle, das man beim Selfpublishing hat, und die Möglichkeiten, die dies für „Nischen-Autoren“ eröffnet, sind auf jeden Fall eine gute Sache, aber ich bin trotzdem froh, jetzt Verlagsautorin zu sein. Es ist ein gutes Gefühl, mit so vielen freundlichen, talentierten und professionellen Leuten zusammenzuarbeiten, die alle dazu beitragen, dass schließlich das bestmögliche Buch auf den Markt kommt.
Gerade habe ich den ersten Entwurf zu einem zweiten „Drúdir“-Roman beendet und habe darüber hinaus ein weiteres Manuskript herumliegen, in dem sich Fantasy und Dystopie auf hoffentlich spannende Weise vermischen. Über das Schicksal dieser Bücher wird wahrscheinlich der Erfolg von „Drúdir – Dampf und Magie“ entscheiden.

?Wie viele Follower hast du und ist dir die Zahl wichtig? (Stand 05.08.2017)
Auf Literatopia habe ich oft viele hundert Zugriffe auf meine Beiträge, aber da profitiere ich davon, dass meine Kollegen, die viel länger dabei sind, die Seite über Jahre hinweg aufgebaut und als Lieferanten für gute, ausführliche Rezensionen bekannt gemacht haben – das sagt also mehr über die Qualität von deren Arbeit als über meine aus.
Bei „Cygnus Reviews“ folgen mir etwas über 290 Menschen, aber das schließt auch meine FB-Freunde und Twitter-Follower ein, die über diese Netzwerke automatisch von neuen Artikeln erfahren. Mein Blog ist ein ziemlich kleines Licht, fürchte ich.

?Was tust du, um dein Blog bekannter zu machen? 
Meine Rezensionen erscheinen automatisch bei Facebook, Twitter, Goodreads und in der Sidebar meiner Webseite. Ich verlinke sie auch auf meiner FB-Autorenseite. Ich sollte wahrscheinlich mehr Arbeit darin investieren, meinen Blog bekannter zu machen, aber das Erstellen von Inhalten und natürlich auch das Schreiben und Überarbeiten meiner Bücher machen mir einfach mehr Spaß. Ich glaube, wenn ich zugunsten von mehr Vernetzung und Werbung anfangen würde, weniger zu lesen und zu schreiben, hätte mein Blog für mich seinen Zweck verfehlt.
Ich bin aber auch in der luxuriösen Situation, mich da etwas zurücklehnen zu können, weil ich für meine Literatopia-Rezensionen nahezu alle deutschsprachigen, halbwegs neuen Bücher bekomme, die ich haben möchte, ohne einen Verlag davon überzeugen zu müssen, dass ich eine große Reichweite habe. Auf Cygnus Reviews dagegen rezensiere ich eher ältere Bücher, die ich gebraucht finde, oder aber englischsprachige Bücher.

?Hast du eine Strategie, einen eigenen Stil oder eine Besonderheit auf deinem Blog, die die anderen nicht haben? 
Ich schreibe sehr lange, ausführliche Rezensionen – und genau deshalb betreibe ich „Cygnus Reviews“ parallel zu meiner Arbeit für „Literatopia“ weiter. Bei Literatopia versuche ich meist, kurz und knapp einen Eindruck zu vermitteln, wie viel Spaß die Lektüre eines bestimmten Buches macht und für wen es womöglich das Richtige wäre und beziehe insgesamt viel klarer Stellung. Bei Cygnus Reviews kann ich mich schon Mal davon mitreißen lassen, dass ich es als Autorin gewöhnt bin, Bücher darauf zu analysieren, was wieso funktioniert und was weniger gut, und kann auch mal ein wenig mäkelig sein, auch wenn sich auch hier vergleichsweise knappe Rezis finden. Gleichzeitig muss ich hier nicht so scharf urteilen.
Ansonsten versuche ich, in der Rubrik „Büchermenschen“ spannende Menschen und Orte vorzustellen, die etwas mit Literatur zu tun haben. Ebenfalls typisch für „Cygnus Reviews“ ist die große Anzahl von Rezensionen zu englischen Fantasy-Romanen. Ich lese viele sowieso schon populäre Titel, aber versuche auch, Bücher bekannt zu machen, die vielleicht nicht mainstream-tauglich genug sind, um übersetzt zu werden, aber die Lektüre trotzdem auf jeden Fall lohnen. Zu meinen neuesten „Geheimtipps“ würde ich z.B. „Every Heart a Doorway“ von Seanan McGuire, „Range of Ghosts“ von Elizabeth Bear oder „Borderline“ von Mishell Baker zählen.
Außerdem gibt es noch meine „Reflektionen“, aber um die geht es schließlich ausführlicher in der nächsten Frage.

?Was finden wir unter der Kategorie „Reflektionen“ auf deinem Blog?
Da finden sich meine Gedanken zu verschiedenen buchigen Themen. Meist geht es dabei um phantastische Literatur.
Ich habe zum Beispiel einmal drei Buchcover vorgestellt und erklärt, wieso sie mich besonders ansprechen, aber auch darüber geschrieben, dass ich mir eine bessere Repräsentation von Fantasy in den traditionellen Medien wünschen würde (mir sind in Zeitungen und Radios zwar gelegentlich Features über das Genre im allgemeinen begegnet, aber leider wimmelt es da von Verallgemeinerungen und geschieht es selten, das individuellen Büchern mit derselben Ausführlichkeit und demselben Respekt begegnet wird, wie sie Werke anderer Genres genießen – einigen Radio/Print-Journalisten scheint entgangen zu sein, wie vielfältig und „erwachsen“ Fantasy sein kann).
Einmal habe ich auch überlegt, wieso optimistische Literatur es in unserer Zeit womöglich schwer hat und was das über uns aussagt, oder wie es Fantasy-Autoren gelingt, ihre Bücher realistischer wirken zu lassen. In dieser Rubrik findet sich auch der schon erwähnte Artikel über meine Erfahrungen mit und meine Meinung über den NaNoWriMo.

?Veranstaltest du auf deinem Blog hin und wieder besondere Aktionen wie Gewinnspiele, Blogtouren oder vielleicht was ganz anderes? 
Nein – ich muss zugeben, dass ich erst im Zusammenhang mit meiner eigenen Buchveröffentlichung angefangen habe, auf sozialen Netzwerken aktiver zu werden, und mir erst dann klar geworden ist, wie wichtig solche Aktionen für viele Blogs sind. Ich muss mich als Bloggerin und Autorin auf jeden Fall in der Zukunft ausgiebiger damit beschäftigen.

?Hast du Bloggerkolleginnen, mit denen du gemeinsame Aktionen planst oder geplant hast? 
Nur, wenn man meine Interaktionen als Autorin mit anderen Bloggern zählt – die ich, wie gesagt, sehr genossen habe.

?Besuchst du Buch-Events, Buchmessen oder Cons?
Ich war in den letzten Jahren dreimal auf der Leipziger und einmal auf der Frankfurter Buchmesse. Mein Besuch der BuchBerlin (die übrigens Kleinverlagen eine wunderbare Bühne bietet und es Lesern erlaubt, jenseits des Mainstream zu schnuppern) hat sich als schicksalsträchtig erwiesen, denn da habe ich meinen künftigen Verleger kennengelernt und die Aufforderung erhalten, ihm „Drúdir“ zuzuschicken.
Ich liebe die Fantasy-Leseinsel auf der Leipziger Buchmesse und die Möglichkeit, sich, wenn man erschöpft ist, einfach an der nächstbesten Wand heruntergleiten und bunte Cosplayer an sich vorbeiziehen zu lassen.
Ich bin ziemlich aufgeregt, weil ich demnächst nicht nur als Leserin und als Bloggerin, sondern auch als Autorin auf Buchmessen unterwegs sein werde. Im September habe ich meine allererste große Lesung bei den Tübinger Tolkien-Tagen und freue mich schon auf die Begegnung mit anderen Fantasy-Fans und Autoren, auch wenn die Lesung selbst mich ziemlich nervös macht.
Genauso gespannt bin ich auf „Darkerkant“ – das ist ein medienübergreifendes „dunkles Event“ in Hamburg, wo ich am 13.10. zusammen mit anderen Künstlern (Autoren, bildende Künstler, Musiker) auf einem Schiff auftreten werde.

?Wie viel Zeit steckst du am Tag/in der Woche in deinen Blog? 
Das ist schwer zu sagen. Eine Rezension zu entwerfen kostet mich etwa eine Stunde. Dafür, sie noch einmal probezulesen, hochzuladen und zu verlinken würde ich noch einmal eine halbe Stunde veranschlagen. Darüber, wie viel ich eigentlich für meinen Blog lese, habe ich keinen richtigen Überblick. Ich schreibe, wenn ich Zeit habe und dann schon Mal Bücher an einem oder zwei Tagen lese, Rezensionen auf Vorrat, sodass ich zuverlässig einmal pro Woche posten kann, selbst, wenn gerade in meinem Leben viel anderes los ist oder ich gerade mal wieder primär für Literatopia rezensiere. Da ich bei Cygnus bewusst auch ältere Bücher vorstelle, ist es mir da nicht so wichtig, die Rezis möglichst schnell zu veröffentlichen.

?Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft - für deinen Blog oder darüber hinaus? 
Ich fände es wie gesagt schön, wenn mehr Menschen die ganze Vielfalt meines Lieblings-Genres Fantasy zu schätzen lernen würden, und in Deutschland eine ähnlich aktive und reflektierte Beschäftigung damit stattfände wie im englischsprachigen Raum – und wir sind auf einem guten Weg, würde ich sagen. Natürlich wäre es für mich schön, ein ähnliches Erlebnis zu haben wie Eva Bergschneider von „phantastisch-lesen“ (sehr empfehlenswerter Blog), die erfahren hat, dass ihre Rezension für meinen Verleger einer der Gründe war, „Drúdir“ ins Verlagsprogramm aufzunehmen – aber das wird, unbekannt wie mein Blog ist, natürlich nicht passieren.
Mein absoluter Traum wäre, als Schriftstellerin erfolgreich genug zu sein, um nach meinem Studium nicht parallel zum Schreiben Vollzeit arbeiten zu müssen.

Über dich: 

?Wer ist der Mensch oder sind die Menschen hinter dem Blog? Magst du uns ein Foto von dir zeigen? 
Ich betreibe meinen Blog allein, wenn man von einem Gastbeitrag absieht. Hier ist ein halbwegs aktuelles Foto von mir.



?Welchen Beruf übst du im richtigen Leben aus? 
Derzeit studiere ich im Bachelor Kulturwissenschaften in Frankfurt Oder. Es ist ein spannendes Studium, das dank vieler Wahlmöglichkeiten für jeden Studenten anders aussieht und Inhalte und Methoden verschiedener geisteswissenschaftlicher Disziplinen zusammenbringt. Es gibt dir ein hübsches Set von geistigen Werkzeugen, mit denen du Sachverhalte und Konzepte in einem Kopf so lange hin- und herdrehen kannst, bis du eine neue Facette entdeckst. Meine Studienwahl ist wahrscheinlich nicht so toll für meine Karriere, aber für mich persönlich und für mein Schreiben eine echte Bereicherung.
Daneben bin ich, wie schon gesagt, Autorin. Gelegentlich arbeite ich auch ehrenamtlich beim „Berliner Büchertisch“, der Bücherspenden sammelt, um Bücher zu bezahlbaren Preisen zu verkaufen und Leseförderung zu betreiben, und demnächst habe ich auch wieder einen Nebenjob bei der Literaturagentur „Schoneburg“ und kann wieder mithelfen, den „Krimimarathon Berlin-Brandenburg“ mitzuorganisieren. Daran hatte ich schon letztes Jahr viel Spaß (auch wenn ich einmal in einer E-Mail versehentlich eine Autorin mit dem Namen ihrer Hauptfigur angeredet habe^^).

?Hast du neben dem Lesen und dem Bloggen noch Zeit und Lust für andere Hobbies? 
Ja, ich trainiere mehrmals in der Woche Kendo (die meisten Leute haben Schwierigkeiten, zu glauben, dass ich in meiner Freizeit schreiend und stampfend Bambusschwerter schwinge, aber es macht mir wirklich Spaß) und dilettiere fröhlich auf der Harfe herum, wenn mich die Lust darauf überkommt (es sei denn, das passiert, wie leider sehr oft, nachts).

?Print oder E-Reader?
Ich kann mich dem Zauber eines schön gestalteten Hardcover-Bandes nicht entziehen, aber ich mag auch, wie das e-Book ein Buch auf das reduziert, was wirklich zählt: Die Wörter, die die Geschichte bilden. Da ich viel auf Englisch oder auch in der Bahn lese, ist der leichte e-Reader, auf den ich mir binnen Sekunden Bücher laden kann, die sonst wochenlang unterwegs wären und mich viel Porto kosten würden, für mich so ziemlich unverzichtbar.

?Fernsehen oder Musik hören?
Musik. Aber ich kann eigentlich das eine oder andere nur machen, wenn ich entweder sehr müde bin oder parallel noch etwas anderes mache. An sich fordert keines von beidem mich genug heraus und meine Gedanken beginnen zu wandern.

?Serie oder Film?
Serie. Ich finde es toll, Charaktere über eine längere Zeit bei ihren Entwicklungen zu begleiten – vorausgesetzt, diese Entwicklung ist spannend, sinnvoll und konsistent. Andererseits schaue ich auch Serien, an denen ich eigentlich einiges zu mäkeln habe, oder Filme, die vor allem mit bunten Spezialeffekten auftrumpfen. Ich bin da wesentlich weniger anspruchsvoll als bei Büchern.

?Zelt oder Luxushotel? 
Eher Hotel – es muss nicht mal Luxus sein. Aber ich brauche eine warme Dusche in Reichweite.

?Hörbuch oder Lesen?
Lesen. Bei Hörbüchern habe ich dasselbe Problem wie beim Fernsehen/Musikhören und es passiert mir oft, dass ich sie mittendrin abbreche. Dafür höre ich aber sehr gerne beim Kochen oder Saubermachen Podcasts.

?Du machst eine Auslandsreise in ein Land, dessen Sprache du nicht sprichst und vergisst dein Buch mitzunehmen. Was tust du?
So schnell wie möglich ein neues Buch besorgen und mich darin vergraben. Interaktion mit Menschen, deren Sprache ich nicht verstehe, ist der pure Stress für mich. Ich gerate bereits in milde Panik, wenn mein Gegenüber nur gebrochen Deutsch oder Englisch spricht, weil ich in solchen Situationen die Angst nicht loswerde, dass man mich falsch versteht und glaubt, ich hätte etwas Beleidigendes gesagt.

?Gibt es irgendwas, was ich nicht gefragt habe, du aber trotzdem unbedingt noch loswerden möchtest?
Kauft mein Buch! Nur ein Scherz, das war ein ausführlicheres Interview, als ich anfangs gedacht habe und mir fällt gerade nichts ein, was du mit deinen Fragen nicht abgedeckt hättest.

Über das Lesen:

?Wie viel liest du am Tag/Woche/Monat? 
Schwer zu sagen. Es gibt Tage, an denen ich kaum etwas anderes mache und selten mehr als zwei oder drei Tage für ein Buch brauche, aber auch Zeiten, wo ich weniger zum Lesen komme. Ich schätze, sieben Bücher im Monat sind ein realistisches Minimum, wenn ich nicht gerade in einer Phase bin, wo ich in jeder freien Minute schreibe.

?Was kostet dich dein Hobby Lesen monatlich? 
Dank der Rezi-Exemplare und der Tatsache, dass ich viele Bücher als günstige E-Books oder gebraucht bekomme, relativ wenig. Zwischen zehn und dreißig Euro, würde ich sagen.

?Wo liest du am liebsten? 
Ich lese sehr viel in der U-Bahn oder im Regionalexpress und finde das eigentlich ganz angenehm. Ansonsten lese ich ganz traditionell auf dem Sofa.

?Welches Genre bevorzugst du und weichst du auch mal davon ab? 
Die Antwort ist - wenig überraschend - Fantasy. Ich habe dabei ein besonderes Faible für komplexe High Fantasy mit spannenden Kulturen und differenzierten Charakteren. Aber ich achte bewusst darauf, mich nicht auf ein Genre festzulegen und frage immer wieder Menschen mit einem anderen Lesegeschmack nach gutem Empfehlungen für Krimi/Belletristik/Historische Romane/etc. Gelegentlich lese ich auch ganz gerne Non-Fiction. Z.B. ist „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ von Yuval Noah Harari wirklich toll.

?Was war das letzte Buch, das dich richtig gefesselt hat? 
„The Fifth Season“ von N.K. Jemisin – voller origineller Ideen und clever konstruiert.

?Welches Buch möchtest du unbedingt noch / als nächstes lesen?
„Sins of Empire“ von Brian McClellan – ich mochte bereits seine „Powder Mage“-Reihe sehr gerne und er selbst und mehrere Rezensenten meinten, dass er sich noch einmal gesteigert hat. Außerdem „The Court of Broken Knives“ von Anna Smith Sparks. Die Rezensionen haben mich wirklich neugierig gemacht.

?Ein Buch schafft es, dich zu fesseln. Was tust du: Liest du schneller, extra langsam oder mehrmals? Markierst du besonders gelungene Stellen, schreibst dir Zitate raus? Irgendeine andere „Macke“?
Ich nehme mir immer vor, mir Zitate herauszuschreiben, aber mache es nie. Bücher, die ich besonders mag, lese ich zweimal: Einmal für den Plot, dann noch einmal langsam und genüsslich für den Stil – zumindest habe ich das früher so gemacht. Jetzt fehlt mir leider die Zeit dafür. Einzelne Sätze oder Stellen, die mir besonders gut gefallen, lese ich laut, wenn ich gerade allein bin.

?Leserillen - Horrorszenario oder ein Zeichen, dass das Buch lebt?
Ich behandle meine Bücher vorsichtig und erwarte das auch von den Leuten, denen ich sie ausleihe, aber es ist kein Drama, wenn sie trotzdem eine Rille abkriegen.

?An Büchern schnuppern - Tust du‘s?
Nein, eigentlich nicht.

?Würdest du deine Print-Bücher verleihen?
Sogar sehr gerne, sofern ich halbwegs sicher sein kann, dass ich das Buch zurückbekomme. Während andere Leute versuchen, ihre Freunde zu verkuppeln, versuche ich, Menschen mit Büchern zusammenzubringen, von denen ich glaube, dass sie ihnen gefallen könnten. Ich liebe es auch, Bücher als Geschenke für meine Freunde auszusuchen.

?Was machst du, wenn dir ein Buch überhaupt nicht gefällt? 
Früher habe ich es bis zum Ende durchgelesen, aber jetzt mache ich das nicht mehr. Es gibt zu viele gute Bücher da draußen, als dass ich sie zugunsten der schlechten Bücher vernachlässigen möchte. Bei Büchern, die nicht wirklich gut, aber immer noch in Ordnung sind, halte ich dagegen meistens durch und denke darüber nach, was funktioniert, was nicht funktioniert und wie man das Buch hätte retten können, in der Hoffnung, dadurch etwas für mein eigenes Schreiben zu lernen.

?Was ist schlimmer? Rechtschreibfehler oder Logik-/Plotfehler? Und wie sehr stört das eine oder andere deinen Lesefluss? 
Das kommt sehr darauf an, in was für einer Stimmung ich lese. Ganz schrecklich war es an den Nachmittagen nach den Tagen, wo ich in der Literaturagentur Bücher lektoriert habe – ich habe immer etwa eine halbe Stunde gebraucht, um aus dem Fehler-Such-Modus herauszukommen und den Text halbwegs genießen zu können.
Vereinzelte Rechtschreibfehler kann ich ignorieren. Wenn sie sich häufen, ist es allerdings nicht schön. Logik oder Plotfehler stören mich schon deutlich mehr. Am meisten störe ich mich aber eigentlich an eindimensionalen, klischeehaften oder langweiligen Figuren.

?Magst du Leseproben zu Büchern oder reichen dir Klappentext und Cover? Was muss in einer Leseprobe drin stehen, damit du den Rest des Buches lesen willst?
Ich mag diese kleinen Leseproben-Heftchen, wie sie auf Buchmessen herumliegen, sehr gerne. Und da mir ein schöner Stil wichtig ist, ist es für mich immer eine gute Idee, in Bücher hineinzulesen, bevor ich sie kaufe, auch, da Cover manchmal sehr irreführend sein können. In einer Leseprobe müssen mich die Sprache des Buches und der erste Eindruck von der Hauptperson/ einer der Hauptpersonen überzeugen.

Über Rezensionen:
Autor*innen sehnen sich nach Leserinnen, die Rezensionen schreiben. Du machst das und dafür danke ich dir im Namen aller Autor*innen. Was hat dich dazu gebracht, damit anzufangen? 
Ich habe immer viel mit anderen über die Bücher geredet, die ich gelesen habe, und irgendwann hat mich die Lust überkommen, meine Gedanken festzuhalten und vielleicht sogar ein paar Büchern zu mehr Popularität zu verhelfen, bei denen ich finde, dass sie zu wenig gelesen werden.

?Was ist für dich eine gute Rezension? Gehört spoilern dazu oder geht das gar nicht? 
Eine gute Rezension vermittelt einem einen Eindruck von dem Buch, um das es geht. Ich habe schon Rezensionen gelesen, die negativ ausgefallen sind, aus denen ich aber herauslesen konnte, dass das Buch trotzdem etwas für mich sein könnte, oder umgekehrt. So etwas spricht für mich immer sehr für eine Rezension.
Hauptfiguren, wichtigster Konflikt und vielleicht noch Atmosphäre, Schauplatz, Stil, Stärken und Schwächen des Buches sollten angesprochen werden. Spannend sind auch Rezensionen, die Fragen aus dem Buch aufnehmen und weiterdenken und ein Buch in einen kulturellen Kontext einordnen, auch wenn ich gelegentlich über Rezensionen gestolpert bin, bei denen ich das Gefühl hatte, dass sich die Rezensenten einem bestimmten Buch mit gewissen Vorurteilen genähert und nur nach Bestätigung dafür gesucht haben.
Ich bin vergleichsweise entspannt, was Spoiler betrifft, weil ich Bücher schließlich nicht nur wegen des Plots genieße, sondern die Figuren bei ihrer Entwicklung begleiten und den Schreibstil des Autors genießen will. In meinen eigenen Rezensionen versuche ich dagegen, Spoiler zu meiden. Das macht es manchmal etwas schwierig. Um ein Beispiel zu nennen: Einen der genialsten Aspekte von „The Fifth Season“ könnte ich nicht beschreiben, ohne eine wichtige Überraschung zu ruinieren.

?Machst du dir während des Lesens Notizen, auf die du später für die Rezension zurückgreifst?
Ich lese sehr schnell und schreibe die Rezension dann meist unmittelbar danach, solange die Erinnerung frisch ist. Daher ist das meist nicht nötig.

?Bewertest du nach einem Fünf-Sternesystem oder nutzt du ein anderes Bewertungssystem?
Ich verzichte bewusst auf ein Sternesystem. Einfach, weil sich Bücher oft nur schwer vergleichen lassen. Ist das relativ unoriginelle, aber handwerklich solide gemachte und unterhaltsame Buch besser oder schlechter als das Buch in dem so viele ehrgeizige, innovative Ideen stecken, an deren Umsetzung es allerdings hapert? Wie beeinflussen meine Stimmung/ der Vergleich mit dem Buch, das ich davor gelesen habe, mein Urteil?  So viele Fragen, denen ein starres Punktesystem nicht gerecht werden will… ich versuche einfach, Bücher so gut zu charakterisieren, wie es mir möglich ist, einfach weil ich immer wieder gemerkt habe, dass Lesegenuss manchmal weniger eine Frage objektiver Qualität ist, sondern vielmehr davon abhängt, ob die richtige Person das richtige Buch zur richtigen Zeit findet.

?Veröffentlichst du auch Rezensionen außerhalb deines Blogs? 
Ich habe schon von meinen Verlinkungen und meiner Arbeit für Literatopia erzählt.

?Wie wirst du auf die Bücher aufmerksam, die du rezensierst? 
Ich stöbere manchmal in Verlagsprogrammen und Buchläden, aber meist erfahre ich über die FB-Seiten meiner Lieblingsautoren von deren neuesten Büchern. Es gibt auch bestimmte Gruppen oder Rezensionsseiten, denen ich vertraue, was Empfehlungen betrifft.

?Bewirbst du dich bei Verlagen/Autor*innen um Rezensionsexemplare?
Ja, die Literatopia-Chefredakteure leiten meine Anfragen an Verlage weiter. In einem Fall habe ich auch Bücher über den persönlichen Kontakt zu einer Autorin bekommen. Für Cygnus kaufe ich mir meine Bücher selbst.

?Akzeptierst du E-Books als Rezensionsexemplare?
Ja. Eigentlich sind E-Books angesichts des stetig schrumpfenden Platzes in meinen Regalen sogar praktischer, aber ich mag das Gefühl, ein Buchpaket aufzumachen, so dass ich meist lieber gedruckte Bücher anfrage. Insbesondere, wenn sie besonders schöne Cover haben, wie z.B. „Lagune“ von Nnedi Okorafor – das wollte ich unbedingt als Print-Buch haben.

Autoren und Verlage:

?Hast du Lieblingsautor*innen/Lieblingsverlage? 
Ich habe sehr viele Lieblingsautoren. Dazu zählen z.B. Mark Lawrence, Brent Weeks (wegen seiner Lightbringer-Reihe), Gesa Schwartz, Jacqueline Carey, Scott Lynch, Rebecca Gablé,… ich könnte endlos weitermachen. Was Verlage betrifft, finde ich das Programm des Fischer-Tor-Verlags ziemlich interessant.

?Liest und rezensierst du nur Bestseller/bekannte Autor*innen oder auch Indiebücher, also Bücher von Autor*innen aus Kleinverlagen oder Selfpublisher?
Ich versuche, beides zu mischen, aber tendenziell überwiegen Verlagsautoren, die vielleicht nicht extrem bekannt sind, aber bei Viellesern einen guten Ruf haben.

?Wo kaufst du deine Bücher? 
E-Books meist über Kobo, gedruckte Bücher bekomme ich entweder als Rezi-Exemplare oder finde sie in den Läden des „Büchertisch“, in Wühlkisten oder im Buchladen. Hier in Berlin gibt es einen tollen Fantasy/Sci-Fi-Buchladen, das „Otherland“. Leider bin ich da nur selten, weil ich am anderen Ende der Stadt wohne.

?Die meisten Indies sind nicht im normalen Buchladen zu finden. Wie wirst du auf sie aufmerksam? 
Meist über soziale Medien, aber das ist eine zweischneidige Sache. Einige Autoren posten dort so aggressiv Eigenwerbung, dass mir jede Lust vergeht, auch nur einen Blick in ihre Bücher zu werfen.

?Interessieren dich Lesungen von Autor*innen?
Wenn sie nur lesen und das womöglich auch langsam und unsicher, dann machen Lesungen nicht so viel Spaß. Aber ich habe auch schon sehr gute Lesungen erlebt, wo mich die Lesung an sich fesseln konnte und dann auch noch ein gutes Gespräch zwischen Autor*in und Publikum zustande kam.

?Welche Buchwerbung zieht deine Aufmerksamkeit auf sich? Was reizt dich, mehr über das Buch zu erfahren? (Beispiele: Facebook-Werbung, Werbegrafiken, Werbenewsletter, Empfehlungen durch Genrenewsletter, Fernsehwerbung, Plakatwerbung, Flyer, Buchtrailer usw.)
Ich kenne nur sehr wenige Buchtrailer, die auf mich nicht eher abschreckend wirken. Was mich auf Bücher aufmerksam macht, sind Empfehlungen von Autoren, Bloggern oder Seiten, die ich schätzen gelernt habe. Bloße Links zu Verkaufsseiten oder generische Werbeformeln funktionieren für mich nicht. Egal in welcher Form die Werbung kommt, sie sollte auf irgendeine Weise auf die inhaltlichen oder stilistischen Aspekte verweisen, die ein Buch besonders machen.

?Nimmst du selbst an Gewinnspielen in sozialen Medien oder auf Blogs teil? Gibt es Gewinne, die du besonders gerne gewinnen würdest? (Beispiele: Taschenbücher, E-Books, Lesezeichen, zum Buch passende Kleinigkeiten, dein Name im nächsten Buch, …)
Ich nehme so gut wie nie an Gewinnspielen teil. Ein- oder zweimal habe ich versucht, ein Buch zu gewinnen, das ganz interessant aussah, aber das war es auch schon. Ich finde aber Gewinnspiele schön, die von den Autoren ausgerichtet werden und eine persönliche Note haben, z.B. in Form von selbstgebastelten Kleinigkeiten.

Zum Abschluss möchte ich dir für dieses Interview ganz herzlich danken! Es war spannend und interessant, mal etwas mehr über dich zu erfahren. 

Dienstag, 19. September 2017

Buchbloggerinterview: Bücher sind Schiffe, die die weiten Meere der Zeit durcheilen - 19.09.2017

Immer wieder Dienstags:
Buchblogger im Interview

Ich bin nach wie vor auf der Suche nach interessierten Buchbloggern, die mir immer wieder Dienstags hier Rede und Antwort stehen möchten. Meldet euch gerne bei mir!

Allen anderen wünsche ich viel Spaß mit Antworten auf Fragen, die Ihr so oder so ähnlich noch nie gestellt habt. 
Heute im Interview Melanie über ihren Blog
Bücher sind Schiffe,
die die weiten Meere der Zeit durcheilen. 


Fragen rund um den Blog

?Wie heißt Dein Blog und was bedeutet der Name für Dich?
Mein Blog heißt „Bücher sind Schiffe, die die weiten Meere der Zeit durcheilen. Ich fand den Spruch ersten total schön und zweitens sind Bücher für mich, ein Ausgleich, bei dem ich die Zeit vergessen kann.

?Unter welcher Adresse (URL) ist dein Blog zu finden?
http://sakuyasblog.blogspot.de

http://sakuyasblog.blogspot.de

?Seit wann bloggst du schon?
Eigentlich schon seit 2007, aber seit 2012 ungefähr wirklich mehr oder weniger regelmäßig.

?Hast oder hattest du noch andere Blogs?
Ich habe noch einen „Daily Blog“, welcher unter http://babydaizy.blogspot.de zu finden ist.

?Hast du neben Büchern auch noch andere Themen, mit denen dich auf deinem Blog beschäftigst?
Alles, was nicht mit Bücher zu tun hat, ist dann auf dem Dailyblog zu finden. Musik, Beautysachen oder auch mal Produktmeinungen. Alles, was mir spontan so einfällt.

?Wie viele Follower hast du und ist dir die Zahl wichtig? (Stand 27. Juli 2017)
Ich habe momentan 246 Follower, bin mir allerdings auch nicht sicher, ob jeder von denen liest, was ich schreibe.
Wichtig ist es mir eigentlich nicht. Wer meinen Blog liest, der tut es, wer nicht, der eben nicht.

?Was tust du, um dein Blog bekannter zu machen?
Ich teile meine Beiträge auf den Socialmediakanälen oder nehme an Bloggeraktionen teil, um mich mit anderen Bloggern „zu vernetzen“ .

?Im Design deines Blogs ist Kalligrafie zu sehen, etwas, das an alte Bücher denken lässt. Was war das älteste Buch, das du je gelesen hast? Waren schon sogenannte Klassiker dabei?
Klassiker auf jeden Fall. Ich habe letztens erst Stolz und Vorurteil gelesen. Die unendliche Geschichte ist für mich auch ein richtiger Klassiker. Das älteste Buch, dass ich gelesen habe, war eines, dass meine Oma mir vererbt hat: Vom Winde verweht, noch in einer der Erstausgaben.

?Hast du eine Strategie, einen eigenen Stil oder eine Besonderheit auf deinem Blog, die die anderen nicht haben?
Uff... nein, ich glaube nicht. Wobei... ich habe eine Bloggeraktion, die sich „Schon ein Loch im Bauch“ nenne, wo ich Autoren ein paar Löcher in den Bauch frage. Zählt das auch dazu?

?Veranstaltest du auf deinem Blog hin und wieder besondere Aktionen wie Gewinnspiele, Blogtouren oder vielleicht was ganz anderes?
Hm nein. Eigentlich nicht.  Ich habe bereits am Welttag des Buches an den Auktionen teilgenommen, aber sonst eher nicht.

?Hast du Bloggerkolleginnen, mit denen du gemeinsame Aktionen planst oder geplant hast?
Jein. Es gab schon einige Blogtouren, aber irgendwie... gibt es das gar nicht mehr. Trotz, dass ich in einer Blogtour – Facebook Gruppe war. Hat wohl nicht sollen sein.

?Besuchst du Buch-Events, Buchmessen oder Cons?
Bislang leider nicht. Und in meiner Nähe habe ich irgendwie noch nichts entdeckt. Oder ich bin zu blöd zum Suchen. *lach*

?Wie viel Zeit steckst du am Tag/in der Woche in dein Blog?
Es kann sein, dass ich täglich etwas poste, dann wieder nur einen Beitrag die Woche oder so. Ich habe kein besonderes Zeitmanagement. Gerade auch deshalb, weil ich arbeitstechnisch vorkommt, dass ich jeden Tag eine andere Schicht habe. Da ist manchmal nichts mit Planen und das dann auch wirklich umsetzen.

?Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft - für dein Blog oder darüber hinaus?
Eigentlich nur, dass ich selbst noch lange Freude daran habe und mich in etlichen Jahren an all die schönen Bücher zurückerinnern kann, die ich gelesen habe.

Über dich:

?Wer ist der Mensch oder sind die Menschen hinter dem Blog? Magst du uns ein Foto von dir zeigen?
Ich bin Melanie, wohne in Südniedersachen und habe eine große Schwäche für Fußball, Bücher und Notizbücher.

?Welchen Beruf übst du im richtigen Leben aus?
Ich arbeite als Kauffrau im Einzelhandel bei einer Supermarktkette mit 4 Buchstaben. :D

?Hast du neben dem Lesen und dem Bloggen noch Zeit und Lust für andere Hobbies?
Ich schreibe noch total altmodisch Briefe, habe wie oben schon erwähnt außerdem eine Schwäche für Fußball und hocke – wenn es die Zeit zulässt, regelmäßig vor dem Fernseher.  Außerdem quäle ich so oft es geht meinen Drahtesel und erkunde die Gegenden meines Wohnortes.

?Du hast - wie du selbst über dich sagst - eine Schwäche für Notizbücher. Zeigst du uns ein Foto deines liebsten Notizbuchs?
Na klar. Ich habe das Buch dieses Jahr erst gefunden, beim Rossmann. Ich war sofort verliebt, allein schon vom Innenleben, welches noch viele kleine Zeichungen beeinhaltet, die man ausmalen kann.

"Zeit für mich" - das ist ein sehr guter Ratschlag!

?Print oder E-Reader?
Print! Ich besitze nicht mal einen E - Reader und auf dem Handy oder am PC lese ich sehr, sehr ungern. Aber ich tue es! xD

?Fernsehen oder Musik hören?
Beides. Wenn nicht gerade Fußball läuft, brauch ich Musik in meinem Ohr oder meinem Kopf.

?Serie oder Film?
Gar nichts von beiden. Komm irgendwie selten dazu und wenn doch, verbringe ich meine Zeit mit dem Schreiben oder Lesen.

?Zelt oder Luxushotel?
Zelt. Da ich mir Luxushotels vermutlich nicht mal leisten kann. *lach*

?Hörbuch oder Lesen?
Lesen. Definitiv. Ich hab gestern Abend erst wieder gemerkt, dass ich nach spätestens einer dreiviertel Stunde bei Hörbüchern oder allgemein, wenn jemand redet und ich im Dunkeln im Bettchen liege, im Land der Träume verweile. *lach*

?Du machst eine Auslandsreise in ein Land, dessen Sprache du nicht sprichst und vergisst dein Buch mitzunehmen. Was tust du?
Ich glaube, ich muss mich dann mit Händen und Füßen verständigen. Aber das kann ich, das mach ich auf der Arbeit auch manchmal. *lach*

?Gibt es irgendwas, was ich nicht gefragt habe, du aber trotzdem unbedingt noch loswerden möchtest?
Ich möchte dir lediglich danken, dass du mich und meinen Blog ausgewählt hast, um ihn bei deiner Vorstellungsrunde … vorzustellen. :)

Über das Lesen:

?Wie viel liest du am Tag/Woche/Monat?
Das ist unterschiedlich. Mal lese ich tagelang gar nicht, dann lese ich wirklich nur, sodass ich zwei Bücher an einem Tag verschlinge.
Genaue Seitenzahlen oder so kann ich da nicht mal nennen.

?Was kostet dich dein Hobby Lesen monatlich?
Das ist genauso unterschiedlich. Es kann sein, dass ich mir wirklich monatelang mal gar kein Buch kaufe. Diesen Monat waren es schon vier, die ich mir selbst gekauft habe, was zusammen ca. 35€ waren. :)

?Wo liest du am liebsten?
Entweder auf dem Bett, auf dem Balkon oder auf meiner übergroßen Marmorfensterbank, von der ich auch ein Bild mitgebracht habe.

Eein ungewöhnlicher Leseort: Die Marmorfensterbank

?Welches Genre bevorzugst du und weichst du auch mal davon ab?
Ich habe da kein bestimmtes Genre. Ich lese, was mir vor die Augen kommt. Das kann wirklich alles sein und von einem zum nächsten Buch direkt wechseln.

?Was war das letzte Buch, das dich richtig gefesselt hat?
Das ist mein aktuelles „Das schwarze Blut“ von Jean – Christophe Grange. Ich komm gar nicht so oft zum Lesen, wie ich es lesen will.

?Welches Buch möchtest du unbedingt noch / als nächstes lesen?
Uff... spontan fällt mir da kein bestimmtes Buch ein. Ich entscheide eher spontan, welches Buch ich lese. Oder lasse meinen Sohn entscheiden, indem er irgendein Buch aus dem Regal zieht, was Mama lesen soll.

?Ein Buch schafft es, dich zu fesseln. Was tust du: Liest du schneller, extra langsam oder mehrmals? Markierst du besonders gelungene Stellen, schreibst dir Zitate raus? Irgendeine andere „Macke“?
Ich lese einfach? Ich schreibe mir selten etwas raus und markieren schon gar nicht. Mehrmals lesen kann allerdings vorkommen. Die unendliche Geschichte oder Harry Potter habe ich schon gefühlte 5 Millionen mal gelesen.

?Leserillen - Horrorszenario oder ein Zeichen, dass das Buch lebt?
Ein Zeichen, dass das Buch lebt. Dass ich es liebe.

?An Büchern schnuppern - Tust du‘s?
Ohja. Oder einmal grenzdebil grinsend über das Cover streicheln, dass kann ich besonders gut. *lach*

?Würdest du deine Print-Bücher verleihen?
Ja. Aber eigentlich wirklich nur an Personen, von denen ich weiß, dass sie es auch zu schätzen wissen.

?Was machst du, wenn dir ein Buch überhaupt nicht gefällt?
Auch wenn es schwer fällt, breche ich es ab. Ich versuche Büchern, die mir nicht gefallen, wirkliche Chancen zu geben, aber was nicht geht, geht eben nicht.

?Was ist schlimmer? Rechtschreibfehler oder Logik-/Plotfehler? Und wie sehr stört das eine oder andere deinen Lesefluss?
Ich glaube Rechtschreibfehler. Manchmal habe ich die zwar auch durchaus, aber wenn es wirklich in jedem Satz 5 Fehler gibt, kann das schon sehr nervig sein und den Lesefluss hemmen.

?Magst du Leseproben zu Büchern oder reichen dir Klappentext und Cover? Was muss in einer Leseprobe drin stehen, damit du den Rest des Buches lesen willst?
Ich lese relativ selten Leseproben. Es kommt sogar vor, dass ich das Buch nur wegen des Covers kaufe, ohne wirklich den Klappentext vorher gelesen zu haben. XD

Über Rezensionen:

?Autor*innen sehnen sich nach Leser*innen, die Rezensionen schreiben. Du machst das und dafür danke ich dir im Namen aller Autor*innen. Was hat dich dazu gebracht, damit anzufangen?
Ich wollte für mich einfach eine Methode haben, die es mir ermöglicht, nach einem gewissen Zeitraum auf Bücher, die ich gelesen habe, zurückzugreifen. Und mir die Frage stellen, ob ich später vielleicht noch genauso denken würde oder ob sich meine Meinung über das Buch geändert hat.

?Was ist für dich eine gute Rezension? Gehört spoilern dazu oder geht das gar nicht?
Jein. Nicht direkt spoilern, aber man sollte schon vielleicht begründen, warum man an dieser einen Passage so denkt und nicht einfach nur schreiben „“Tina fand ich doof.“ .. das hilft dem Autor/der Autorin meiner Meinung ja auch nicht wirklich weiter.

?Machst du dir während des Lesens Notizen, auf die du später für die Rezension zurückgreifst?
Nein, eigentlich schreibe ich die Rezensionen eher spontan. Ich notiere mir selten etwas.

?Bewertest du nach einem Fünf-Sternesystem oder nutzt du ein anderes Bewertungssystem?
Ähm nee. Entweder spreche ich eine Leseempfehlung aus oder nicht. Oder ich begründe, warum es nicht so ist.

?Veröffentlichst du auch Rezensionen außerhalb deines Blogs?
Ja, bei Amazon, Goodreads und auch bei Lovelybooks. :)

?Wie wirst du auf die Bücher aufmerksam, die du rezensierst?
Andere Blogs, Vorschläge bei Amazon, Verlagsvorschauen, ganz tückischen Gruppen bei Facebook. Oder noch tückischer: Booktuber, die neue Bücher vorstellen. XD Ganz, ganz böse Menschen.

?Bewirbst du dich bei Verlagen/Autorinnen um Rezensionsexemplare?
Ja, das mache ich manchmal durchaus. Es kommen z. B. aus dem DuMont Verlag inzwischen schon selbst Rezensionsexemplare an, wofür ich dem Verlag wirklich sehr, sehr dankbar bin.

?Akzeptierst du E-Books als Rezensionsexemplare?
Auch wenn ich, wie oben schon gesagt, ungern auf Handy oder PC lese, akzeptiere ich sie. Wenn mir das Ebook gefällt.

Autor*innen und Verlage:

?Hast du Lieblingsautor*innen/Lieblingsverlage?
Nein, so direkt nicht. Ich lese, was mir gefällt, ohne da eine Autorin oder einen Verlag zu bevorzugen.

?Liest und rezensierst du nur Bestseller/bekannte Autor*innen oder auch Indiebücher, also Bücher von Autor*innen aus Kleinverlagen oder Selfpublisher?
Natürlich! Ich mag gerade Kleinverlage, die noch nicht jeder kennt und wo nicht jedes Buch direkt gehypt wird, als wäre es das nächste Weltwunder.

?Wo kaufst du deine Bücher?
Thalia, Amazon, Rebuy, Arvelle oder auch mal bei uns im Rewe Markt. *lach*

?Die meisten Indies sind nicht im normalen Buchladen zu finden. Wie wirst du auf sie aufmerksam?
Durch Facebook oder wenn mich jemand über meinen Blog selbst anschreibt.

?Interessieren dich Lesungen von Autor*innen?
Intressieren schon, aber bislang hat sich irgendwie noch keine Autorin oder ein Autor so sehr in meine Nähe verirrt, dass es zeitlich auch geklappt hat.
Oder ich habe es einfach nur nicht mitbekommen. *lach*

?Welche Buchwerbung zieht deine Aufmerksamkeit auf sich? Was reizt dich, mehr über das Buch zu erfahren? (Beispiele: Facebook-Werbung, Werbegrafiken, Werbenewsletter, Empfehlungen durch Genrenewsletter, Fernsehwerbung, Plakatwerbung, Flyer, Buchtrailer usw.)
Facebook durchaus ja. Das ist eine gaaaanz böse Stelle. Oder aber von Verlagsvorschauen. Flyer eher selten und Buchtrailer schaue ich gar nicht. Oo Oder aber wirklich gute Rezensionen, wo ich dann unbedingt herausfinden muss, ob ich das Buch genauso toll finde, wie in der Rezension beschrieben.

Zum Abschluss möchte ich dir für dieses Interview ganz herzlich danken! Es war spannend und interessant, mal etwas mehr über dich zu erfahren.